Was soll denn eine Rückzüchtung beim Mops bitte sein?!
Der Mops hatte doch nie eine nennenswerte Nase.
Die Liebhaber wollen gar keine Nase.
Sie wollen einen Mops. Da muss man sich ja nur mal diese FB Pro Brachy Gruppen geben oder in den anderen Mops und Bulligruppen lesen. Da ist alles rosa und alle anderen sind doof und gemein. Und die eigenen sind natürlich alle gesund. Leise beim Atmen und machen sogar Sport, Kritik nicht erwünscht, hust.
Ich weiß nicht was man da "zurückzüchten" soll. Das Ziel wird ja immer wieder sein, einen typischen Mops zu bekommen. Selbst wenn man es schaffen sollte, für ein-zwei Generationen moderatere Hunde zu züchten, wird der Weg am Ende immer wieder in der anatomischen Vollkatastrophe enden.
Die Leute müssen einfach mal akzeptieren, dass es einen "richtigen Mops" nur im behinderten Körper gibt. Und wenn ich tierlieb bin, züchte ich keine behinderten Tiere.
Also entweder ich entscheide mich für den Weg der DEUTLICH moderateren Zucht, und dann ggf. eben auch mit Fremdeinkreuzung um den Phänotyp SCHNELL und nicht über JAHRZEHNTE zu verändern - oder ich stampfe der Hunde zuliebe alles ein. Aber seinen eigenen Egoismus darüber zu bedienen, weiter in Kauf zu nehmen, dass für einen "einigermaßen gesunden Mops" noch 10 andere auf dem OP-Tisch leiden .... einfach ein absolutes No Go. Mal abgesehen von all den Dingen, die man nicht operieren kann, wie die Atopien und Futtermittelallergien, die Augenleiden.
Allein letzte Woche wieder 4 Bullies für Gaumensegel und Nase da gehabt. Alle in einem Alter von 1-3 Jahren. Alle vorher angeblich "total fit". Und jetzt plötzlich Leistungsabfall, Luftnot, können nur noch mit gestrecktem Kopf liegen. Einer schon mit beginnenden Kehlkopfkollaps. Alle kotzen "gelegentlich, aber das ist ja normal bei der Rasse", alle dürfen nur spezielles Futter wegen Jucken und Scheißerei.
Zufall? Ich glaub nicht mehr dran. Meine Akzeptanz für dieses Tierquälerei hält sich mittlerweile sehr in Grenzen.