Beiträge von storyboard

    Wenn der Mann reingreift, während Hunde rangeln und er dabei zufällig erwischt wird, ist er selbst schuld. Er kann sich auch nicht auf die Straße stellen und dann den Verklagen, der angefahren wurde. Hätte dein Hund den Mann bewusst gebissen, also mit dem Mann als tatsächliches Ziel, sähe die Lage ganz anders aus. Ich würde mich auf keinen Fall auf diese merkwürdige Forderung einlassen. Er darf den Fall gerne Melden und Du schilderst dann das Geschehen, bei einem 8 Monate alten, sonst unauffälligen Hund wird sich das Ganze meiner Meinung nach schnell in Luft auflösen.

    Wenn Du sichergehen willst, ruf einfach mal deine Hundehaftpflicht an und frage die Leute dort. Auf ein formloses "Ich will Geld"-Schreiben würde ich mich unter gar keinen Umständen einlassen. Ist der Schadensanspruch begründet und offiziell bestätigt, wird auch die Höhe festgesetzt und von deiner Haftpflicht getragen, ist er das nicht, schaut er in die Röhre und greift das nächste mal nicht mehr zwischen rangelnde Hunde.

    Was den Tierarzt angeht, war ich um die Antwort meiner Tierärztin ganz froh. Diese sagte nämlich sinngemäß, dass grundsätzlich jedes Futter "geeignet" ist, um den Hund zu ernähren. Einige der Marken hätten mehr Zusatzstoffe, andere mehr Fleischanteil, wieder andere "Lockstoffe". Man müsse eben vergleichen und vor allem herausfinden, was der Hund am besten vertrage, auf eine Marke festlegen würde sie sich nicht.

    Wenn mein "Markus Mühle" verbraucht ist, werde ich wohl mal Josera ausprobieren. Ein bisschen Abwechslung findet meine kleine ja auch ganz toll. Markus Mühle ist mir zu sehr "Durchlauferhitzer", wenn Josera genauso ist, werde ich wohl bei Vet-Concept bleiben, da offensichtlich nichts wirklich dagegen spricht.

    Vielen Dank den Antworterinnen und Antwortern. :)

    Zitat

    Meinst du mich? Ich füttere eigentlich so gut wie nur Nassfutter. Trofu steht so als Snack rum und ich gebs als Leckerli und unterwegs für Suchspiele und so.
    Da nehm ich dann Josera, Orijen, Acana etc., eigentlich alles, was ich hochwertig finde und mein Hund gut verträgt. Manchmal Magnusso, Bestes Futter und wie sie alle heißen. Ich bestell halt immer bei Shops, wo sie auch kiloweise abfüllen (ausser Josera, da nehm ich immer gleich nen 4-Kilo-Sack), alles andere lohnt sich bei meiner 4,5kg-Fußhupe nicht.

    Ja, dich meinte ich. Vielen Dank für die Antwort. :)

    Ich habe jetzt mal die ganzen Zitate aussen vor gelassen, da es sonst unübersichtlich wird. Und auf die "verstehst Du mich falsch, versteh ich dich falsch"-Dingse möchte ich gerne verzichten, da es hier um etwas ganz konkretes geht und keine allgemeine Diskussion ist.

    Eines Vorweg, für mich las sich dein Beitrag so, als würdest Du grundsätzlich davon ausgehen, dass man mit dem "richtigen" Training keine Schleppleine bräuchte. Deswegen habe ich meine Meinung dazu geschrieben und dich nicht "angezählt", was auch immer das sein mag. :)

    "Schleppleinentraining" ist für mich eine klar definierte Sache und so wie jedes Training wird dies absolut separat vom Spielen durchgeführt. Gespielt wird in Pausen und an geeigneten Orten. Einen Hund an einer meterlangen Leine zu führen und ihn daran spielen zu lassen ist kein Schleppleinentraining - es ist sogar gar kein Training sondern doof und gefährlich.

    Ich stelle zu keiner (!) Zeit eine ausreichende Sozialisierung in Frage. Ich selbst habe allergrößten Wert auf Sozialisierung (Menschen, Hunde, Umwelt) und Stressfestigkeit (Mitnehmen in die Stadt, erst ein paar Minuten, dann länger und länger, Biergarten, Menschenmassen, etc.) gelegt. Ich halte das für unabdingbar. Was allerdings eben nicht funktioniert ist das eine total gut und das andere nahezu gar nicht zu üben.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Hund an der Straße immer an die Leine und an die Schleppe, solange der Rückruf nicht funktioniert - Spielen dann eben da, wo man den Hund nicht rufen muss. So sehe ich das eben.

    Zitat

    Ich persönlich bin kein Freund von "(Schlepp-)leinen-Zwang" - habe meine Straßenhündin schon am 4. Tag abgeleint und immer nur ohne (Schlepp-)leine am Folgen und Rückruf trainiert. Sie kommt jetzt, weil sie will/"muss" und es gelernt hat - und nicht, weil sie weiß, die Leine ist dran und holt/sichert sie (oder auch nicht).

    Das dein Hund das alles so fein mitgemacht hat, ist sehr schön und freut mich - für deinen Hund und natürlich auch für dich. Du solltest aber bedenken, dass es keine "Besserwisserei" ist, dass nicht jeder Hund gleich ist. Meine Hündin läge schon lange unter einem Auto, wenn nicht die Leine gewesen wäre und das hat nichts mit mangelndem Training oder fehlender Bindung zu tun, wie Du das jetzt sicher vermuten wirst.

    Im Übrigen kann man seinen Hund dort, wo man ihn nicht zurückrufen muss auch ohne Leine spielen lassen - das schließt das Schleppleinentraining nicht aus.

    Ganz klar ist: Ein (für eine gewisse Zeit) "unglücklicher" Hund ist besser als ein überfahrener Hund. Und ein Auto schert sich recht wenig darum, ob es die unbeschwerte (Was ist denn die beschwerte; wenn er anfangen muss zur Arbeit zu gehen und seine Familie zu ernähren?!) Zeit eines Hundes ist, in der es ihn überfährt.

    Zitat

    Soll jetzt hier nicht negativ klingen!!!!

    Also, erst mal tief durchatmen. Wir kochen alle nur mit Wasser. - Und die Bücherschreiberlinge auch. Was ich mit der Bindung meinte ist, dass "Kuscheln" für einen Hund nicht unbedingt etwas ist was ihn "bindet". Kuscheln, also Zuneigung ist für einen Hund genauso eine Resource wie Futter oder Wasser, er braucht es zum leben. Wenn Du ihm das aber alles "schenkst", hat er keinen Grund mehr dafür zu arbeiten. Und Arbeiten meint in diesem Kontext, deine Interessen vor die seinigen zu stellen.

    Konkret zu den Büchern. Ich persönlich beginne nun das Schleppleinentraining von Petra Führmann (Kosmos Hundeerziehungsprogramm). Ich halte das Buch für weitestgehend gut. Ein paar Dinge, wie die Rudeltheorie und Schleppleine am Halsband finde ich überaltet und stellenweise grenzwertig, der Großteil des Buches ist jedoch sehr gut aufgebaut. Ich habe einen Beagle, der sich draussen zwar für mich "interessiert", aber seine Interessen nicht immer vor die meinen stellt. Da ich es versäumt habe von anfang an einen Radius und eine gewisse Aufmerksamkeit mir gegenüber zu konditionieren, muss ich nun ganz unten wieder anfangen und das braucht bei einem älteren Hund nunmal deutlich mehr Zeit als bei einem jungen.

    Fazit: Tut euch selbst den gefallen und seid von Anfang an mit allem 100% konsequent. Konsequent bedeutet übrigens: Einmal verboten, immer verboten und das Durchsetzen der Kommandos. Das hat nichts mit Strenge oder Strafe zu tun. Für den Einzelfall kannst Du dir hier auch gerne nochmal Tipps holen, es gibt hier viele hundeerfahrene Menschen.

    Viel Erfolg.

    Zitat

    ... an der Bindung sind wir ja eh dran, wir schmusen so viel mit ihr, wir machen ganz viel mit Lob, wir versuchen sie zum spielen zu animieren, leider kennt sie Spielzeug nicht und kann bisher mit nix was anfangen, aber wir belohnen dann halt mit noch mehr kuscheln ;) oder wir gehen mir ihr in ihren Pool (alter Pool mit ca. 2 cm Wasser drin, da legt sie sich gerne rein)

    Deine Vorstellung von "Bindung" ist nicht die Vorstellung von Bindung, die Hunde haben. Bitte kauf dir ein gutes Buch und lies es, damit Du deinen Hund erst einmal verstehen lernst. Es gibt zahlreiche Tipps hier im Forum, verwende am besten die Suche. Von der Schleppe würde ich den Hund erst dann lassen, wenn alles perfekt funktioniert, sonst dauert es hinterher noch länger es aufzubauen. "Ein bisschen Erziehung" gibt es beim Hund nicht.

    Zitat

    woran könnte man denn eigentlich merken, dass der Hund nicht mehr abhaut, wenn man nur an der schleppleine arbeitet? wenn man nach 2 Jahren ihn mal laufen lässt, und er ist weg? so ganz an der schlepp geht in meinen augen gar nicht. also nicht in so einem fall. der hund will doch auch mal toben, oder tricks machen die nicht mit leine gehen und und und...

    Es reicht nicht, den Hund einfach an eine lange Leine zu nehmen und zu hoffen, dass er irgendwann von selbst nur noch diesen Radius einhält. Ein bisschen mehr gehört schon dazu. Wie in meinem Beitrag zuvor geschrieben, empfehle ich mal die Lektüre der Dame - evtl. bringt dir das ja was. Viel Erfolg!