Beiträge von AnjaNeleTeam

    Ich finde die Trainerin hört sich gar nicht so schlecht an.
    Kastration kann das Verhalten bessern, muss aber nicht, also erstmal ein Chip -> sehr nachvollziehbar.

    Das mit den zwei Rüden und der Hündin xD finde ich auch eher Quatsch, aber vielleicht wollte sie euch das damit nur verdeutlichen.


    Schwierig ist, dass der Hund wahrscheinlich vorher mit den Kindern nie wirklich Ruhe gehabt hat. Wahrscheinlich häufiger aus dem Schlaf gerissen wurde. Das hinterlässt Spuren beim Junghund. Wichtig ist, dass ihr ihm Zeit gebt. Vieles, wie z.B. andere Hunde berammeln kann darin begründet sein. Ihr habt jetzt die Aufgabe ihm klare Regeln und Strukturen zu geben. Wenn er rammelt, kommt er an die Leine. Wenn er beißt in die Box. Bringt ihm Platz und Bleib bei um ihm auch da einen Rahmen und Ruhe im Haus zu geben und reduziert die Zeit in der ihr mit ihm aktiv seid.

    Die meisten Jagdhundrassen sind selektiert und zeigen nur Teile der Verhaltenskette, die komplette Kette Orientieren – Fixieren – Beschleichen – Hetzen – Packen – Töten – Fressen führen tatsächlich nur relativ wenige Rassen aus. Ich finde schon, daß das für die Art und Wichtigkeit des Jagens einen erheblichen Unterschied mach, deshalb auch meine Anmerkung im Eingangspost, daß das mit einem Golden Retriever oder Schäferhund nicht vergleichbar ist (diese zeigen eben auch nur Teile der Verhaltenskette).

    Ich habe jetzt überlegt und fast alle Jagdhunderassen die ich kenne, inklusive meinem Retriever, bedienen sich der kompletten Kette. Ok es gibt einige Retriever die nicht töten und wenig Wildschärfe haben, aber die jagdlich geführten Hunde die ich kenne sind da anders drauf. Fressen fällt halt weg, weil der Mensch da ist und die Beute abnimmt.

    Der Unterschied zwischen Haus und Wald ist einfach, dass das Haus einem gehört, der Wald nicht. Und wen juckt die Maus im Wald? Höchstens den Förster. Im eigenen Garten oder auch im Haus können dadurch aber schon Schäden entstehen. Es hat also einen gewissen Vorteil die Maus im Haus zu killen. Im Wald habe ich dadurch keinen persönlichen Vorteil und dadurch auch meiner Meinung nach keine Berechtigung meinen Hund für Spaß drauf zu hetzen.

    Das wird auch bei Katzen nicht ausschließlich billigend in Kauf genommen. Nicht umsonst dürfen sie in vielen Bundesländern (evtl. in allen) ab einem gewissen Abstand zu bewohnten Gebieten aus Jagdschutzgründen geschossen werden. Je nach Jäger, Schäden und Anzahl wird das natürlich unterschiedlich gehandhabt.

    Das schöne am Hund ist ja, dass man seine Bedürfnisse ziemlich einfach umlenken kann. Leo darf mit auf die Jagd, aber wenn keine Jagdzeit ist, muss er auch damit klar kommen jetzt nicht zu jagen. Dafür wird er mit Dummytraining ausgelastet und findet das ziemlich gut. Katzen sind da im Normalfall nicht so einfach zu erziehen und Freigänger sind natürlich selten unter Aufsicht draußen. So ganz vergleichen kann man das meiner Meinung nach nicht.

    Z.B. steht Leo im Alltag immer wieder Fasanen vor. Deiner Meinung nach sollte ich ihn die jagen lassen? Sind keine Mäuse, aber Katzen fangen ja auch Küken und Vögel...

    richtig! Ich hab mir die Pflanze nie so genau angeschaut, aber ich finde die Blüten echt witzig :D

    Die kartoffel kommt ursprünglich aus Südamerika. Sie ist ein nachtschattengewächs und nur die Knolle ist essbar. Z.b als pommes, kartoffelpuffer, Kartoffelbrei, Kartoffelsuppe, Bratkartoffeln, ofenkartoffeln, Chips, kartoffelauflauf, Kartoffelgratin, Kartoffelsalat, Pellkartoffeln usw. ?

    Freut mich, dass es schon besser läuft.

    Einfach immer wieder klar machen, dass es nur ein Hund ist. Soll nichts negatives heißen, aber man muss keine Doktorarbeit über so ein kleines Tier geschrieben haben um es erziehen zu können :D

    Ansonsten achte darauf, dass du nicht nur nein sagst, sondern auch und am besten bevor er was falsch macht, was er tun soll.

    Ich würde beim Blätter futtern oder wenn es was anderes ungefährliches ist, nichts dazu sagen. Ein Leckerli soll er ja wirklich fressen. Blätter oder Stöcke oder Gras usw. sollte er lieber nicht zu viel fressen. Wenn er das "okay" mit fressen verbunden hat, könnte er denken "ah das ist "okay" also fresse ich es".

    Wenn du Dummyarbeit machen willst, dann würde ich das Tragen von Dingen stark fördern. Also wenn er etwas aufnimmt ihn loben, rückwärts gehen, so dass er auf dich zu kommt und mit einem Leckerli o.Ä. belohnen. Aber ihr werdet dann mit der Züchterin sicherlich die Basics lernen. Hier gibts auch ne Dummy-Gruppe falls dich das interessiert.

    Ich bin übrigens auch im sozialen Bereich und hab nen Retriever der mich mit in die Arbeit begleitet und mache mit ihm Dummytraining :D Also falls du da Fragen hast, gern!

    Ich habe seit gestern mal alles nachgelesen. Was mir durchgehend auffällt, dass du dir übertrieben viele Gedanken machst und dabei wenig auf dein Bauchgefühl hörst. Hör auf deinen Hund perfekt und fehlerfrei erziehen zu wollen. Natürlich wirst du Fehler machen wie jeder! Der Hund wird es trotzdem überleben. Das sind sehr anpassungsfähige kleine Kerlchen. Leider erlebe ich viele Menschen die mit ihren Hunden oder auch ihren Kindern so geduldig sind, dass sie sich beißen oder schlagen lassen. Mach nicht so viel aufhebens um gewisse Sachen, sondern hör auf dein Bauchgefühl und beziehe dabei auch deinen Partner mit ein. Der hat auch sofort festgestellt, dass das kein tolerierbares Verhalten ist, aber leider nicht sinnvoll darauf reagiert. Trotzdem hat er dir das ehrlich gesagt, dass er sich in dem Moment nicht anders zu helfen wusste. Überlegt wie ihr das händeln könnt und zwar so, dass das Verhalten möglichst schnell kein Thema mehr ist und wenn es ein in die Box stecken ist. Man muss sich doch nicht malträtieren lassen, nur damit der Welpe bloß nichts negativ verknüpft.

    Du solltest außerdem aufpassen, dass du dir von dem Züchter und auch von den Haltern der Wurfgeschwistern keinen Druck machen lässt. Wenn du so perfektionistisch bist wie du sagst, ist die Gefahr da groß und bringt nur noch mehr Frust. Locker bleiben!

    Das mit dem Blätter fressen ist mir außerdem aufgefallen. Das kann eine Form von Stressabbau sein, sieht man häufig oder wie flyingpaws gesagt hat, hat er evtl. einen Mangel oder ein Problem mit seiner Magensäure. In beiden Fällen wäre es aber nicht tragisch, wenn er mal ein paar Blätter futtert. Natürlich nicht ewig viele. Was ich sagen möchte: draußen etwas mit seinem Maul zu erkunden ist völlig normal und ich würde das auch in gewissem Rahmen zulassen. Du kannst ihm zum Stressabbau natürlich auch was zum Kauen hinlegen, was eher langweilig ist. Z.b. so einen Gummiknochen. Wenn du ständig zu allem "nein" sagst, erzeugst du weiteren Stress bei deinem Hund und auch bei dir.

    Willst du mit ihm mal Dummytraining machen?

    Warum streichelst du ihn dabei? Er hat ja was sehr respektloses gemacht, dafür gäbe es von meiner Seite her keine Belohnung. Das es respektlos ist, weiß er natürlich nicht. Er ist ein Welpe, er probiert aus. Alles was du ihm jetzt erfolgreich abgewöhnst, musst du später nicht mehr thematisieren. Und wenn du dir keinen Welpen vorstellst, sondern einen 12 Monate alten, pubertären, 30kg schweren Rüden, der versucht dir ins Gesicht oder die Haare zu beißen, dann sieht die Sache doch ganz anders aus, oder? Ich möchte das Verhalten deines Welpen nicht überdramatisieren. Es ist ein normales Verhalten. Aber auch eins, was man ihm jetzt (!) zügig abgewöhnen sollte.

    Während du ihn festhältst, kann er sich ja schon mal nicht verletzen. Da ist es an dir durchzuhalten und konsequent zu bleiben.

    Wenn er zu wild ist, würde ich ihn auch mal in seinen Kennel bringen, was zum Kauen geben und die Tür zu machen.

    Und wie gesagt dringend darauf achten, dass er genug schläft.

    Auch wenn du das nicht willst, manchen Hunden muss man ihre Grenzen deutlicher erklären. Das hat nichts mit Gewalt zu tun, sondern damit Grenzen zu setzen, die dem Hund Halt und Struktur geben. Ich finde festhalten da z.B. eine ganz gute Möglichkeit. Sobald er seine Zähne einsetzt, würde ich ihn halten am Boden und warten bis er ruhig wird. Dann wieder los lassen. Erwartungsgemäß wird er weiter machen, also das gleiche Spiel von vorn, bis er es akzeptiert. Wichtig ist dabei, dass man nicht böse wird, sondern das in aller Ruhe macht.

    Schläft dein Hund ausreichend? Was schwierig ist, wenn er häufig aus dem Schlaf geweckt wird.

    Mit der Gruppenstunde würde ich mir an deiner Stelle noch Zeit lassen, außer es ist eine richtig gute. Gut heißt kein wildes Spiel unter den Hunden, sondern kontrolliertes Spiel mit Pausen, kein "die machen das unter sich aus", kein Kaffeekränzchen während die Hunde sich lustig mobben usw.