Beiträge von Bonadea
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Furchtbar... Dann darf man auch nicht "züchten"...
Selbst die Anführungszeichen sind noch zu harmlos dafür

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Zitat
Meiner Erfahrung nach ist das in D halt auch etwas, was gerade im reinen Liebhaberbereich den Leuten auch nicht direkt gesagt wird.
Oder bei "Wohnzimmerzucht" bedacht wird.
Eine mir bekannte Französische Bulldogge ist erst kürzlich daheim am Geburtststillstand verstorben. Plus 2 der 3 Welpen.
Jo, fehlt halt oft die Kohle für den Kaiserschnitt ...
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https://www.ufaw.org.uk/dogs/boston-terrier-dystocia
Das nenn ich mal ne Hausnummer. 92 Prozent der Bostons kommen mit Kaiserschnitt.
Als kleine Anmerkung von mir zum Thema "ich kenne keinen Kaiserschnitt-Boston" - das kann schon sein, denn das ist eine Sache, über die viele Züchter gar nicht unbedingt sprechen (wollen) mit ihren Welpenkäufern .... Und das kann man den Welpen ja auch eher selten ansehen, wenn man sie mit einigen Wochen besucht.
By the way ... Ich bin in einer englischen Breeder-Reproduktionsgruppe bei FB - da liest man ständig von geplanten Kaiserschnitten bei Bullies und Co. Völlig normal für die Züchter. Da wird nicht mal mehr an Gedanke dran verschwendet. Welpen auf Termin. Ganz normal.
Wobei man da fairer weise sagen muss, dass Kaiserschnitte da allgemein viel mehr Verbreitet sind. Auch bei den „normalen“ Rassen.
Ich finde diese Gruppen ja ganz interessant, weil da über viele Dinge offener gesprochen wird (z.B. Kaiserschnitte sind ja nichts was negative Folgen hat), aber die Ausmaße sind stellenweise schon erschreckend. Wer seine Hündin im natursprung belegen lässt ist quasi verantwortungslos und geplanter Kaiserschnitt (egal ob Nötig oder nicht) ist eigentlich schon präferiert.
der allgemeine Konsens ist da aber auch, dass die meisten Bulli Rassen gar nicht normal werfen sollten. Wäre zu gefährlich.Meiner Erfahrung nach ist das in D halt auch etwas, was gerade im reinen Liebhaberbereich den Leuten auch nicht direkt gesagt wird.
Ja, das stimmt schon. Ich finde das dennoch wirklich sehr erschreckend. Aber dort werden ja auch schon Welpen verstümmelt, in dem man ihnen Ohren und Schwänze abschneidet (docking ... mein persönliches Unwort ...) und allerhand anderer Kram. Vielleicht bin ich da tatsächlich etwas zu sehr Weichei ... aber die Ausmaße ekeln mich wirklich an. War schon mehrmals kurz davor solche Gruppen wieder zu verlassen, weil mich dieser Umgang mit den Tieren wirklich anwidert.
Aber grad Bullies, Chihuahaus ... das sind schon so die klassischen Rassen, die man immer mit Notkaiserschnitt reinbekommt. Ich denke die Zahlen werden evtl. nicht so krass hoch sein hier, wie drüben - weil weniger im Voraus "geplant" wird und dann immer mal wieder welche es schaffen auf normalem Weg - aber Geburtskomplikationen wegdiskutieren kann man wohl sicher nicht.
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Zitat
The majority of pregnant female Boston terriers would suffer dystocia if allowed to give birth naturally and elective caesareans were not carried out. Currently 92% of Boston terrier births are by caesarean in the UK (Evans and Adams 2010).
https://www.ufaw.org.uk/dogs/boston-terrier-dystocia
Das nenn ich mal ne Hausnummer. 92 Prozent der Bostons kommen mit Kaiserschnitt.
Als kleine Anmerkung von mir zum Thema "ich kenne keinen Kaiserschnitt-Boston" - das kann schon sein, denn das ist eine Sache, über die viele Züchter gar nicht unbedingt sprechen (wollen) mit ihren Welpenkäufern .... Und das kann man den Welpen ja auch eher selten ansehen, wenn man sie mit einigen Wochen besucht.
By the way ... Ich bin in einer englischen Breeder-Reproduktionsgruppe bei FB - da liest man ständig von geplanten Kaiserschnitten bei Bullies und Co. Völlig normal für die Züchter. Da wird nicht mal mehr an Gedanke dran verschwendet. Welpen auf Termin. Ganz normal.
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Ich glaube bei den Bostons gibt/gab es schon immer noch mehr "moderatere" Hunde - die Basis ist also eine ganz andere.
Aber ich habe aktuell leider auch einen Boston Terrier mit BOAS in Behandlung. Ist nicht so, dass sie es nicht auch haben. Aber ja, es wäre natürlich wünschenswert, wenn der Trend bei Ihnen die andere Richtung einschlägt. Sie sind halt nicht so verbreitet wie der Frenchie, deshalb fehlen da nennenswerte Vergleichsmöglichkeiten. Die, die ich persönlich kenne, wirken zwar erstmal "fitter", haben aber bei genauerer Betrachtung oft die gleichen Baustellen ...
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1) kein Platz in der Maulhöhle
2) mehr "Fläche" für Verdunstung und Abkühlung
Auch langschnäuzige Hunde können bei extremer Belastung die Zunge vermehrt aufrollen. Ist eigentlich immer ein Zeichen dafür dass der Körper grad stark versucht "runterzukühlen"
Ein Bild aus dem www
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Und nochmal eine kleine Anmerkung zum Thema Qualzucht und Einschätzung durch den Tierarzt.
Natürlich versuchen die allermeisten Tierärzte irgendwo die Balance zu halten zwischen "Kunden halten" und "medizinisch Tacheles" reden - aber das ist auch nicht immer die einfachste Aufgabe. Und ganz sicher werde ich nicht bei jedem Kunden sofort herauspoltern "Ihr Hund ist zu fett, schauen Sie sich mal die krummen Beine an, also das Geschirr passt ja gar nicht, die Krallen sind ein Desaster, und meine Güte - wieso musste es denn DIESE Rasse sein?"
Wenn man das macht, dann hat man ... genau gar nichts erreicht! Da kann man von Glück reden, wenn die Leute überhaupt nochmal auftauchen.
Aufklärung funktioniert am Besten, wenn Leute selbst Dinge auf den Tisch bringen. Z.B. Kunde fragt ob das Gewicht in Ordnung ist, dann kann man prima über den Fitnesszustand sprechen und dann einen eleganten Bogen schlagen zu "Ja, und Sie wissen ja, bei den großwüchsigen Rassen sollten wir wirklich wegen der Knochen besonders vorsichtig sein, die haben ja so schnell Probleme mit ED/OCD whatever." Und schon hat man ein recht angeregtes Gespräch ohne Vorwurf eingeleitet.
Natürlich muss man manchmal aus echten Tierschutzgründen mal deutlich werden (z.B. bei Kofferraumwelpen, oder bei wirklich massiver Verwahrlosung oder bei einem Halter, der sich nun in Folge den dritten Hund der gleichen Rasse geholt, der an den gleichen Problemen leidet usw usf.). Aber ich kann nicht bei jedem Qualzuchthund mit der Tür ins Haus fallen. Und es bringt auch nichts einen Besitzer über mögliche Augenprobleme bei seinem Mops aufzuklären, wenn der betroffene Hund zwar ins Raster passt, aber aktuell gar kein Augenproblem hat.
Aufklärung ist immer gut und wichtig - aber sie kostet sehr viel Zeit, sehr viel Energie und sie muss sehr behutsam und intelligent geschehen. Denn die meisten Menschen (Ausnahmen gibt's natürlich auch), machen bei Kritik über ihre "geliebte Fellnase" schnell zu und die Fronten verhärten sich. Da erreicht man dann leider oft nur noch das Gegenteil. Denn die verstehen ja oft nicht, dass ich keinen persönlichen Groll gegen sie und den Hund hege, sondern dass es da ja um ein generelles Problem geht.
Versteht mich also nicht falsch. Natürlich ist es die Aufgabe von uns Tierärzten da hinterher zu sein und eben auch mal "auf den Tisch zu hauen" - aber leider sind wir vor allem auch Dienstleister.
Die meisten Erfolge von Aufklärung habe ich tatsächlich bei Besitzern erreicht, die die Qual ihrer Tiere ernstgenommen haben. Die Rat und Hilfe gesucht haben. Die offen waren für die Argumente und diese leider bei ihren eigenen Hunden bestätigen konnten. Von denen habe ich oft gehört "ich werde nie wieder so einen Hund kaufen, ich kann mir das nicht verzeihen" -das sind auch ganz oft solche, die dem Werbeversprechen "freiatmend" geglaubt haben.
Und dann gibt es NATÜRLICH auch solche, die niemals lernen ... aber da hilft dann auch keine Aufklärung mehr. Schon oft habe ich z.B. gehört "naja, dann operieren wir den halt".
Wenn mich aber Leute ganz offen fragen, was ich von xyz halte, dann nehme ich kein Blatt vor den Mund und sage auch knallhart, dass das Tierquälerei ist und ich die Zucht verbieten würde.
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PawPoints - BALU, BCxGelbbacke
Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Externer Inhalt up.picr.deInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Die drei eingestellten Bilder sind ein sehr schönes Beispiel dafür, wie unterschiedlich ein Hund aussehen kann, wenn man ihn aus unterschiedlichen Winkeln und Stellungen fotografiert, haha. Echt krass. Leider steht er auf keinem Bild wirklich so richtig ausgewogen und auf dem letzten, wo er mal mit allen Füßen parallel steht, kommt er am schlechtesten weg (weil so wenig Hals und so wenig Winkelung in der Hintergliedmaße).
Erstmal finde ich, dass er eine wirklich interessante Mischung ist, und man ihm beide Rassen ansehen kann. Obwohl ich finde, er hätte auch als reiner BC durchgehen können. Aufgrund der unterschiedlichen Erkenntnisse, die man aus den Bildern ziehen könnte - beschränke ich mich jetzt mal auf die Punkte, die man wohl relativ sicher sagen kann.
Er ist definitiv im Trabertyp, also eher rechteckig, als quadratisch. Er hat einen wirklich sehr langen Rücken. Ich denke, dass er eine genügende Halslänge hat, auch wenn das untere Foto etwas anderes vortäuscht. Ich schätze die Vorhandwinkelung als weder besonders stark, noch als besonders wenig gewinkelt ein (aber schwierig ohne fühlen und anfassen, wegen dem Fell). Auch das Hinterbein sieht typisch nach BC aus und wirkt auf mich recht moderat gewinkelt, aber keinesfalls zu kurz. Brusstiefe schein ok zu sein? Am Besten selbst mal fühlen.
Augenmerk würde ich auf das Karpalgelenk legen. Das scheint recht weich zu sein und könnte im Alter zu einer vermehrten Durchtrittigkeit führen (kommt ja häufiger bei den Hütis vor).
Ich mag ihn! Er sieht für mich nach einem recht beweglichen/flexiblen und ausdauerndem Hund aus. Aber er könnte wirklich einen Ticken kürzer im Rücken sein
