Beiträge von Krambambuli

    Ich wollte dir nicht unterstellen in dauerhaftem Klinsch mit deinem Hund zu leben, das kann ich 1. von hier nicht beurteilen, 2. wäre es ziemlich anmaßend.
    Ich bin einfach nicht so emotional am Hund. Ich kann mich doch nicht ärgern, weil mein Hund etwas tut was mir nicht schmeckt, die machen das doch nicht aus Böswilligkeit.Ich gehöre zu den Bekloppten die sich über Reibungspunkte am Hund sogar freuen
    Ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass viele Halter deutlich entspannter werden, wenn sie eine Möglichkeit an der Hand haben um Konfliktsituationen zu umgehen, oder zu managen.
    Auf die Beschwichtigung eingehen bringt dem Hund auch nichts, Alternativverhalten schon eher.

    Ich sehe einen großen Unterschied darin angefressen zu sein weil dein Hund sich wälzt und ihn dann mit dieser emotionalen Art nach hause zu schleifen und einem gezielten Training an einem Problem.
    Beim Training nehme ich Frustration in Kauf um zukünftig Konfliktsituationen umgehen zu können.
    Konditionierte Strafe ist definitiv keine Lösung für alle Probleme, sondern ein winziger Baustein.
    Klar man kann es sich einfach machen und sagen: Ich will nicht dass sich mein Hund wälzt, punkt aus basta! Also belege ich die Handlung negativ und hab meinen Frieden.
    Oder ich erarbeite mir zusammen mit dem Hund Alternativen, bahne und forme Verhalten und nutze konditionierte Strafe nur dann, wenn trotz Nutzung aller Motivationsmöglichkeiten und gutem Training mein Hund sich dennoch zu unerwünschtem Verhalten entscheidet und auch da bekommt er vorher von mir eine Chance sich umzuentscheiden.
    Ich kann gut damit leben, wenn mein Hund mal Stress hat und auch mal etwas unangenehm findet, sofern das nicht den größten Teil unserer Beziehung ausmacht.

    @ Frank: Genau darum geht es. Ich mach gern ein etwas albernes Beispiel: Ich wollte mal jemanden besuchen gehen, als Kind. Klingelte artig an der Türe und fragte: Darf ich zu Tom?
    Antwort war: NEIN! und die Tür wurde zugeknallt.
    Ich hab aus dieser Situation nur ein bescheidenes Gefühl mit genommen, gewusst was falsch war hab ich nicht.

    Ich finde es immer schwer einen Hund über das Netz zu beurteilen, darum und weil ich finde man kann viel falsch machen im Aufbau, empfehle ich dir einen Trainer der diese Methode beherrscht.
    Aber generell klingt es so, als hättet ihr gute Vorraussetzungen.

    @ Frank: Ich wollte dich nicht in eine Richtung drängen, es sollte lediglich ein Aspekt sein den man bedenken sollte.
    Ich hab auch ewig gebraucht bis ich mich durchringen konnte und ich hasse die Konditionierung bis heute, aber meine (an)gebrochenen Rippen, großflächige Schürfwunden und die gebrochenen Finger meines Mannes haben mich dann doch überzeugt. Also glaub mir ich kann deine Zweifel durchaus verstehen und ein kritischer und vorsichtiger Umgang ist mir 10000000000000x lieber, als jemand der konditionierte Strafe als bequeme Lösung aller Probleme sieht. ;)

    @ Tierfreundin: Klingt für mich nicht nach Übersprung sondern nach klarer Warnung an dich. Übersprungshandlungen kann man übrigends gut kanalisieren in ein Zerrspiel, z.B.

    Also ganz so ist es nicht.
    Über X-Mechelaar, Malinios, Herder und Co wird durchaus sehr negativ berichtet. Ist auch nicht so, dass man mit Hunden dieser Rasse überall willkommen ist, da wird man durchaus deutlich diskriminiert.
    Eine weitere Ursache können die Schweregrade der Vorfälle und der Rahmen in dem sie passieren sein.
    Wenn der Postbote auf dem Hof läuft und die Länge der Kette unterschätzt hat ist weitaus weniger spektakulär als ein Kind das von den Kampfis der Oma zerlegt wurde. ;)

    Jo sicher.
    Wenn meine Hunde vorm Helfer abbrechen, dann sind sie überall zu kontrollieren. Wenn mein Pflegehund bei einer Katze abbricht, dann ist er überall kontrollierbar.
    Aber nochmal ein reiner Abbruch löst das Problem nicht, wer mit konditionierter Strafe arbeitet sollte ein verdammt gutes Grundgerüst in der Ausbildung haben.
    Ich hab nie ein Problem mit Pöblern gehabt, auch nicht bei Abgabehunden die durchaus gern pöbeln würden.
    ABER nur abbrechen hilft nichts, es muß dem Hund in der Auslösersituation Alternativverhalten möglich sein, er sollte an die Auslöserreize habitutiert werden und er muß bevor er gestraft wird eine Chance bekommen auf Alternativverhalten umzuschwenken.
    Konditionierte Strafe löst massive negative Gefühle im Hund aus.

    @ Frank: Ich hab einfach die Erfahrung gemacht, dass wenn ein Hund einen Marker in einigen Situationen gelernt hat zu ignorieren, man sich unweit schwerer tut daraus ein zuverlässiges Abbruchsignal zu machen.

    Hast du auch eine Quelle für die Zahlen?
    So wie du es hier "zitierst" wäre es immerhin mal Zahlen im Verhältnis zu den gemeldeten Hunden einer Rasse.
    Meist sind weden Zahlen zur Gesammtpupulation der gemeldeten Hunde gemacht, wobei allerdings eben nicht berücksichtigt wird dass eine Rasse die einen recht großen Teil an der Gesammtpupulation haben, schon rein statistisch häufiger in der Beißstatistik auftauchen müßen.
    Aber man kann durchaus noch überlegen, ob es nicht durchaus mehr ungemeldete DSH als ungemeldete Listenhunde gibt, die meisten Hofhunde hier sind wohl eher nicht gemeldet....

    http://edoc.ub.uni-muenchen.de/4945/1/Mikus_Roman.pdf

    Hier wurden auch spannende Statistiken gemacht: Man merke Hunde die in eine Huschu gehen beißen häufiger als Hunde mit Schutzhundeausbildung oder Jagdhunde, Hunde die von Männern geführt werden häufiger als die von Frauen. :D

    Ich konditioniere nur 3-5x , danach muß man sich eine Hitliste der aufregensten Unarten deines Hundes aufstellen, an der man sich hocharbeitet.
    Bei meinen Biestern war Unrat fressen das wenigste und Nicht vorm Helfer beidrehen auf Abruf das erregenste.
    Wichtig ist das konditionierte Strafe nur in Situationen eingesetzt wird in der der Hund bereits Alternativverhalten beherrscht.
    Nochmal konditionierte Strafe ersetzt kein Training, es ist lediglich ein Baustein, ein Notanker.