Beiträge von AnjaNeleTeam

    Hallo :winken:

    vorab, find ich gut, dass du dir Gedanken machst und was gegen deine Unsicherheit machen möchtest!

    Jetzt zur Situation. Ich finde es geht gar nicht, dass die Leute ihren Hund nicht anleinen. Im Haus sollte er an der Leine laufen, vor allem wenn er sich so aufführt.
    Deine Angst finde ich da nicht ganz unberechtigt. Im Hausflur kann sich der Hund schnell in die Enge getrieben fühlen und dann weil es für ihn bedrohlich ist schnappen.
    Das gilt auch für draußen.
    Ich würde da klare Worte finden und das nochmal ansprechen, dass du glaubst, dass er nicht aggressiv ist, aber du trotzdem Angst hast und sie bittest ihn anzuleinen.
    Zur Not, also wenn sie gar nicht einsichtig sind, würde ich sogar den Vermieter einschalten.

    Tipps zum Umgang mit fremden Hunden:
    - schau den Hund nicht direkt in die Augen wenn er dich anbellt, das könnte er als Bedrohung sehen
    - nicht über den Hund drüber lehnen. Beim Hand hinstrecken lieber seitlich hinstellen
    - kommt der Hund auf dich zu, dann stehen bleiben und atmen :D Wiegesagt nicht anschauen
    - wenn du an ihm vorbeigehst, dann nicht anschauen und in normalem Tempo (nicht hektisch oder zu schnell) vorbei
    - wenn du mutig bist und Hunde magst und die Besitzer auch gut leiden kannst, dann sprich mit ihnen ab ob du dich schön füttern darfst. Also wenn ihr euch trefft, dann gib ihm ein Stück Wurst (wieder beachten, nicht anschaun, nicht drüber beugen, nicht in die Enge treiben, hinhocken hilft evtl.). Du könntest erst auch nur was hin schmeißen, bis er sich näher traut.

    Ich hab ein Problem, vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen.

    Vor einer guten Woche war ich mit Leo das erste Mal zum Dummytraining. Janosch kam mit, aber musste größtenteils im Auto warten.
    Jetzt war es so, dass Janosch sich jedes Mal aufgeführt hat wenn ich mit Leo weggegangen bin. Er hat mich natürlich trotzdem gehört und dann fast die ganze Zeit gebellt.

    Umgekehrt ist es ähnlich. Muss Leo im Auto bleiben und ich geh mit Janosch weg, startet kein Bell-, aber ein Heulkonzert.

    Jetzt habe ich mir gedacht, ok, übst du das halt auch zuhause. Normalerweise hab ich beide beim Üben dabei und einer muss angebunden oder frei auf die Sachen aufpassen, während ich mit dem anderen in Sichtweite rumlaufe.
    Hier war es allerdings genauso doof und beide haben sich aufgeregt.

    Habt ihr Tipps wie ich ihnen beibringen kann ruhig im Auto zu warten obwohl sie mich hören und mitmachen wollen? Einfach weiter üben und hoffen sie gewöhnen sich dran?

    Ich finde nicht, dass man über Strafe streiten kann. Das ist ganz klar definiert.
    Da kommts dann nur noch auf den Hund an.
    Die meisten Hunde lieben ihren Freilauf, deshalb ist es eine Strafe für ihn ihn anzuleinen. Wenn der Hund allerdings die Leine liebt, weil da ists sicher und im Freilauf passieren nur doofe Sachen, dann wärs keine Strafe.

    Wie lang alleinebleiben ist denn "länger"?

    Zwergpinscher brauchen nicht nur mehr Zeit beim sauber werden, sie können auch als geübte und erwachsene Hund einfach nicht so lange einhalten. Die Zwergpinscher einer Freundin konnten anfangs höchsten 4h einhalten. Da sie länger alleinbleiben mussten, gab es eine Hundetoilette auf dem Balkon die zugänglich war. Vielleicht wäre das bei euch auch eine Option?

    Ansonsten wurde einige Tipps schon gegeben. Reinheitserziehung wie beim Welpen, nicht schimpfen wenn doch was passiert und nur begrenzten Raum zur Verfügung stellen. Ein Zimmer reicht.

    Um sicher zu gehen, ob die Hunde sich auch in eurer Abwesenheit gut verstehen würde ich die zwei mal filmen. Bei mir hat der Laptop eine Webcam, darüber geht das ganz gut. Dann wisst ihr zumindest sicher, dass sich die zwei verstehen und in welchen Situationen Maylo reinmacht (gleich nach dem Gehen -> Stress beim alleinebleiben; mittendrin nach "Spiel" mit dem anderen -> Stress mit Ersthund; oder eher zum Ende -> kann einfach nicht so lange aushalten). Ist jetzt natürlich vereinfacht ausgedrückt, aber ich denke das würde was bringen.

    Das "schöne" ist ja, wenn man Hunde überwiegend positiv und leise erzieht, dann ist so ein Brüller viel effektiver :D

    Das sagt sogar unsere nur positiv Hundetrainerin. Sowieso die meisten nur-Positivler die ich kenne und die es gut machen, geben zu, dass sie auch strafen. Das finde ich, im Gegensatz zu den anderen Behauptungen mal ehrlich und realitätsnah. Ich denk es geht einfach drum, dass man positiv trainiert und fair mit dem Hund umgeht, ein Brüller an der richtigen Stelle gehört da mMn auch dazu.

    Es kommt halt auf den Hund drauf an.
    Meiner hatte anfangs panische Angst vorm U-Bahn fahren. Allein in die Unterführung gehen war schon schwierig. Wenn wir beim Gassi in die Nähe kamen, wollte er die Richtung wechseln oder schmiss sich auf den Boden.
    Anfangs hab ich ihn dann einfach geschnappt und getragen, später wurde er mutiger und ich konnte ihn mit viel Geduld dazu bringen selbst zur U-Bahn zu laufen. Wichtig finde ich da nicht zu locken, sondern stehen zu bleiben bis sich der Hund in deine Richtung bewegt (kann laaaange dauern) und das dann zu belohnen.

    Achja, ich würde sie im Auto nur auf der Rückbank lassen + Schutzdecke + Anschnallgurt. Je weniger Platz, desto weniger "rumfliegen", desto sicherer fühlt sich der Hund. Wenn sie nicht sooo groß ist, würde ich eine Plastikbox auf die Rückbank stellen.