Beiträge von AnjaNeleTeam

    Bei der Box oder beim hinlegen muss er irgendwann ruhiger werden. Geht gar nicht anders. Und gerade bei der Box: er dreht auf, du schickst in die Box, er tobt, wird irgendwann ruhig, dann kannst du ihm die Box wieder auf machen. Legt er wieder los das gleich von vorn. Du musst halt den längeren Atem als der Hund haben. Aber gerade Welpen drehen zwar schnell hoch, aber können dann genauso schnell wie tot umfallen und schlafen.
    Was ist denn da dein Problem ihn in die Box zu packen? Bringst du es nicht über dich ihn einzusperren?

    Ich bin jetzt mal ehrlich. Wenn mir der Welpe im Hosenbein hängt, dann warte ich nicht bis er keine Lust mehr hat oder laber ihn mit "aus" und "nein" zu. Da gibts einen kurzen Pieks in die Seite und wenn das nicht reicht, dann leg ich ihn auch mal auf die Seite bis er etwas ruhiger ist und für die Zukunft schaue ich wie ich im Vorfeld solche Situationen vermeiden kann.

    Bei der Treppensituation wärs relativ easy. Man bleibt auf der Treppe stehen und ignoriert das laute Verhalten. Ist er irgendwann ruhig, geht man hoch, dreht er wieder auf, geht man wieder runter usw.
    Und dann würde ich ihm beibringen wie man richtig Treppen nach unten geht und für die Zukunft unten ein Gitter hin machen.

    In der Hundeerziehung sollte man viel positiv trainieren, aber meiner Meinung nach kommt man nicht drum herum auch mal einen Konflikt auszutragen und Grenzen zu setzen. Auch vom aus dem Zimmer gehen halte ich da nicht viel. Wenn der Hund mich beißt, dann soll er merken, dass das mir weh tut und das muss ich ihm halt sagen.

    Da kann man schon einiges machen, allerdings ist da Geduld gefragt, auch von deinem Freund. Was du so beschreibst hört sich schon mal gut an.
    Folgende Tipps hätte ich für euch:

    - ich würde dem Hund einen relativ engen Rahmen stecken und wenig Entscheidungsfreiheiten lassen. Das wird sie zurzeit noch überfordern und ihr Angst machen. Z.B. kein allzu freies bewegen im Haus. Dich kontrollieren/verfolgen und dann vor Angst weglaufen bringt nix. Bring sie besser auf ihren Platz (bau ihr eine schöne Höhle mit Decken und einer Box), auf dem sie dann auch in Ruhe gelassen wird. Kein anschauen oder ansprechen, möglichst geschützt nicht mitten im Raum.
    7m im Garten finde ich nicht schlecht. Hat sie da auch einen Rückzugsort oder eine geschützte Ecke?
    - Klare und regelmäßige Abläufe und Regeln sind wichtig, also immer um die gleich Uhrzeit Fressen, Gassi, Garten usw. auch die gleichen Strecken gehen. Zeigt sie sich sicher, kann man etwas verändern, aber nur schritt für schritt
    - aktives Training mit deinem Freund würde ich noch nicht machen. Allerdings würde ich ihn immer als Begleiter bei den schönen Dingen mitnehmen. So dass sie merkt, der will nix von ihr, gehört aber dazu und wenn der da ist passiert was tolles.
    Wenn sie sich interessiert zeigt, dann nicht anschaun, nicht auf sie zu gehen, höchstens die Hand zu ihr strecken.
    Später würde ich ihn dann mit einbinden. Z.B. mal die Leine halten lassen, ein besonders leckeres Stück Fleisch geben lassen, Leckerlies verstecken lassen und sie dann zum Suchen schicken usw.
    - die Spaziergänge nicht zu lange machen! Mehr als 20min würde ich nicht gehen und eher 2 als 3 Mal am Tag. Auch wenn sie brav läuft draußen, können sie die Eindrücke überfordern und bei euch zuhause kommt sie dann nicht zur Ruhe.


    Empfehlen kann ich dir sehr diese Hundeschule: http://www.k9unit.de/ von @Buddy-Joy. Wenn das zu weit ist, kennt sie vielleicht auch wen gutes in Bonn.

    Mein Vater hatte eine lammfromme Bernhardiner-Hündin mit der ich die ersten 3 Lebensjahre aufgewachsen bin. Ich wurde zwischen ihre Pfoten gelegt und lag sowieso fast immer bei ihr. Ich bin mir sehr sicher, dass mich das geprägt hat. Heute könnte ich gar nicht mehr ohne Hund.
    Als ich 10 war zog dann Nele ein und wurd mein Seelenhund. Bin mir ziemlich sicher, dass ich so einen Hund nicht nochmal bekomme. Aber so gern ich sie mochte, sie hat mich doch dazu gebracht einen nicht ganz so führerweichen und sensiblen Hund als Nachfolger zu holen.
    Aber rein optisch ist sie mein Idealbild von Hund. Mittelgroß, nicht zu schwer, schwarzes Fell, stehende Ohren - irgendwann zieht bestimmt mal ein Groenendael ein, nur wegen ihr :smile:

    Mein Retrieverbub richtet hier auch immer ne Sauerei an. Schlimm ist es wenn er Durst hat, aber aufgeregt ist und dann bissl trinkt, weggeht/Wasser verteilt, wieder trinkt, Wasser verteilt usw. Der trinkt auch nicht so wie das normale Hunde tun, nein, da steckt die ganze Schnute unter Wasser und dann wird getrunken wie ein Karpfen.
    Ne Lösung hab ich dafür leider auch nicht. Ich leg immer ein Handtuch drunter und der Rest wird weggewischt.

    Gesundheitliche Folgen würde ich jetzt eher nicht so im Vordergrund sehen. Wenn der Hund ausgewachsen ist und es "nur" eine Woche war, sollten da keine bleibenden Schäden sein.
    Psychisch wird ihn das mehr verstören, wie du ja auch schreibst.
    Ich würde ihm nach Möglichkeit etwas Zeit lassen. Nicht gleich mit dem Alleinebleibtraining anfangen, sondern erst ca. 2 Wochen wieder zur Ruhe kommen lassen. Dann ganz langsam wieder anfangen.

    Aber sowas ist schon krass. Man lässt seinen Hund ja meist eh nur ungern zuhause wenn man länger weg ist. Wenn dann auch noch sowas passiert und der Hund dadurch im schlimmsten Fall lebenslang eine "Macke" hat... :( :

    Wie macht man das, dass sie sich nicht schütteln beim aus dem Wasser gehen?
    Einfach zügiges Herkommen sehr verstärken oder auch mit Abbruch arbeiten? Wahrscheinlich eher nicht oder?