Ich bin überzeugt davon, dass man als Mensch, wenn man ein gewisses Talent dafür hat, sehr wohl Ausdrucksverhalten des Hundes so nachahmen kann, dass es vom Hund auch verstanden wird.
Natürlich nicht mit allen Nuancen, aber Körperhaltung und Stimmlage, sowie die Geräusche die wir machen, können durchaus vom Hund interpretiert werden. Ich glaube auch, dass es auf diesem Weg bei manchen Hunden einfacher ist etwas begreiflich zu machen als mit Leckerlie und Stimme. Z.B. bei Hunden die es nicht gewohnt sind mit Menschen zusammen zu arbeiten.
Ich hab schon ganz früh damit angefangen (ca. 10 Jahre) auszutesten wie man sich hündisch verhält und wie das beim Hund ankommt. Natürlich hab ich da viel Schmarrn gebaut, aber es hat doch funktioniert. Z.B. sich ducken und "lauern" als Aufforderung zum Spiel, knurren, wimmern, starren/fixieren.
Inzwischen setze ich manches ganz automatisch ein.
Als Janosch zu mir kam, konnte er noch gar nix. Nicht seinen Namen, nicht sitz o.Ä. Er bettelte während ich gegessen habe, das hat mich genervt. Weil ich essen wollte und nicht (in dem Moment) großartig trainieren, hab ich ihn fixiert, Luft ausgeatmet und dann ganz leise geknurrt. Er hat sofort weggeschaut und beschwichtigt, ich hab den Druck weggenommen. Das hab ich 2x gemacht und das Thema war gegessen.
Ich bin jetzt kein Befürworter dafür ständig zu knurren oder einen auf Hund zu machen, aber in manchen Situationen kann es doch hilfreich sein, wenn man es denn einigermaßen kann. Finds ganz furchtbar wenn Leute versuchen zu knurren und dann "rrrrrrrr" machen 
Der Hund kann einen verstehen, weil er nicht doof ist. Die merken, dass wir irgendwie mit ihnen kommunizieren und da sie die Hundesprache kennen, können sie es auch interpretieren.
Ist ja wie wenn einer herkommt, kein Wort Deutsch kann, und "Bahnhof" sagt. Dann wissen wir auch ziemlich sicher, dass er zum Bahnhof möchte.