Beiträge von Bonadea

    Besprich sonst mal mit deiner Tierärztin, ob man auf Atopica (Ciclosporin) umsteigen könnte.

    Hat deutlich weniger Nebenwirkungen als Kortison, ist aber auch stark immunsuppressiv (leider auch deutlich teurer, aber das wäre es mir wert.)

    Sofern die Diagnose stimmt und deine Hündin hat eine IMHA, dann sollte man mit der eigenmächtigen Reduktion von Kortison sehr vorsichtig sein. Das bedeutet nicht, dass man nicht versuchen sollte es zu reduzieren (die Nebenwirkungen sind auf Dauer eben auch nicht grad gut), aber bitte nur in tierärztlicher Begleitung.

    Und wie gesagt - es gibt noch Alternativen zu Prednisolon.

    Die Leberwerte sind unter Cortisontherapie ja eigentlich immer hoch.

    10 Jahre alter Mops.

    Hinterteil gelähmt, nur noch einäugig, Zunge hängt raus, inkontinent, die Haut voller schuppiger, krustiger Stellen.

    Besitzer präsentiert stolz: Na, der hatte noch nie was. Immer gesund!

    Genau.


    Das Problem ist ja, dass die Leute teilweise den totalen Realitätsverlust erleiden! Sie sehen das Elend einfach jeden Tag und kriegen gar nicht mehr mit, dass ihr Tier schwerstbehindert ist und dies eben kein normaler Zustand ist.

    Und wenn sie es registrieren, dann schaffen sie häufig überhaupt keinen Kontext zur Rasse, sondern glauben, sie hatten halt einfach Pech und haben einen Montagshund.

    ODER ... sie stellen ihre Qualzucht vor und wettern gegen den Züchter "der SOWAS produziert hat" - dass sie mit ihrem Kauf aber genau dieses Leid gefordert und gefördert haben, das scheint ihnen leider immer noch kaum bewusst zu sein.

    Und dann gibt es natürlich noch die, die es eigentlich besser wissen ... aber "ist halt süß" und "ja dann operieren wir halt, das kennen wir schon, wir hatten schon drei".

    Einfach nur schlimm. Da will man teilweise echt ... Stirn und Tischplatte.

    Ich würde immer versuchen einen schwachen Welpen durchzubringen.

    Wenn es offensichtliche Probleme gibt (Gaumenspalte, Atresia ani, offner Bauch/Rücken), dann nicht - aber ein "nur schwacher" Welpe, der vielleicht etwas zu lange nach draußen gebraucht hat und durch oxygenen Stress nachhängt - dem würde ich immer eine Chance geben.

    Atresia Ani hats grad bei ner befreundeten Zuechterin. Da es aber wohl kein kompletter war, darf er am Leben bleiben (sofern er es packt, klar). Es gab eine OP und seitdem ist es wohl ok.


    Ich wuerd immer den Einzelfall betrachten und dann entscheiden..

    Ja, es kommt natürlich immer auf den Einzelfall und die weitere Prognose an und ob etwas operabel ist oder nicht.

    Das waren jetzt einfach mal ein paar grobe Beispiele.

    Solche Welpen sollte man dann auch nicht "sterben lassen", sondern fairerweise euthanasieren, wenn sie keine Chance haben.

    Ich würde immer versuchen einen schwachen Welpen durchzubringen.

    Wenn es offensichtliche Probleme gibt (Gaumenspalte, Atresia ani, offner Bauch/Rücken), dann nicht - aber ein "nur schwacher" Welpe, der vielleicht etwas zu lange nach draußen gebraucht hat und durch oxygenen Stress nachhängt - dem würde ich immer eine Chance geben.

    Ich finde sie auch sooooo wunderschön!

    Und ich bin mir recht sicher, dass es daran liegt, dass ihr hübsches Köpfchen einfach ein Sheltieköpfchen ist :D ♥♥♥

    Steter Tropfen höhlt den Stein ... das ist meine Hoffnung.

    Und Corona spielt der Qualzuchtproduktion natürlich aktuell gekonnt in die Hände.

    Aber bis die breite Masse bei Instagram und in den Medien beim Anblick einer Plattnase nicht mehr entzückt "oh wie süß" kreischt, wird wohl noch einiges an Aufklärung nötig sein.

    Naja, und manche sind und bleiben halt stumpf. Egal wie viel Aufklärung betrieben wird.

    Naja, ich glaube schon, dass das Erweitern auch etwas bringen kann. Auch wenn die Vererbung nicht gänzlich geklärt ist. Ich denke konsequent durchgeführt kann man entsprechende Gene auch dadurch verdünnen.

    Ich hab auch einen Großpudel mit Addison. Allerdings ist mir die Häufung bei den Doodles in letzter Zeit einfach aufgefallen. Das liegt aber vermutlich eher daran, dass wir die vermehrt im Klientel haben. Ob die jetzt wirklich mehr betroffen sind, als reinrassige ... kann ich natürlich nicht sagen!

    Ah ok - Nürnberg ist jetzt auch mal so gar nicht meine Ecke.

    Und naja, was heißt nicht eingreift. Also ich denke die wenigstens lassen einfach alles "laufen".

    Ich habe bei Kaami z.B. auch damals beim Gassi manche Verhaltensweisen gefördert, also bisschen kläffen, bisschen rumspringen, in die Leine springen und zergeln. Nicht so, dass sie das ständig macht, aber einfach nur, um sie damit ein bisschen aus der Reserve zu locken und ihr eigenes Selbstvertrauen etwas aufzubauen.

    Ich denke nach wie vor, dass das einfach total typabhängig ist. Und es gibt ja im Agility schon sehr viele "weiche" Rassen. Und grad bei einigen Shelties und Begleithunden (aber auch Border Collies und Co) gibt es super viele, die eher gehemmt sind und wenn man die im Alltag zusätzlich komplett runterregelt und alles total auf "Kontrolle" stellt, dann fällt es diesen Hunden natürlich auch im Sport evtl. viel schwerer sich da "fallen zu lassen" und einfach Spaß zu haben.

    Ich hab schon so viele Shelties gesehen, die im ersten Jahr top erzogen wurden, mit perfekter Impulskontrolle usw. und dann mit 12 Monaten gar nicht mehr wussten, wie man mit Beute spielt. Wenn man das so will, ok. Aber wenn man dann doch mal ernster Sport machen will und der eigene Hund jetzt nicht von Natur aus mega triebig ist, kann man sich damit halt auch super viel verbauen.

    Deswegen ist spielen - natürlich in Kombination mit Impulskontrolle und ein paar Regeln - für mich mega wichtig! Und natürlich möchte ich auch, dass der Hund sich beim Rennen gut fühlt und da schon gewisse positive Verknüpfungen anstellt.

    Das heißt ja aber nicht, dass der Hund nur noch in kompletter Anarchie lebt. Ich glaube, dass ist hier auch irgendwie ein bisschen falsch angekommen.

    Bei anderen Hundekalibern muss man natürlich vielleicht ganz anders arbeiten.


    Nunja, hier wird sich ja die ganze Zeit auf Extreme bezogen und wenig differenziert, wenn man die Beiträge mal so liest.

    Vollkommen klar, wenn er sich mit Bellen rausschießt, dann stimmt was an der Ausbildung oder am Training nicht. Dann ist das Bellen aber in der Regel auch nur ein Symptom und da bringt es gar nichts, das Bellen zu verbieten. Da würde ich erstmal woanders gucken.

    Und dieses Beispiel war auf das immer wiederkehrende Mantra mancher Hobbysportler bezogen, die es irgendwie besonders erstrebenswert finden, wenn der Hund absolut still durch einen Parcours läuft. Als wäre dies ein Qualitätsmerkmal für besonders gute Leistung. Und ich finde, das ist es einfach nicht.

    Ein lauter Hund kann total konzentriert sein und ein stiller kann trotzdem meidig sein wie der Teufel oder sich in Verleitungen abschießen. Bellen im Parcours ist in Bezug auf Leistung für mich einfach kein zuverlässiger Parameter.

    Darf ich fragen in welcher Ecke du wohnst?

    Ich muss sagen, ich finde das wirklich gar nicht so. Grad in den letzten Jahren hat sich so wahnsinnig viel getan bzgl. Ausbildung und Impulskontrolle im Agilitytraining. Aber vielleicht umgebe ich mich einfach mit anderen Menschen. Ich mach euch gern mal ein Video, falls mal irgendwann wieder Turniere stattfinden, wie wir mit locker 20 Hunden am Turnier Gassi gehen ...

    Also meinen Hunden und mir macht Agility sehr viel Spaß. Und zwar wenn wir uns mit maximaler Geschwindigkeit als Team in einem Parcours bewegen und voll sind mit Adrenalin und die Aufgaben dank einer durchdachten und sorgfältigen Ausbildung gemeinsam bewältigen.

    Ganz ehrlich - soll doch jeder machen wie er meint.

    Aber ein Hund, der sich vor Angst im Parcours anscheißt und rausrennt oder vom Steg fällt, oder einer, der so drüber ist, dass er keine Kommandos mehr befolgt - da frag ich mich dann schon wo der Spaß bleibt?! Der Hund hat da sicher keinen Spaß.

    Und was der Hund für einen Mehrwert davon trägt, wenn er sich möglichst bellfrei durch einen Parcours bewegt, außer, dass dem Besitzer das besser gefällt ...

    Ganz ehrlich. Manche Sachen kann ich nicht verstehen. Aber gut, leben und leben lassen.