Beiträge von AnjaNeleTeam

    Aggressionen sind so natürlich wie das Atmen. Meiner Meinung nach hat jeder Hund das Potenzial aggressiv zu sein, aber nur wenige zeigen es. Das kann natürlich die von dir aufgeführten Gründe haben.
    Welche Ursache dann behoben werden muss, muss man dann halt rausfinden. Die Aggression ist ja nur das Symptom.
    Was das jetzt aber damit zu tun hat, sich aus dem Training rauszureden verstehe ich nicht ganz?
    Nur weil ein Hund aggressiv ist, kann man doch mit ihm trainieren.

    Also ich denke, dass ein Hund der zu Aggressionen gegenüber Artgenossen neigt, auch eher mal aggressiv gegenüber Menschen werden kann, einfach weil es in seinem (evtl. täglichen) Verhaltensrepertoire vorkommt und die Hemmschwelle geringer wird je öfter der Hund das ausübt. Und da ist es egal ob nur gegenüber Hunden.
    Janosch hätte mich zum Beispiel nie gebissen, wäre er nicht aggressiv gegenüber anderen Hunden.
    Oder wie oft passiert es, dass Menschen gebissen werden, weil sie sich in Hundekämpfe einmischen?
    Wenn der Hund mal in Rage ist, unterscheidet er mMn nicht zuverlässig zwischen Mensch und Hund. Von dem her finde ich es gar nicht so an den Haaren herbeigezogen.

    Also ich war letztens knapp davor meinen Hund felltechnisch zu verstümmeln. Die Schneebömmel waren schrecklich.

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    Das war noch nicht mal am schlimmsten, da ging noch mehr. Er konnte kaum laufen und wenn man versucht hat die Schneebälle abzumachen, dann hat man Haare mit ausgerissen.
    Mähnenspray hat auch nur kurzzeitig geholfen und nachdem ich dann das mit den Silikonen gelesen habe, verwende ichs auch nicht mehr. Außerdem eh quatsch wenn ich ihn danach mit Shampoo baden muss.
    Fett müsste ich wahrscheinlich ne ganze handvoll nehmen, damit es hilft. Ich war kurz davor alles abzuschneiden, aber dann taute der Schnee.

    Diese doofe Fellsache ist echt ein Grund, warum mir so ein Hund nicht nochmal einziehen wird. Scheren soll man nicht, ständig baden ist aber auch nicht gut. Immer am Hund schnibbeln nervt, mich zumindest.
    Einen Pudel würde ich im Winter auch kurz scheren. Wir haben ja kaum Hunde die sich am Tag länger als 3h draußen aufhalten.

    Danke für deinen Beitrag!
    Hat das dann auch alles so funktioniert? Also nimmt er den Rückzug auch inzwischen an? Gab es irgendwo Schwierigkeiten und wie hast du die wieder rausgebügelt?
    Dass er teilweise zu wild ist, hast du schon geschrieben, wie händelst du das dann?

    Hab dir auch ne PN geschickt.

    Ich freu mich, dass es noch jemand spannend findet und nicht alle genervt von meiner Schwankerei sind :lol:

    Gestern die Messe hat echt irgendwie geholfen. Diese ganzen Rassen nochmal vor mir zu sehen und zu wissen "die sind es nicht" :hust:
    Airedale waren da, Pudel, Islandhunde, Spitze, Eurasier, Elos usw. aber begeistert war ich nicht, eher interessiert.

    Ich denke ich werde aus der Gruppe Jagdhund, Schäfer- und Hütehunde auswählen. Am ehesten in Frage kommen da jetzt der Groenendael und der Golden Retriever aus Arbeitslinie. Beim Gröni würde es eine Hündin werden, beim Golden Rüde oder Hündin.

    Nachdem ich jetzt für mich einigermaßen Klarheit geschaffen habe, bin ich nun am überlegen wie ich tatsächlich den Alltag für einen potenziellen Therapiehund gestalten kann. Damit der Welpe nicht gleich am Anfang versaut wird.
    Vielleicht mach ich dafür einen Extra-Thread auf :smile:

    Wenn der Hund mich nur in die Arbeit begleiten sollte, dann würde ich dir zustimmen Sara, aber er soll ja auch, wenn geeignet, positiv auf die Jugendlichen wirken. Ein Hund der eher phlegmatisch ist und alles über sich ergehen lässt, sehe ich gerade für Jugendliche nicht als sinnvoll. Die provozieren und testen und brauchen dann auch mal ne Rückmeldung. Womit ich nicht beißen meine.
    Also die folgenden Gründe sprechen für mich eher gegen die von dir aufgelisteten Hunde und sind aufsteigend in ihrer Wichtigkeit:

    Spitze und die ganz plüschigen gefallen mir vom optischen her nicht besonders gut.

    Ich denke, dass ein Hofhund bei einem hofähnlichen Arbeitsplatz eher unpraktisch ist, weil er das als "seins" sehen könnte und dann eben wacht und evtl. Besucher verbellt.

    Die Erziehbarkeit ist bei solchen Hunden meist schwieriger, weil sie eben unabhängiger ist. Ich bin aber inzwischen der Meinung, dass ich bessere Chancen habe bei einem Hund der sich gut erziehen lässt. Ihm kann ich vielleicht eher ein gutes Verhalten in meiner Arbeit beibringen und was ich von ihm erwarte.
    Andererseits bin ich dann natürlich in der Verpflichtung und kann nicht erwarten, dass mein Hund sehr selbstständig handeln wird. Wichtig wäre aber, dass er z.B. akzeptiert wenn er nicht dabei sein darf und auch ohne mich genug Ruhe bewahren kann um einen erhöhten Lärmpegel auszuhalten.


    Je länger ich überlege, desto eher komm ich zum Entschluss einen Hund vorrangig danach auszusuchen, dass er mir zusagt. Es gibt von allen möglichen Rassen Vertreter die als Therapiehund arbeiten und vor allem kommt es auf die einzelne Hundepersönlichkeit drauf an. Und wenn er eben nicht geeignet ist, dann möchte ich zumindest außerhalb der Arbeit Spaß mit meinem Hund haben.
    Einen Terriersturkopf der halbwegs selbstständig ist hab ich schon, jetzt wäre vielleicht wieder ein gut erziehbarer, aber nervenstarker Hund angebracht.

    Splash war wirklich umwerfend :D So ein süßer Kerl!

    Am liebsten würde ich heute nochmal hin. Ich liebe Ausstellungen, die ganzen Rassen und unterschiedlichen Hunde, einfach toll!


    Achja, ein Kind fragte wie man eigentlich Ringrichter wird? Wisst ihr das?


    Von mir auch ein paar wenige Fotos.

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    Mein Janosch ist auch aus dem Ausland und wir haben recht viel durch.

    Die ganze Geschichte ist etwas zu lang. Kurz, er hat mich gebissen, hat alles gejagt was sich schneller bewegt hat, hat unheimliche Leute gestellt und verbellt, war unverträglich mit anderen Hunden. Dazu seine Ängste vor Treppen, Brücken und fahrbaren Dingen, wobei Skateboards und Bobbycar nicht dazugehören :roll:
    Sein Vertrauen in mich konnte ich nach und nach festigen, nachdem ich aufgehört hab auf Hundetrainer zu hören. Und durch die Konfrontation mit allem und jedem, immer wieder, ist er inzwischen ein recht guter Begleiter geworden der sehr gut hört. Er war ist Bürohund, Reitbegleithund, Therapiehund (ohne Ausbildung), Mantrailer (nicht mehr), Schaf- und Gänsetreiber und Kumpel.

    Es ist Wahnsinn wie sehr er sich inzwischen verändert hat. Er ist nun 4 Jahre bei mir. Den ersten wirklich positiven Schritt gab es mit einem Jahr, da haben wir uns so langsam zusammen gerauft, aber auch jetzt noch macht er große Veränderungen durch. Wo er früher nicht zugegeben hat (anders kann mans echt nicht umschreiben), dass er Schiss hat und Hilfe braucht, macht er es jetzt extrem. Er ist nun gerne brav und an Mitarbeit interessiert und nicht mehr zu cool dafür.
    Trotzdem ist es so, dass seine früheren Probleme nicht weg sind auch wenn sie kaum noch auftreten. Immer wieder kommt was durch. Immer wieder merkt man sein Grundmisstrauen Menschen gegenüber. Er hat einfach schlechtes erlebt und das merkt man ihm an.


    Das Problem was ich beim Auslandstierschutz sehe, ist, dass man zu oft Überraschungspakete bekommt. Da werden Pointer-Mix-Welpen als Problemlose Familienhunde beschrieben, oder Straßenhunde die Jahre selbstständig waren als lieb und nett. Da wird vermenschlicht ("die sind ja so dankbar") und beschönigt. Man muss sich einfach klar sein, dass ein Hund mit ungewisser oder schlechter Vorgeschichte massive Probleme in unserer Umgebung machen kann und das nicht so einfach weg zu trainieren ist.
    Ebenso ist die Entwicklung die dieser Hund noch durchläuft nicht vorherzusehen. In der Pflegestelle oder im Tierheim kann noch alles ganz problemlos gewesen sein, aber wenn der Hund mal merkt, dass er nun dauerhaft wohin gehört und nun eine Familie hat, können Schwierigkeiten auftreten. Z.B. der Hund will nicht alleine bleiben, der Hund beschützt seine Familie, der Hund ist territorial-aggressiv.


    Da mein nächster Hund einen bestimmten Zweck erfüllen soll, werde ich nicht bei den Auslandshunden suchen. Wenn ich die Voraussetzungen mal wieder habe, kann aber jederzeit wieder so ein Spinner wie Janosch einziehen. Man wächst halt doch mit seinen Aufgaben und das durchlebte schweißt zusammen.