Ah ok - Nürnberg ist jetzt auch mal so gar nicht meine Ecke.
Und naja, was heißt nicht eingreift. Also ich denke die wenigstens lassen einfach alles "laufen".
Ich habe bei Kaami z.B. auch damals beim Gassi manche Verhaltensweisen gefördert, also bisschen kläffen, bisschen rumspringen, in die Leine springen und zergeln. Nicht so, dass sie das ständig macht, aber einfach nur, um sie damit ein bisschen aus der Reserve zu locken und ihr eigenes Selbstvertrauen etwas aufzubauen.
Ich denke nach wie vor, dass das einfach total typabhängig ist. Und es gibt ja im Agility schon sehr viele "weiche" Rassen. Und grad bei einigen Shelties und Begleithunden (aber auch Border Collies und Co) gibt es super viele, die eher gehemmt sind und wenn man die im Alltag zusätzlich komplett runterregelt und alles total auf "Kontrolle" stellt, dann fällt es diesen Hunden natürlich auch im Sport evtl. viel schwerer sich da "fallen zu lassen" und einfach Spaß zu haben.
Ich hab schon so viele Shelties gesehen, die im ersten Jahr top erzogen wurden, mit perfekter Impulskontrolle usw. und dann mit 12 Monaten gar nicht mehr wussten, wie man mit Beute spielt. Wenn man das so will, ok. Aber wenn man dann doch mal ernster Sport machen will und der eigene Hund jetzt nicht von Natur aus mega triebig ist, kann man sich damit halt auch super viel verbauen.
Deswegen ist spielen - natürlich in Kombination mit Impulskontrolle und ein paar Regeln - für mich mega wichtig! Und natürlich möchte ich auch, dass der Hund sich beim Rennen gut fühlt und da schon gewisse positive Verknüpfungen anstellt.
Das heißt ja aber nicht, dass der Hund nur noch in kompletter Anarchie lebt. Ich glaube, dass ist hier auch irgendwie ein bisschen falsch angekommen.
Bei anderen Hundekalibern muss man natürlich vielleicht ganz anders arbeiten.
Aber ein Hund, der sich vor Angst im Parcours anscheißt und rausrennt oder vom Steg fällt, oder einer, der so drüber ist, dass er keine Kommandos mehr befolgt - da frag ich mich dann schon wo der Spaß bleibt?! Der Hund hat da sicher keinen Spaß.
Ich denke, sich auf Extreme zu beziehen, macht einfach keinen Sinn.
Und was der Hund für einen Mehrwert davon trägt, wenn er sich möglichst bellfrei durch einen Parcours bewegt, außer, dass dem Besitzer das besser gefällt ...
Wenn es gerade so einer ist, der sich durch Bellen rausschießt, wäre es zum Beispiel für den Hund sicherer... Kann ja auch eine Entwicklung sein...
So viele Hunde, so viele Arten...
-s-
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Nunja, hier wird sich ja die ganze Zeit auf Extreme bezogen und wenig differenziert, wenn man die Beiträge mal so liest.
Vollkommen klar, wenn er sich mit Bellen rausschießt, dann stimmt was an der Ausbildung oder am Training nicht. Dann ist das Bellen aber in der Regel auch nur ein Symptom und da bringt es gar nichts, das Bellen zu verbieten. Da würde ich erstmal woanders gucken.
Und dieses Beispiel war auf das immer wiederkehrende Mantra mancher Hobbysportler bezogen, die es irgendwie besonders erstrebenswert finden, wenn der Hund absolut still durch einen Parcours läuft. Als wäre dies ein Qualitätsmerkmal für besonders gute Leistung. Und ich finde, das ist es einfach nicht.
Ein lauter Hund kann total konzentriert sein und ein stiller kann trotzdem meidig sein wie der Teufel oder sich in Verleitungen abschießen. Bellen im Parcours ist in Bezug auf Leistung für mich einfach kein zuverlässiger Parameter.