Was mich bei dieser Diskussion immer wieder stört ist, dass es sich leider nur auf wenige Faktoren einschießt.
Wenn ein Hund bei höheren Temperaturen nicht mehr will oder kann, ist das für viele furchtbar schrecklich schlimm. (Und ich meine damit ausdrücklich nicht die Extremfälle, bei denen organische Einschränkungen die Atmung ab mehr als 15°C so erschweren, dass quasi keine körperliche Aktivität mehr möglich ist, die Tiere nicht ohne Röcheln atmen können oder einen Tubus toll finden.)
Andererseits ist es mittlerweile für viele normal, dass ein Hund erstmal darauf trainiert werden muss, sich zu entspannen. Ruhig zu sein. Dafür werden sogar Boxen angeschafft, die Hunde weggesperrt, Wohnungen mit Gittern abgetrennt. Manche müssen lernen, nicht absolut alles in Sicht- und Geruchsweite zu fressen. Sich nicht selbst zu Tode zu rennen, weil Dosenöffner bei 30°C im Schatten halt 2 Stunden in der prallen Sonne Fahrradfahren will. Normal? Gesund? Für mich nicht. Sondern klares Zeichen für fehlenden Selbsterhaltungstrieb.
Da hab ich lieber meine Hunde. Die bleiben stehen, wenn sie nicht mehr wollen oder können. Die hören auf zu fressen, wenn sie satt sind. Die schlafen, wenn sie müde sind. Und zeigen die Mittelkralle, wenn sie was doof finden.
Hunde eben. Lebewesen eben. Lebewesen, die gesunde Instinkte haben und die auch durchsetzen. Und nicht nur Spielball sind und hinter dem Besitzer herhetzen, selbst wenn es sie das eigene Leben kostet.
Da wirfst du jetzt aber einiges durcheinander.
Was ist jetzt genau der Bogen zum Thema Qualzucht?!