Ich wollte meinen Sohn auch zuhause bekommen. Bei meiner Tochter hatte ich eine ambulante Krankenhausgeburt geplant und es war grauenvoll. Ich fühlte mich in dem Krankenhaus absolut nicht wohl, hab total verkrampft und dadurch 16 Stunden in den Wehen gelegen ohne dass sich auch nur ein bisschen was getan hätte. Erst mit PDA ging es dann voran. Ich stand aber auch sehr unter Druck weil Tochter schon zwei Wochen über Termin war und mir alle mit Kaiserschnitt drohten und fühlte mich dank Maßnahmen wie Schnitt ohne gefragt zu werden total entmündigt und entwürdigt... Die PDA wurde dann auch noch zu weit punktiert so dass ich einige Tage stationär bleiben musste. Es war wirklich schlimm für mich und ich brauchte einige Monate um diese Behandlung im Krankenhaus zu verarbeiten.
Achja, die professionelle Betreuung im Krankenhaus führte auch dazu, dass ich nach einigen Tagen das Stillen aufgab, weil mich die Krankenschwestern dermaßen unter Druck setzten, dass ich irgendwann die Notbremse ziehen musste...
Bei Sohn wollte ich dann zuhause bleiben. Leider starb mein Bruder eine Woche vor seiner Geburt und ich fuhr natürlich zu meiner 600 Kilometer entfernten Familie. Am Tag seiner Beerdigung hatte ich dann den Blasensprung und 11 Stunden später habe ich meinen Sohn im Krankenhaus zur Welt gebracht. Diesmal habe ich aber ein besseres Krankenhaus erwischt und außerdem war ich relativ biestig um mich zu schützen. Zwei Stunden nach seiner Geburt sind wir dann auch wieder "heim" gefahren (zu meinen Eltern nach hause), wo ich mich einige Wochen erholen und nur für mein Baby da sein durfte bevor ich wieder nach hause fuhr. So ein Rundumservice im Kreise der Familie kann ich nur empfehlen
Mit der Beratung meiner Mami hab ich den Kurzen übrigens zweieinhalb Jahre lang gestillt ;-)
Das dritte Kind lass ich mir frei Haus liefern, nochmal mach ich das nicht mit...
Ich wünsch allen trächtigen hier eine entspannte Geburt 