Beiträge von Bonadea

    Ich habe mal gegoogelt: Mops hat eine Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren, teilweise werden 18 Jahre angegeben. Der würde 25 mit längerer Schnauze und anderem Schädel?

    Im Kontrast dazu kenne ich einige Bulldoggen, die schon im Alter unter 4 eingeschläfert werden mussten wegen Kehlkopfkollaps, Mops Enzephalitis oder Bandscheibenvorfall mit irreversibler Lähmung.

    Sicherlich gibt es immer mal wieder einzelne Hunde, die so alt werden. Aber alt werden und alt werden geht auf sehr unterschiedliche Weise. Nicht immer ist das Alter auch ein Hinweis auf die Lebensqualität.


    Und zum Thema Rückwärtsnießen - ja, "echtes Rückwärtsnießen" ist in der Regel unproblematisch und kann jeden Hund betreffen, man weiß nicht, wodurch es genau ausgelöst wird. Wenn ein Hund aber so brachycephal ist, dass er sich an seinen Mandeln/Gaumensegel, Schleimhaut und seiner eigenen Spucke oder Futter "verschluckt", "würgt", "erbricht" oder "rückwärtsnießt" ist das PATHOLOGISCH. Das ist ein elementarer Unterschied.

    Sie ist total jung, ihr seid beide noch unerfahren - Training und Turnier sind einfach überhaupt nicht das Gleiche. Du wirst vermutlich selbst ganz anders führen und laufen, als sie es im Training kennt, wo euch "keiner zuguckt" und du völlig sorgenfrei losstartest. Die Erwartungen im Turnier sind ja doch meistens auch nochmal ganz andere, als man sich selbst zugestehen mag.

    Bis jetzt hatte ich immer Hunde, die zum Glück recht wenig Unterschied zwischen Turnier und Training machen. Aber alle haben davor schon auf zig unterschiedlichen Plätzen/Hallen trainiert und meine jungen Hunde nehme ich auch immer mit auf den Vorbereitungsplatz von Turnieren und mache da immer schon Kleinigkeiten, wenn sie noch wirklich total grün sind, damit sie sich an die Atmossphäre gewöhnen.

    Nichtsdestotrotz merke ich auch an meinen erfahrenen Hunden, dass ein Turniertag für sie anstrengend ist und je später es wird, desto schlechter wird oft auch unsere Leistung. Mit Jou ging z.B. am dritten Turniertag in Folge in unserem letzten Lauf irgendwann abends um 18 Uhr echt gar nix mehr. Sie war einfach nur durch, deshalb habe ich den Lauf dann abgebrochen. Ist dann halt so.

    Was ich an deiner Stelle machen würde: mehr extern trainieren (ggf. mal Seminare mitmachen, ist auch gut um "mit Druck" zu laufen, fremder Trainer, fremde Hunde, fremde Teilnehmer).

    Wenn der erste Lauf im Turnier wirklich gut war, den zweiten nicht mehr laufen

    Wenn man den zweiten Lauf laufen möchte, dann ggf. außerhalb der Wertung mit Spielzeug.

    Im Moment würde ich auch nicht auf Nuller gucken, sondern einfach nur darauf, dass sie Sicherheit und Spaß am Turnier bekommt. Bei Verweigerungen also nicht unnötig viel korrigieren und "alles durchsetzen", sondern mit Spaß weitermachen, dass sie gar nicht erst in die Gefühlslage kommt "alles falsch zu machen". Wenn du, wie du sagst unsicher ist, würde ich den Fokus wirklich erstmal nur auf Spaß und Tempo legen. Bei einem Hund, der total drüber ist, muss man sicher anders vorgehen.

    So wie du das schilderst, glaube ich, dass sich das Verhalten mit mehr Turnieren, die ihr laufen werdet, vermutlich irgendwann von alleine auflösen wird.

    Und ich kann es nicht mehr ertragen, wie weit Menschen wieder und wieder gehen um ein verkorkstes Schönheitsideal, das zu einer deutlichen Behinderung führt, vor sich selbst zu rechtfertigen.

    Alles gut. Will hier niemanden "an den Pranger stellen" oder so ... ich meinte es nur mal so generell. Ein Trainer soll anderen ja eigentlich was beibringen und so ... xD Zwar muss der eigene "sportliche Erfolg" nicht immer gleichwertig mit Trainerqualitäten kombiniert sein, aber so ein Mindestmaß würde ich da schon erwarten.

    Ich drück aber allen Anwärtern natürlich fest die Daumen! :)

    Suuuper Bea!!!!


    Wir sind von der BACK zurück. Und OMG ... sooo eine tolle Veranstaltung ♥♥♥

    Unser Jungspund war am auch Start. Teilweise noch etwas chaotisch, aber ich finde sie hat ihre Sache doch wirklich gut gemacht. Sie ist zuvor noch nie auf Sand gelaufen und ist erst 1mal A1 gestartet. Drei Ringe, über 700 Hunde, lange Pausen zwischen den Starts, Ferienwohnung - sie hat jetzt erstmal paar Tage Pause, haha.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Shar Peis sind ja keine klassischen brachycephalen Hunde. Die haben mitunter andere Baustellen, sind aber sicherlich weder Negativ- noch Positivbeispiel für "freiatmend".

    Um zum Ursprungsthema zurückzukommen: betrachtet man die FAKTEN, so gibt es keine Rechtfertigung extrem brachycephale Rassen wie Mops, Frenchie und Co. zu züchten und zu kaufen. "Freiatmend" ist nur ein Slogan, mit dem man das eigene Gewissen beruhigt und sein Verhalten versucht zu rechtfertigen.

    Extreme Brachycephalie und freiatmend - das geht nicht zusammen. Punkt. Es ist Tierquälerei. Man züchtet Tiere ganz bewusst mit Behinderung.

    Ist das Problem von Rehwild nicht ohnehin, dass sie "im Wald" eigentlich gar nicht zu Hause sind, sondern sich eigentlich auf Wiesen und Feldern aufhalten, aber durch die Landwirtschaft und Bebauung gar keine andere Chance haben, als im Wald nach Nahrung zu suchen, wodurch sie dann aber wieder zur "Baumplage" für die Forstwirtschaft werden?

    Insgesamt ist es echt traurig, wie kaputt das ganze System ist ...

    EDIT: Zu schnell getippt

    Nochmal zum Thema Fuchs, weil da mit Hasen und Fasanen argumentiert wird. Werden nicht gerade diese auch ziemlich arg bejagt? Irgendjemand sagte mir sogar mal, man würde Fasane extra züchten und wieder raussetzen, damit man was zum Schießen hat (weiß aber nicht obs stimmt, also gern berichtigen, falls nicht.)

    Welchen natürlichen Feind hat der Fuchs denn in einem funktionierendem Ökosystem?