Beiträge von Bonadea

    Achso. Okay, dann hatte ich das falsch verstanden.

    Turnier ist halt schwierig, da sind halt ja mal locker pro Turniertag 100-200 Hunde am Start. Meiner Erfahrung nach ist es da vor allem der Vorbereitungsbereich und der "Wartebereich" vor dem Start, wo es anstrengend ist. Die meisten haben die Hunde ja mittlerweile eh im Auto, oder falls Outdoor im Zelt in der Box.

    Bin jetzt lange Zeit fast nur noch Halle gestartet und da hast du den größten Geräuschpegel im Startbereich, aber nicht so sehr im Gelände drumherum.

    Aber das Problem mit der Lautstärke haben ja ganz viele Vereine und Hallen.

    Wir durften auch in einem Verein nur ganz strikt während bestimmten Zeiten tranieren, sonst gabs direkt Ärger mit OA. Und auch einige Hallen haben das Problem mit Anwohnern.

    Ich denke halt, bei der Menge an Hunden kann man das aber irgendwie auch nicht unbedingt einfach abstellen. Wobei das nicht heißt, dass es so paar Spezis gibt, die nicht doch auch etwas mehr Rücksicht nehmen könnten.

    Das spricht dann allerdings auch nicht so für die Qualität des Trainings.

    Ich kenne das aus einem früherem Verein noch so, wo das Problem häufig ist, dass die "wartendn Hunde" eben nicht weggeräumt werden ... und wenn dass dann große Gruppen sind und die vier Stunden Training machen, dann hat man genau das, was du beschreibst.

    Ich trainiere so nicht mehr, weil ich diese Art des Trainings einfach nur anstrengend und null effektiv finde und mir die Kreischerei der Hunde auch zu viel ist.

    Ich trainiere normalerweise einmal die Woche in einer Vierergruppe in der Halle, wo jeder auch Rücksicht nimmt und privat eben alleine mit meinen eigenen Hunden oder mit engen Freunden, da kann man die Hunde, die nicht dran sind, aber dann auch einfach mal ins Auto räumen. Laut ist es trotzdem zwischendurch mal, aber eben absolut im Rahmen.

    Wenn man sich den allgemeinen Tenor anschaut, den viele auch hier im Forum vermitteln, braucht man sich ja eigentlich auch nicht wundern. Der Hund liegt am besten 23,5 Stunden am Tag regungslos rum, äh, lernt Ruhe, und die restlichen 30 Minuten bewegt er sich auch nicht richtig. Beutespiele sind auch furchtbar. |)

    Das ist auch mein Eindruck.

    Ich frage mich, wieso man sich dann nicht einfach ein Plüschtier kauft, wenn man von einem Lebewesen erwartet, dass es sich 23h Stunden am Tag möglichst unsichtbar und schlafend verhalten soll und sich mit 20 Minuten Leinenspaziergängen zufrieden geben soll. Absolut absurder Trend.

    Grade deshalb sollten triebstarke Hunde früh lernen mit ihren Anlagen angepasst umzugehen.

    Nur weil man es nicht dauerhaft braucht macht es das nicht weg.

    Mein Mali läuft im Alltag auch nicht dauerhaft rum wie im Training bezgl Trieb , Spannung, etc.

    Ja. Das scheint ja auch besonders viele zu triggern.

    Die sehen nen Hund im Agility und denken dann, der wäre 24h so.

    Ähm nein ...


    Und das ist doch die Kunst des Agilitys (und vieler anderer Hundesportarten): Trieb und Charakter so zu kanalisieren und zu lenken, dass etwas Großartiges daraus entsteht.

    Und wir brauchen uns doch nicht ernsthaft darüber unterhalten, dass die heutigen Anforderungen im Agility mit einem "gestressten und total über die Uhr gedrehtem Hund" eben überhaupt nicht zu erfüllen sind.

    Ich kenne auch eher die Hunde, die sich kläffend "wegschiessen", egal, ob am Rand oder im Parcours beim Ankläffen des HF :ka:.

    Dass Tobi (im Video) das absichtlich macht, war mir schon klar und ich denke auch, dass er in der Lage ist, das passend zu kanalisieren ;)

    wer es kann und mag, bitte -

    ich mag es generell nicht (die Nachbarn hier auch nicht :roll:|) ) und achte darum bei meinen Hunden drauf, dass die möglichst die Klappe halten - "Ruhe" ist hier ein sehr wichtiges Kommando. Trotzdem können die - auf Kommado - bellen und ich kann/könnte das zur Triebsteigerung einsetzen (wird im IGP gerne mal gemacht) - brauche ich aber nicht, sind die Hunde angeknipst, sind sie 100 % da. Im SD sollen und dürfen sie ja das Bellen ausleben :D

    Aber wenn deine Hunde beim "Anknipsen" sofort da sind, dann hättest du doch auch eh keinen Grund, die dumm rumbellen zu lassen.


    Kreative Ideen zuzulassen im Alltag, heißt doch aber nicht, dass der Hund keine klare Führung hat?

    Hier wird mal wieder einiges durcheinander geworfen?

    Und man muss auch den Hundetyp beachten. Es ist doch was völlig anderes, wenn ich z.B. einen etwas gehemmten Sheltie zugucken lasse und den dadurch etwas hochpushe und ihm das nötige "Selbstvertrauen" gebe, als wenn ich einen ohnehin schon gestressten Mali am Rand sich ins Universum quietschen lasse, der das eben genau so gar nicht nötig hat.

    Wie immer geht es hier um die Balance und das Kanalisieren. Und dann kann ich manche Situationen eben gezielt einsetzen. Mit Sinn und Verstand - auch wenn es für Laien dann aussieht, als würde man einen Hund nur "dumm rumkläffen lassen".

    Und dann geht es ja noch um die Dauer. Niemand lässt seinen Hund ja über Stunden zugucken und sich das Hirn wegkläffen. Das sind ja immr nur wenige Minuten und Einheiten im Training.

    Meine Hunde können alle zuschauen, uns zwar unangeleint, sie lassen sich auch mit Futter ablenken, sie können Tricks abrufen, sie bleiben bei mir. Aber wenn ich sie nicht beschäftige, dann ist der Trigger der laufenden Hunde so groß, dass sie kläffen und darüber ihren Frust rauslassen - sie würden aber niemals z.B. dann in den Parcours reinrennen oder mich komplett ausblenden.

    Zur Liebe meiner Mitmenschen versuche ich natürlich die Kläfferei auch auf ein Mindestmaß zu reduzieren, weil es mich persönlich auch nervt. Aber wenn ich mal nen Hund hätte, bei bem ich das Gefühl hätte, dem würde das gut tun, dann würde ich den auch gezielt einsetzen.

    Kami ist ein ziemlich gutes Beispiel für einen schlechten (zu kurzen) Hals.

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    Wenn man die Balancelininen einzeichnet, dann sieht man, dass sie arg überbaut ist und der Hals sehr tief angesetzt ist. Die Hinterhand ist ein bisschen zu steil (könnte wahrscheinlich durch besseres Stellen etwas besser aussehen).

    Insgesamt wirkt sie sehr, sehr schwammig und weich. Kastriert? Hatte sie mal Welpen?

    Die Vorhandwinkelung scheint nicht so schlecht zu sein, müsste man aber auch mal anfassen, weil da so viel Fell, lose Haut drüber ist.

    Und leider kenne ich auch wirklich viele Labradoodle, die nicht gesund sind.

    Ganz vorne mit dabei Allergien und ... komischerweise .... überdurchschnittlich viele mit Morbus Addison. Sind aber keine validierten Daten, könnte also auch nur eine rein zufällig lokale Häufung bei uns sein.

    Ich persönlich hadere ja auch viel mit den "alten Strukturen" in den Verbänden und Vereinen. Aber für mich persönlich gibt es dazu auch aktuell keine wirkliche Alternative.

    Eine staatliche Kontrolle halt ich auch für utopisch und auch nicht zielführend.

    Ich denke man müsste es schaffen an den vielen kleinen Schrauben zu drehen, die die Rassehundezucht auf den "modernen Weg der Genetik" führen ... also viel mehr Ziel auf Diversität, mehr Toleranz im Phänotyp etc.