Beiträge von Bonadea

    Da würde ich dir die DVD Puppy Puzzle von Pat Hastings sehr ans Herz legen.

    Oh, zumindest von einem Hund hab ich ein Standbild...

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    Don, Kleiner Münsterländer, zu dem Zeitpunkt 7 oder 8 Jahre alt (und ja, das Geschirr passte nicht...)

    Silke_r

    Leider sind die weißen Partien im Foto etwas überbelichtet, sodass einige markante Punkte in der Anatomie etwas schwierig zu beurteilen sind.

    Positiv herausheben kann man die Halslänge. Auch Vorbrust scheint vorhanden zu sein. Das Karpalgelenk und die Mittelhand wirkt fest, kurz und steil. Winkelung der Vordergliedmaße erscheint steil, ist aber schwierig zu bestimmen anhand des Fotos. Ebenso schwer tu ich mich mit der Brusttiefe, da man den Ellbogen kaum erkennt im Foto. Der Rutenansatz erscheint hoch und die Rückenlinie wirkt leicht überbaut, kann das sein?

    Ich sehe wenig Winkelung in der Hintergliedmaße und evtl. sogar ein leicht gekipptes Sprunggelenk (kann auch am Foto liegen!)

    Insgesamt ein moderat niederläufiges, rechteckiges Modell, das zwar vermutlich ein paar Schwachstellen im Körperbau aufweist, vermutlich aber insgesamt eher problemlos klarkommen sollte :)

    Da die zwei noch in der Liste stehen - ich glaub ich hatte es schon gesagt. Leider kann man durch das Fell so gut wie nix "fair" beurteilen. Bei Fiete würde ich einen kurzen Hals vermuten.

    Omg - WOW! Wie hast du das so schnell hinbekommen?!!!

    Tausend Dank!!!

    jeder gute! Dackelzüchzer legt nahe das ua die rückenmuskulatur gut ausgearbeitet sein sollte um problemen vorzubeugen (Lennox "züchter" haben dazu beim Besuch auch noch Übungen gezeigt).

    Mein stand von dem alten zuchtstandard sind, dass Tiger nicht erwünscht ist zur Zucht. Beim Standard ab 2017 sind sie dabei (inkl merletest)

    Ich will dich ja nicht enttäuschen und auf keinen Fall damit sagen, dass es nicht sinnvoll ist seinen Dackel fit, sportlich und gut trainiert zu halten - ABER, leider sind es nicht nur die fetten, schwabbeligen Dackel, die einen BSV entwickeln, sondern auch die anderen. Die Gefahr für Bandscheibenvorfälle ist ja mehr oder weniger genetisch prädsiponiert und daher auch nicht nur über den Trainingszustand zu beeinflussen.

    Wobei ein "trainierter" Dackel natürlich im Falle eines BSVs eine viel, viel bessere Prognose und kürzere Rehazeit hat, als ein übergewichtiges Modell.

    Ich kenne mich wenig in der Teckelzucht aus. Aber ich war mal mit meinen Welpen bei einer Kollegin, die selbst Teckel züchtet und diese sagte mir damals, dass es Tiger schon immer gab und es dort definitiv nicht durch wildes Mixen mit anderen Rassen reingebracht wurde. Sie sagte aber auch, dass die meisten Dackelzüchter Merle nicht mögen.

    Aber wie gesagt, ich habe keinen Plan von Dackelzucht.

    Bzgl. Bandscheibenvorfällen steht aber aus rein tierärztlicher Beobachtung die Französische Bulldogge ungeschlagen auf Platz 1. Gefolgt von Mops, Pekinesen und Boston Terrier, dann Dackel, dann vereinzelt mal "normale" niederläufige Terrier und alle Mixe aus den genannten Rassen.

    Wo kann man das denn nachlesen? Dann könnte man sich hoffentlich die ganze Aufzählung von Einzelfällen sparen und nicht wieder zig Seiten damit verschwenden.

    Nirgendwo. Also vielleicht gibt es das, ich weiß aber nicht wo.

    Deswegen schrieb ich "aus tierärztlichen Beobachtungen" - das ist also jetzt eine reine SUBJEKTIVE Wahrnehmung aus meinem Klinikalltag und hat keinen Anspruch auf "Richtigkeit" :-)

    Dazu muss man vielleicht noch anmerken und in die Überlegungen mit einfließen lassen, dass wir natürlich EXTREM viele Frenchies als Patienten sehen, weshalb die Platzierung vielleicht auch etwas "unfair" ist, weil es im Verhältnis zum Frenchie z.B. einfach weniger Pekinesen gibt.

    Aber nur aus meinem Gefühl heraus, halte ich das Risiko für Bandscheibenvorfälle bei der Französischen Bulldogge um ein Vielfaches höher als beim Dackel.

    Nun ja, Chondrodystrophie und Chondrodysplasie sind strenggenommen ebenso Gendefekte.

    Tiger gab es bei Dackeln doch tatsächlich schon immer, nur wurde es damals nicht so forciert in der Zucht. Das kam jetzt durch einen "Modetrend" - oder sehe ich das falsch?

    Ansonsten gelten für die Tiger doch genau die gleichen Regeln, wie für alle anderen "Merle-Rassen" auch.

    Zum Thema Dackel.

    Ich mag sie. Sind tolle Hunde. Ich glaube aber schon, dass sie bestimmte Einschränkungen haben und sich nicht ganz so "frei" bewegen können, wie Hunde mit normalen Proportionen. Trotzdem muss man ihnen aber lassen, dass wenn sie schlank sind und nicht zu den ganz übertriebenen Showvertretern gehören, wirklich sehr fit und "sportlich" sein können und auch sehr alt werden.

    Verspannungen und Schmerzen im Rücken scheint abseits der Problematik mit Bandscheibenvorfällen aber immer mal Thema zu sein.

    Bzgl. Bandscheibenvorfällen steht aber aus rein tierärztlicher Beobachtung die Französische Bulldogge ungeschlagen auf Platz 1. Gefolgt von Mops, Pekinesen und Boston Terrier, dann Dackel, dann vereinzelt mal "normale" niederläufige Terrier und alle Mixe aus den genannten Rassen.

    Es gibt brachyzephale Hunde, die gehen auch im Sommer morgens und abends laufen und spielen. Die Einschränkung beläuft sich also auf: Kann nicht in der prallen mittäglichen Sommersonne am Fahrrad laufen oder spielen - was nur eine sehr kurze Zeit im Jahr ausmacht.

    Das ist doch aber ein Irrglaube und genau die Art von Relativierung, die du angeblich nicht machen willst.

    "Die Einschränkung beläuft sich auf ...." - Wie kommst du denn auf den Gedanken, dass NUR die Mittagssonne ein Problem ist? Das ist doch etwas kurz gedacht. Es gibt dafür ja einen Grund - und auch wenn ein Hund vielleicht "unter normalen" Temperaturen die eigenen körperlichen Defizite besser kompensieren kann, sodass es nach außen hin erstmal nicht so wirkt, als ob ein eklatantes Problem vorliegt, sagt dass noch nichts über seine wirkliche Konstitution aus. Trotzdem liegen evtl. Stenosen der Atemwege vor, trotzdem kommt es vielleicht zu vermehrten Rückwärtsnießen, Schluckstörungen und Thermoregulationsproblemen.

    Nur weil nicht jeder brachycephale Hund sofort umkippt (leider wird das ja vermehrt in den letzten Seiten als einzige Konsequenz der Brachycephalie herausgestellt, obwohl absoluter Kreislaufkollaps ja sozusagen schon "Endstation" ist), heißt das nicht, dass er nicht mit massiven Einschränkungen lebt. Diese müssen halt nicht immer nur offensichlich mit "bei 30 Grad schafft er keine 50 Meter mehr" sein.

    Ich finde du spielst das Ganze ziemlich herunter. Und wenn du von den Jahrhundertsommern der letzten Jahre sprichst, wo ich mich an wochenlange Temperaturen zwischen 30 und 40 Grad erinnere, ist die Argumentation das sei "nur eine kurze Zeit im Jahr" wirklich ein echter Schlag ins Gesicht. Naja, wenn es nur "ganz kurz im Jahr ist" - dann ist das also völlig in Ordnung?


    Warum sich immer alle bzgl. Qualzuchtproblematik auf die brachycephalen Hunde einschießen? Ganz einfach, extreme Brachycephalie und deren Folgen ist bestens mit Fakten und wissenschaftlichen Untersuchungen belegt. Es nimmt einen RIESIGEN Sektor in der Tiermedizin ein. Hier sind sich alle Fachleute einig, dass hier wirklich etwas schief läuft. Und durch die Popularität unter Hundehaltern, "Influencern", den Medien und beratungsresistenten Käufern gibt es einfach eine überproportionale Masse an Tieren, die mit diesem menschengemachten Leid WISSENTLICH herumlaufen muss.

    Wenn es also darum geht wirklich etwas zu bewegen, dann macht es doch Sinn da anzufangen, wo die Probleme sich vielfach summieren und auch für einen Laien wirklich mehr als offensichtlich sind. Das hier noch Berge an Aufklärungsarbeit notwendig ist, sieht man an den Zahlen der Haustierregistrierungen und Usern wie Martina, für die extreme Brachycephalie anscheinend kein Problem darstellt - schlimmer noch, sogar in Gruppen wie "Pro Brachy" verharmlost wird.

    Das hat im Übrigen nichts Bashing zutun. Das hat nichts damit zutun, dass man andere Qualzuchtproblematiken nicht ansprechen darf und soll.

    Aber bitte, bitte, bitte .... Vergleiche zwischen gewollter, körperlicher Verstümmelung und Behinderung sind MEILENWEIT entfernt von Hunden, die einfach nur ein "schwaches Nervenkostüm" haben! Es ist wirklich sinnlos über Dinge unter dem "Deckmantel" Qualzucht zu diskutieren, wenn dafür nicht wirklich etwas "Handfestes" vorliegt. Wo bitte ziehst du eine Grenze zwischen "überdreht" und "krankhaft psychisch krank"?! Ist das nur DEINE objektive Wahrnehmung, weil deine Hunde vielleicht anders ticken? Lass dir gesagt sein, ich sehe durch meinen Sport und durch meinen Beruf praktisch alle Hundetypen hundertfach. Ich kann deine Wahrnehmung absolut nicht nachvollziehen.