Ich habe 1996 einen knapp 1jährigen Schäferhundrüden aus dem Tierheim geholt. Vermittelt wurde er mir als ruhig, verträglich und kinderlieb!
Das er dort unter Beruhigungsmitteln stand, hat mir niemand erzählt.
eine Woche später hatte ich bei Tierbegegnungen, egal, ob Hund, Katze oder Pferd, ein tobendes Monster an der Leine. Er hat auch beschädigend gebissen, weil ich ja damit nicht gerechnet habe.
Heute empfehle ich gerne "Zeigen und Benennen https://www.dogforum.de/zeigen-und-benennen-t128830.html
damals hatte ich noch keine Ahnung davon, machte es aber instinktiv ähnlich.
Erstmal habe ich dem Hund Spass an der Arbeit mit mir vermittelt, dann habe ich, schon in großer Entfernung zum anderen Tier, seine Aufmerksamkeit auf mich gelenkt sobald er ein anderes Tier erblickte.
War eine Timingsache, er sollte den Hund schon gesehen haben, aber noch nicht ausrasten.
Nachdem er dann begriffen hatte, ey, immer wenn wir einen Hund/Katze sehen, gibt es Spass bei Frauchen, konnte ich die Abstände langsam verringern.
Insgesamt hat es ca. 3 Jahre gedauert, erstmal die Grundlagen und dann die "Therapie", aber dann konnte er in der Gruppe offline spazieren gehen und Agility Turniere mitmachen.
Bei der BH Prüfung, als er in der Ablage war, wollte sich sogar der andere Hund aus der Freifolge auf ihn stürzen, stand knurrend über ihm, und er blieb liegen. ![]()
Gespielt hat er nie mit anderen Hunden, hat er wohl nie gelernt, aber er war dann sehr gut händelbar.