Beiträge von AnjaNeleTeam

    Mit einem Welpen musst du das Alleinebleiben erstmal üben. 2 Wochen Urlaub nach Einzug reichen in der Regel nicht ihn dazu zu bringen 6h ruhig durchzuhalten. Ich würde mir da also für die Anfangszeit einen Plan B überlegen, z.B. einen Hundesitter.

    Rassen passen da einige rein.
    Der (Klein-)Pudel zum Beispiel. Sehr agil, sehr menschenbezogen. Ob sie sehr zum Bellen neigen weiß ich nicht, denke aber das ist absolut händel- bzw. erziehbar.
    Australian Shepherd ist evtl. geeignet. Da würde ich sehr bei der Züchterwahl aufpassen, weil es wohl inzwischen sehr unterschiedliche Vertreter gibt.
    Collies neigen zwar zum Bellen (zumindest die die ich kenne), sind aber tolle Hunde die gut passen würden in eure Vorgaben.

    Joah ansonsten eventuell Airedale und Weißer Schäferhund.

    Also ich glaube du machst zu viel mit ihr. Wenn sie so überdreht und hibbelig ist wie du das beschreibst, dann ist es zu viel. Junghunde haben viel Energie, aber Ziel sollte eher sein ihnen Ruhe beizubringen, als sie auszupowern. Das ist meist eh nicht möglich und führt nur dazu, dass das Energie- und Erregungslevel meist sehr hoch ist.

    Wenn dein Hund häufig abhaut, dann nimm sie bitte an die Leine. Es gibt Schleppleinen mit denen du absichern kannst. Wenn sie immer wieder Erfolg hat beim Wegrennen, dann hilft dein Schimpfen auch nix um ihr das abzugewöhnen.

    Um mit den Hunden zu üben würde ich häufiger getrennt gehen, auch wenns mehr Zeitaufwand ist.

    Wo wir gerade bei Leinengeschichten sind:
    Ich schaff es nicht eine gescheite Leinenführigkeit bei meinen Hunden hinzubekommen.
    Bei Janosch habe ich schon einiges versucht, ohne Erfolg. Er ist leinenführig wenn wir bekannte Wege laufen und uns kein Hund über den Weg läuft, ansonsten eigentlich nicht oder nur mit viel Aufwand verbunden.
    Leo ist eigentlich gut leinenführig, aber durch sein Alter teilweise zu stürmisch. Von Janosch lässt er sich anstecken, aber zerrt trotzdem nicht so an der Leine.

    Was ich gerne hätte wären 2 Hunde die an langer und lockerer Leine laufen und ihr Geschäft verrichten ohne mich zum nächsten Baum zu ziehen. Bei Hundebegegnungen nehme ich sie kurz, das ist nicht das Problem.

    Ich habe nun allerdings noch keine gescheite Anleitung dafür gefunden. Bei den meisten müssen die Hunde dann hinter oder neben einem gehen, aber dann können sie sich ja nicht lösen.
    Was habt ihr da für Strategien?

    Zurzeit machen wir stehen bleiben wenn Leo zieht und warten bis sie sich selber zurück nehmen. Geht, aber ist nicht wirklich nachhaltig.

    Also, du schreibst so viel unterschiedliches, das es schwer ist da wo anzusetzen.

    Was ich trotzdem loswerden möchte:
    Stöcke und Steine sind kein geeignetes Spielzeug. Stöcke können ganz fiese Verletzungen im Mund- und Halsbereich machen. Steine sind richtig scheiße für die Zähne. Also spiel mit ihr lieber mit einem Ball oder anderem hundegeeignetem Spielzeug.

    Wenn man Hetzspiele (Balli schmeißen) mit dem Hund macht, dann sollte es kontrolliert sein, sonst förderst du einfach nur einem Bewegungsreiz zu folgen bis man es hat und das ist ja was du gerade nicht möchtest.
    Möglichkeiten zum kontrollierten Ballspiel sind z.B.: Sitz machen lassen, Ball werfen, Hund muss warten bis man lauf sagt und darf dann erst hinterher. Ball verstecken und suchen lassen. Vom geworfenen Ball abrufen bevor der Hund den Ball erreicht. Ball als Belohnung für gutes Verhalten (z.B. wenn sie brav bei Fuß an einem anderen Hund vorbei ist. Dazu muss man das erst ohne Ablenkung üben und dann langsam steigern).

    Eine ganz wichtige Regel ist außerdem: Wenn du dir nicht 100% sicher bist, dass dein Hund ein Kommando befolgen wird oder du es nicht durchsetzen kannst, dann verzichte auf das Kommando! Es bringt nichts deinem Hund hinterher zu schreien, wenn du genau weißt sie wird es ignorieren. Dadurch lernt sie nur "das Kommando hat für mich keine Bedeutung, bzw. kann ich ignorieren". Das Kommando nutzt sich ab.
    Also wenn sie im Freilauf am durchstarten ist, dann geh ihr hinterher und sammle sie ein oder rufe 1, maximal 2x und sammle sie ein. Am besten ist es du kannst deinen Hund absichern. Also Schleppleine dran und wenn sie dein Rufen ignoriert, holst du sie an der Schleppleine zu dir.

    Kommt sie zu dir zurück, dann schimpfe nicht! Man muss sich nicht freuen und loben wenns ewig dauert, aber schimpfen sollte man nie. Das führt nur dazu, dass sie sich noch mehr Zeit lässt, weil sie keinen Bock hat geschimpft zu werden.
    Versuche eher mal sie mega freudig zu rufen wenn sie abhaut und in die andere Richtung weg zu rennen (nur wenn sie das sieht). Kommt sie dir hinterher, gibts eine riesen Party und ein Zerrspiel oder sowas.

    Noch ein Gartentipp: lasst sie nicht allein/unbeaufsichtigt im Garten ;-)

    Mein Terriermix hat Jagdtrieb, aber vor allem über Sicht, das lässt sich händeln und er hat da auch nicht so ne Motivation dahinter. Eher "wenn was kommt, kann man ja hinterher" als "oh wo ist die nächste Spur/ das nächste Wild".

    Border Terrier sollen auch gut händelbar vom Jagdtrieb her sein.

    Das Scheuchen und das Verbale passierte natürlich auch schon vorher. War trotzdem nicht effektiv. Im Gegenteil, er war dadurch so verunsichert, dass er meist noch gespannter und explosiver war.

    Inzwischen ist es schon so, wenn ich ihn rechtzeitig in ein Kommando nehme, dass es dann besser ist. Wird der Reiz dann zu groß (anderer Hund pöbelt, unkastrierter größerer Rüde, zu wenig Abstand) wird trotzdem gepöbelt.

    Das es hinterher nix mehr bringt ist mir auch klar und das man früher ansetzen muss. Ich hab das nur so geschrieben wegen dem Verbieten, weil es sich so anhörte, als passiere das während dem Pöbeln.

    Ja ok, vorab verbal unterbrechen oder auch körpersprachlich, geht wahrscheinlich bei genug Erfahrung und Hunden die das Verhalten nicht gefestigt haben ganz gut.
    Leo hat ja auch mal gedacht er müsste da einsteigen. Ein paar Ermahnungen haben gereicht, dass er das nun nicht mehr macht.

    Janosch explodiert auch bei frühem eingreifen wenn der Reiz zu groß wird, aber der ist halt meiner Meinung nach auch nicht mit einem Hund zu vergleichen, der es einem eigentlich recht machen will.

    "Ich verbiete ihnen schlicht das pöbeln"


    Das interessiert mich jetzt schon genauer.
    Ich hab hier nen Pöbler, an dem ich schon viel ausprobiert habe. Aversives sowie positives, nichts hat wirklich zu 100% geholfen. Einiges hat es höchstes besser zu managen gemacht.

    Dem Verbieten...
    Ich hab den auf den Boden gedrückt bis er ruhig war -> kein Erfolg
    Ich hab ihn gescheucht -> nur kurzfristiger Erfolg
    Verbal zur Sau gemacht -> hat der gar nicht mitbekommen
    Danach zusammengeschissen -> bringt sowieso nix, aber irgendwann platzt einem halt die Hutschnur

    Ich bin dem Aversiven nicht komplett abgeneigt, aber ich frage mich schon, wie ich ihm das "einfach verbieten" sollte. Ich müsste bei ihm wahrscheinlich so heftig werden, dass er hinterher nicht mehr laufen könnte oder keine Ahnung, deswegen erhoffe ich mir da eine Erklärung.

    Deswegen merke ich auch, dass es bei ihm positiv besser geht. Es hat uns zwar auch zu keinem 100% Erfolg gebracht, aber eine deutliche Besserung ist zu sehen (schneller ansprechbar, weniger ernst, längere Zeit bis zum Ausbruch).