Beiträge von AnjaNeleTeam

    Der Unterschied ist eigentlich ganz leicht zu erklären. Die Leine setzen wir ein um den Hund zu begrenzen, die Schlepp wird benutzt um einen Freilauf zu simulieren, aber trotzdem noch die Sicherheit zu haben. Man könnte auch vergleichen Leine vs. Freilauf. Janosch zum Beispiel pöbelt an der Leine, im Freilauf geht er in ähnlicher Situation viel toller Fuß und pöbelt nicht.
    Hunde wissen halt den Unterschied und Leine bedeutet immer weniger Handlungsspielraum, mehr Anspannung und das von Welpenbeinen an.
    Dazu kommt, dass wir als Menschen an der Leine öfter inkonsequent sind, weil der Hund ja nicht weit weg kann und wir ihn notfalls zurückziehen können. Ist bei der Schlepp zwar auch der Fall, aber eben nicht Sinn und Zweck der Sache. Ich schätze bei einer Flexi wäre der Effekt nicht ganz so gut.

    Die kurze Leine finde ich nicht verzichtbar. Erstens gilt eine Schlepp in Anleinpflicht-Gebieten nicht als angeleint, zweitens wäre es mir zu unhandlich damit durch die Stadt zu gehen. Allerdings zeigt dein Beispiel, dass man die Leine möglichst gar nicht einsetzen sollte. Würde man trotz Leine den Hund behandeln als wäre er im Freilauf, gäbe es dieses Problem wie du es beschreibst wohl nicht.

    Mit Nele habe ich gar keine Leine mehr benutzt, weil sie im Freilauf, aber genauso an der Leine einfach nur super gehört hat, auch in Ausnahmesituationen. Trotzdem geht es ganz ohne kurze Leine nicht.

    Du musst dich aber trotzdem drauf einstellen, dass alte Probleme mit einem Zweithund wieder auftreten werden. Das passiert ganz automatisch und dann muss man wieder mit der Erziehung von vorn anfangen, allerdings geht der Weg wieder zu einem positiven Trainingsstand meist schneller.

    Ansonsten sind Hunde sehr soziale Tiere, die in der Regel auch anpassungsfähig sind. Deswegen halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass Hunde sehr unter einem Zweithund leiden, vorausgesetzt natürlich, man wählt sorgfältig aus und passt dann zuhause auf, dass keiner zu kurz kommt.
    Meinen Hund habe ich nicht vor die Wahl gestellt, weil für mich klar war, dass ich keine 10 Jahre mit "nur" einem Hund leben möchte. Aber eine passende Wahl zu treffen war ich ihm natürlich schuldig.

    Evtl. wäre es für euch was erstmal einen Pflegehund aufzunehmen? Da merkst du dann wahrscheinlich ganz schnell ob es deiner Hündin gut tut oder nicht und wenn es gar nicht passt, kannst du jemand anderen für ihn suchen.

    Wie stellst du dir denn den passenden Hund vor für deine Hündin? Alt oder jung? Rüde oder Hündin? Welche Rasse würde auch dir gefallen?

    Ich hab hier einen Hund, der als Einzelhund angepriesen wurde. Als einer der gerne Prinz sein möchte und der Einzige auf der Couch. Frecherweise habe ich ihn einfach zu meiner damals schon 13jährigen Hündin dazu geholt.
    Es stellte sich heraus, dass er wirklich gerne Prinz ist, aber auch gern Zweithund.
    Wichtig ist einfach, dass man möglichst genau schaut, welche Art Hund zu dem eigenen passen könnte und das ist echt nicht so einfach. Vor allem wenn man, wie du es beschreibst, einen ausgleichenden Hund sucht. Also einen der nicht ähnlich ist, aber sich trotzdem noch versteht mit dem Ersthund.
    Nachdem meine Hündin gestorben ist, hat man gemerkt, dass Janosch was fehlte, also ging die Suche nach einem Zweithund los.

    Einen erwachsenen Hund zu finden, der mir gefällt und zu Janosch passt, war sehr schwierig, weil die meisten Abgabehunde einfach vorbelastet sind und das mit Janosch nur bedingt gegangen wäre. Deshalb kam mir die Idee einen Welpen zu nehmen, auch wenn ich das eigentlich nicht wollte.
    Noch skeptisch ging ich zur Züchterin, aber die Welpen waren genauso wie die Rassebeschreibung und schon mit 10 Wochen ruhig, selbstbewusst und unerschrocken. Genau richtig also! Eine Nacht drüber geschlafen und dann einen mitgenommen. Jetzt, 3 Monate später, bereue ich es nicht. Für Janosch war das super. Er hat gemerkt, dass der Welpe auf ihn "hört" und es doch ganz schön ist einen Spielkumpel an seiner Seite zu haben.

    Gefahr bei einem Welpen ist allerdings, dass Anlagen das eine sind, aber die Erfahrungen die er macht, das auch in einem gewissen Maße ändern können. Also wenn du einen ruhigen Welpen hast, der ständig mit einem unruhigen Ersthund zusammen ist, dann ist die Gefahr groß, dass Welpe unruhiger wird und nicht der Ersthund ruhiger. Da ist viel Management und Training gefragt, sonst hat man später 2 Hunde mit den gleichen Baustellen.

    Erwachsene Hunde sind bei sowas weniger formbar, was dann helfen kann. Allerdings muss man vorher gut schaun ob der potentielle Zweithund wirklich die Eigenschaften mitbringt die man sich erhofft. Hier kann ein Hundetrainer behilflich sein. Viele bieten an bei der Hundeauswahl zu helfen.

    Hätte ich Geld ohne Ende würde ich wohl zu einem Nassfutter im Glas greifen. Aber nur, wenn die die Gläser auch wieder zurücknehmen. Meist ist das auch Futter mit Fleisch aus artgerechter Haltung und regional. Das wäre mir auch wichtiger als Bio.
    Bsp:http://www.google.de/imgres?imgurl=…ved=0CCkQrQMwAg
    Allerdings hat das mir zu viel Fleisch, das muss gar nicht sein.
    An Trofu würde ich wohl das von Terra Canis mal ausprobieren.

    Aber Barfen, bzw. Kochen ist wohl nach wie vor das Beste was ich mir vorstellen kann. Dazu wäre aber ein bissl Kohle nicht schlecht. Eine schöne Gefriertruhe würde ich mir davon kaufen. Messer, viele Tupperdosen, usw.

    Ok, stell ich mir teils recht schwierig vor.
    Fahrtwind ist wahrscheinlich auch nicht so gut, oder? Würde ja kühlen, weil Pferde schwitzen, aber dann bekommen sie Zug ab :???:

    Ich hab nämlich letztens auf der Autobahn ein Wohnmobil mit Pferdeanhänger gesehen und dachte mir erst "wie cool ist das denn??". Mit Pferd irgendwohin fahren, campen, Strandausritte :D Aber dann eben ob es nicht viel zu warm da hinten wird.

    Trotz Urlaub habe ich es noch nicht zum TA geschafft, aber es haben sich folgende Entwicklungen ergeben:

    Dass Janosch nachmittags nicht mehr in der Arbeit ist, sondern zuhause bleibt, scheint ihm gut zu tun. Er war abends, wenn ich mit Leo nach Hause kam, zwar sehr aufgeregt, aber insgesamt viel ruhiger.
    Letzte Woche im Urlaub waren wir viel an verschiedenen, teils unbekannten Orten, das hat er auch gut gemeistert. Er neigte zwar zum Pöbeln, aber nicht immer und kam dann bald wieder runter.
    Am meisten gefreut hat mich aber, dass er Gewitter wieder relaxter sieht. Heute Morgen hat er dann sogar Schutz bei mir gesucht, als es geblitzt und gedonnert hat, sonst ist er sofort ins Bad geflüchtet (kein Fenster, mittig gelegen, dunkel). Sogar raus gehen konnte ich mit ihm, ohne dass er panisch wurde. Zu dem Zeitpunkt als ich den Thread gestartet habe, musste ich ihn ja tragen obwohl es nur geblitzt/geleuchtet hat.

    Er ist wirklich recht ruhig, das fällt auch anderen auf. Ich finds gut, hoffe allerdings, dass er nicht schon wieder Richtung "depressiv" geht. Er muss durch Leo schon recht viel Aufmerksamkeit einbüßen... Sogar Körperkontakt konnte ich die letzten Tage nicht viel geben, weil ich allein bei der Vorstellung von den ganzen Pollen im Fell keine Luft mehr bekam (hab sehr stark Heuschnupfen).

    Naja, ich werde weiter beobachten wie es so läuft. Bisher bin ich ganz zufrieden und da der Urlaub rum ist, bekommt Janosch wieder seine Einzelzeit.

    Achja, zum Hundeführerschein bin ich jetzt eine zeitlang nicht, weil die Trainerin Urlaub hatte und ich nicht zu der Ersatztrainerin wollte. Am Samstag gehe ich wieder und werde dann sehen, ob es auch da einen Unterschied gibt.

    Knapp daneben :lol:


    Inzwischen werde ich am häufigsten drauf angesprochen, dass Leo doch aussieht wie ein Schaf. Da er sich teilweise auch so benimmt, haben wir (in der Familie) beschlossen, dass er eindeutig eine Kreuzung aus Schaf und Hund ist und deshalb ein Schund :D

    Als heute wieder ein Schaf-Kommentar kam, konnte ich gleich antworten "ja das ist ein Schund! Eine Mischung aus Schaf und Hund"