Beiträge von Biomais

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    Wenn man zum Beispiel direkt aneinander vorbeigeht finde ich es nicht schlimm, wenn sich die Hunde (natürlich IMMER nach Verständigung mit dem anderen Halter) ein paar Sekunden lang begrüßen, außer man ist total in Eile. Was soll schon dabei sein?

    Hallo,

    im Normalfall bin ich mit meinen Kindern unterwegs die noch intensiver Betreuung bedürfen und habe dann keine Lust für den Hund ein paar Sekunden bei jedem Hund stehen zu bleiben und mir unter Umständen noch ein Pläuschchen aufschwatzen lassen zu müssen. Mich verbindet schliesslich nichts mit diesen Menschen ausser der Hundehaltung.

    Wenn ich spazieren gehe kann mein Hund gerne mit jedem spielen, wobei wir im Freilauf so gut wie nie Hunde treffen, die werden dann an der Leine an uns vorbeigezerrt :/

    Lucy_Lou
    Nun ich habe einen Beagle und er ist auch erst sechs Monate alt, also natürlich sehr goldig und läd zum Streicheln und Begutachten ein. Mit früheren adulten Hunden hatte ich das Problem nicht in dem Maße.

    @Alina_
    Ich will keinen Streit mit anderen Hundehaltern anfangen. Kann schon sein, dass ich wenn wir in der Stadt sind im Umgang mit dem Hund manchmal einen groben Eindruck erwecke. Das liegt daran, dass ich eben auch noch Kinder betreuen muss und von dem Hund ein gewisses Benehmen erwarte, das ich ihm natürlich zu vermitteln versuche, er ist schliesslich noch klein. Heute war es arg stressig, weil überall Essensreste am Boden lagen, die er haben wollte und meine Tochter wollte Ponyreiten und Sohn Karusselfahren und so weiter und dann wurde noch alle zwei Minuten ein Hund zu meinem geschoben (die gehen teilweise nicht mal freiwillig, sondern werden zum Schnüffeln gebracht :???: ). Und da gab es dann schon das ein oder andere scharfe Wort für den Hund.

    Guten Abend,

    wir waren heute in der Stadt und in der Fussgängerzone war schon der Weihnachtsmarkt aufgebaut über den wir dann zurückgeschlendert sind. Es waren relativ wenige Leute da, aber im Verhältnis dazu viele Hunde und jeder Hundehalter scheint zu glauben dass sein Hund alle anderen begrüssen muss. Ich mag das gar nicht. Mein Hund hat sich an der Leine auf mich zu konzentrieren. Habe ihn also jedesmal mit "weiter" vorangetrieben oder ihn hinter mir absitzen lassen, was auch gut funktioniert hat.
    Wie steht ihr zu dem Thema? Dürfen eure Hunde, wenn ihr unterwegs seid mit jedem anderen Hund "schnüffeln" oder gibt es Kontakt wie bei uns nur im Freilauf?
    Ich mache mir unterwegs immer viele Feinde deswegen. Ich höre andere Hundehalter, die ich aufgrund der Problematik meistens ignoriere um mich auf meinen Hund zu konzentrieren oft tuscheln von wegen wie arm mein Hund doch wäre, weil er nicht mal schnüffeln darf oder weil ich einfach weitergehe wenn er nicht stehen bleiben darf (natürlich mit entsprechendem Befehl an ihn).

    Mein Hund durfte und darf zu jedem anderen Hund hin, wenn der Halter einverstanden ist. Ich habe mich allerdings von Anfang an bei Hundebegegnungen interessant gemacht, so dass er nicht hinläuft wenn ich es verbiete. Wir sind auch schon einem Hund begegnet der ohne Vorwarnung auf ihn losgegangen ist, da brauchte ich aber keine Leine, mein Kleiner hat automatisch Schutz bei mir gesucht und ich habe den Angreifer weggeschubst.

    Mein Hund lief übrigens die ersten sechs Monate fast nur frei (ausser in der Stadt). Erst seit zwei Wochen leine ich ihn in unserer Siedlung an, weil er mittlerweile flegelig wird und zum Beispiel Menschen verbellt. Er läuft zwar nicht hin, aber ich denke für meine Mitmenschen ist es schöner wenn der kleine Angeber an der Leine ist wenn er sich so benimmt.

    Mein Hund (jetzt sechseinhalb Monate) war auch so ein Extremfall bis vorherigen Monat. Ich habe ihn sehr begrenzt, er durfte nur noch bei mir sein, niemals ohne Aufsicht. Wenn ich ihn beim Pinkeln oder Koten erwischt habe habe ich ihn mit einem scharfen "lass das" unterbrochen und rausgetragen. Ausserdem bin ich wirklich konsequent alle zwei Stunden mit ihm raus und auch jedes Mal solange draussen geblieben bis er auch gemacht hat. Besonders nach dem Fressen, weil er da natürlich irgendwann gross muss. Meiner jedenfalls. Wenn er draussen gepinkelt oder gekotet hat habe ich ihn freundlich gelobt ("feeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeein Püschi") was zur Folge hat dass er jetzt auf Kommando pinkeln kann. Das ist sehr praktisch, wenn man es mal eilig hat oder wenn er nach einem langem Spaziergang vergisst sich vor dem Reingehen noch einmal zu lösen. Ich hab nämlich eine Pipiqueen, obwohl er gesund ist muss er wirklich viel pinkeln. Er trinkt auch viel (besonders wenn es regnet). Die Theorie meines Mannes dazu ist dass er als Beagle so verfressen ist dass er sich notfalls mit Wasser besäuft nur um den Magen randvoll zu haben.

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    Aber man weiss ja, dass selbst bei Kindern, die antiauthoritäre Erziehung nciht funktioniert, weshalb also bei Hunden? ;-)


    Sagt wer?

    Viele Wege führen zum Ziel und manchmal ist der Weg das Ziel. Ich behandle meine Kinder und Tiere mit Respekt, was nicht einmal bedeutet dass ich keine Autorität sein kann sondern vor allem dass ich gewaltfrei mit ihnen umgehe.
    Ich finde Menschen die auf Teufel komm raus autoritär sein wollen eher befremdlich. Da ich sowohl meine Kinder als auch meine Tiere mit allem versorge was sie brauchen und die Ressourcen verwalte erkennen sie mich automatisch als Autorität an, ob ich das will oder nicht. Da brauch ich keine künstliche Autorität al la "wer hat die grössten Eier" anzuwenden und vor allem keine körperliche Überlegenheit demonstrieren.

    Mein Ziel ist nicht dass Kinder und Hunde funktionieren, sondern dass ich, Kinder und Hunde harmonieren. Und das funktioniert nur wenn wir alle den Respekt bekommen den wir verdienen.

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    Wenn man sich einen Welpen einer großwüchsigen Rasse kauft, wächst man mit der Aufgabe und dem Hund. Zusätzlich kann man sich im Verein bei Gleichgesinnten oder in den Hundeschulen Hilfe holen.

    Wenn das so einfach wäre gäbe es keine Hundehalter die in den Seilen hängen würden. Es muss schon Interesse daran bestehen mit seinen Aufgaben zu wachsen. Und ich zum Beispiel habe nicht meine Traumrasse als ersten ganz komplett eigenen Hund gewählt, sondern erstmal was Halbhohes, was vor allem auch zu meinen Lebensumständen mit kleinen Kindern passt.

    Wenn es rein nach der Optik geht finde ich besonders Molosser und Schäferhunde und Rassen in diese Richtungen toll.

    Rockabelli

    Bei einer Pflegehündin (Golden Retriever, ein Jahr alt) habe ich es bestimmt einen Monat so versucht, danach hab ich aufgegeben und mit strammen Richtungswechsel und dem ein oder anderen Leinenruck schnell Erfolge erzielt. Leinenruck ist natürlich kein angemessenes Erziehungsmittel, das war mir damals noch nicht bewusst. Ist heute keine Alternative für mich und meinen Hund.

    Mit dem Kleinen übe ich die Leinenführigkeit an der kurzen Leine erst seit gestern und möchte natürlich eine sanfte Methode.

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    Ich glaube, dein "psst" ist für den Hund nur ein Zeichen für: Yeah, jetzt gibts was Leckeres! Ich denke, dass er das nicht mit dem Ziehen an der Leine verknüpfen kann. Deshalb, wenn er zieht: Stehenbleiben bis die Leine wieder locker ist, dann weitergehen. Ohne Leckerchen, ohne Kommentar.


    Stehen bleiben und warten hat noch keinen meiner Hunde beeindruckt :/