Beiträge von Testbild

    Zum Thema "kein Kontakt an der Leine" : das wird bei uns im Verein auch so gepredigt und habe ich als Trainer auch so kommuniziert.

    Hat aber den ganz einfachen Hintergrund, daß es eben ruckzuck keine kontrollierten, ruhigen Begegnungen mehr sind, sondern recht schnell wildes spielen mit verknoteten Leinen und Gerangel vom Feinsten entsteht.

    Ich selber lasse auch nach Absprache mit dem Gegenüber ruhige Begegnungen zu. Auch um z.B. abschätzen zu können, wie die gegenseitige Sympathie ist, ob man dann ggf. ableinen kann. Oder aber auch, weil es immer mal in engen Situationen zu Kontakt kommen kann. Dann möchte ich eine unaufgeregte Grundhaltung, ein "das ist nix besonderes".

    Ich konnte dann aber bei meinen Schützlingen immer wieder beobachten, daß sie als Hundeneulinge die Lage nicht einschätzen konnten. Während einer oder beide Welpen schon mit weit aufgerissenen Panik-Augen im Leinenknoten hingen, freuten sich die Besitzer noch über das putzige Spiel. Und deshalb hatten wir dann beschlossen, auf dem Platz nix mit Kontakt an der Leine.

    Liebe @Splitterherz , ich möchte Dir ein bisschen den Druck nehmen, dass Du etwas versäumt oder falsch gemacht hast bei dem Thema.

    Unsere "Kleine" etwas über 6 Monate alt lebte als Übriggebliebene bis zur 13. Woche im Rudel mit 3 erwachsenen, noch 2 Geschwistern und mit regelmäßigem Besuch von erwachsenen Hunden.

    Kam dann zu uns zu 2 erwachsenen Hündinnen. Es gab also quasi keinen Tag ohne zahlreiche Hundekontakte.

    Und trotzdem findet sie fremde Hunde mega spannend, ist schwer ansprechbar und sieht die potenziellen Spielkameraden schon auf ewig weite Entfernung. Gut, sie ist kontrollierbar, aber nur an der Leine und die ist bei weitem noch nicht locker. Freilauf bei Hundesichtung traue ich uns auch nicht zu.

    Es sind halt junge Hunde, für die die Welt an allen Ecken Spannung und Abenteuer bereit hält.

    Lange Rede, wenig Sinn: der "Fehler" liegt glaube ich nicht an zu wenig Kontakten, sondern an der coronabedingten fehlenden Anleitung in den letzten Wochen bei Euch. Und eine reine Spielstunde, wie Du sie Dir für Euch wünschst, würde die Sache meiner Meinung nach nur noch verschlimmern. Dann sind Hunde für Deinen Drops nicht nur aufregend, sondern generell Spielkameraden, mit denen man herrlich zocken kann.

    Ich gehe mit unserer in eine Junghundestunde in der nur in Ausnahmefällen gespielt wird. Mir geht es rein darum, daß sie sich auch unter Hundeablenkung auf mich konzentriert.

    Ich bin mir nicht sicher, ob meine Frage hier rein paßt, aber irgendwie ja schon. :???:

    Die vorigen Hunde habe ich in der Fußarbeit alle über Blickkontakt aufgebaut. Diesmal versuche ich es unter Anleitung mit Futtertreiben. Das ist aber absolutes Neuland für mich.

    Jetzt haben wir noch junghundtypisch das Problem, daß Frau Hund bei der normalen Leckerchengabe im Alltag ganz ungeniert in die Finger tackert, was niemand haben möchte. Beim Futtertreiben wünsche ich mir ja aber, daß sie energisch in die Hand geht. Das tut sie, aber auch gerne mit Einsatz der Schneidezähne (autsch).

    Wie schlage ich denn da die Brücke, ohne auf Dauer meine Finger einzubüßen?