Beiträge von AnjaNeleTeam

    Das ist nicht ungewöhnlich, dass sich ein Hund nach kurzer Eingewöhnungszeit ändert und neue Sachen zeigt.
    Vor allem bei der Vorgeschichte eures Hundes könnt ihr noch mit einigem rechnen. Straßenhunde sind einfach selbstständig und lassen sich dann nicht so einfach vom Menschen beeinflussen.

    Bei meinem Terriermix war es ähnlich. Anfangs war er sehr brav zu allen Menschen und Hunden. Ließ sich super abrufen und war einfach lieb. Dann fing er auf einmal an Fahrradfahrer zu jagen, es folgten Jogger oder er stellte einfach gruselige Leute. An der Leine keifte er jeden Hund an und biss mit dabei mehrmals ins Bein. Und zwar schon so, dass ich davon ne Narbe behalten habe. Nach einem halben Jahr nach Einzug hatte das ungefähr seinen Höhepunkt. Ich habe dann 3 Trainer verschleißt bis einer helfen konnte und ab dann wurde es langsam besser.

    Also mein Tipp für euch: nehmt nichts was euer Hund brav macht für selbstverständlich. Erwartet nicht, dass er sich toll verhält und rechnet immer mit dem Schlimmsten. D.h. draußen Schleppleine dran und super Leckerli dabei die sicher nicht ausgespuckt werden. Z.B. gekochte Leber oder Käse oder Wurst. Das Alleine bleiben sollte Schritt für Schritt aufgebaut werden und nichts mehr rumstehen lassen, bzw. den Zugang zur Küche versperren.

    Der Geruch ist ja jetzt ein ganz anderes Thema. Was füttert ihr denn?
    Und das hat erst nach der Umstellung angefangen? Was gab es vorher?

    Sollte es wirklich vergiftet sein, kanns schon zu spät sein, wenn man erste Anzeichen merkt. Wahrscheinlich würde dann nur jetzt sofort Magen auspumpen helfen, allerdings kann da auch schon viel verdaut sein.
    Aujeszky Virus ist sehr unwahrscheinlich bei normalen Schweinefleisch. Das kommt vor allem beim Wildschwein vor. Allerdings hätte dein Hund es aufgenommen und da würde jetzt nichts mehr helfen.
    Ich persönlich würde wohl gar nichts machen außer den Hund beobachten. Sollte er langsam bis zu lethargisch werden und einen schwachen Blutdruck bekommen, dann sofort zum TA. Durchblutung kann man gut am Zahnfleisch testen. Wenn man drauf drückt und dann los lässt, sollte sich das Zahnfleisch sofort wieder normal färben, nicht hell bleiben.

    Wir hatten heute eine tolles Training in der DRC-Gruppe. So langsam wird das was ;-)

    Ich versuch mal möglichst knappt die erste Aufgabe zu beschreiben.
    Wir standen zu dritt in der Line, 1 Dummyball wurde über einen schmalen Fluss mit wenig Strömung geworfen auf die Wiese dahinter.
    Die älteste Hündin durfte zuerst holen, während sie auf dem Rückweg war, wurde der zweite Ball geworfen. Da ist mir Leo doch tatsächlich eingesprungen. Er wollte nicht zum Ball, sondern zu der Hündin - die Hormone :roll: Das war aber gsd der einzige Ausrutscher in die Richtung. Danach durfte er rüber und den Ball holen. Das klappt gut, allerdings hat er sich beim rauskommen geschüttelt, aber den Ball festgehalten. Da werden wir wohl noch üben.

    Dann kam die eigentliche Aufgabe. Zur Erklärungserleichterung mal ein Google Maps Bild

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    Das Grüne waren ausgelegte und beschossene Dummies (das sind dann Half-Blinds, oder?), dann kamen 3 Markierungen an dem unteren roten Flecke und dann 3 Dummybälle zum oberen roten Fleck. Wir standen am schwarzen Kreuz.
    Als erstes musste Leo eines der ausgelegten Dummys holen, was er grandios gemacht hat! Er hat so toll meine Richtungsangabe angenommen und hatte überhaupt keine Tendenz zu den anderen Dummies zu gehen. Als nächstes war eins der unteren Dummies dran. Hier schickte ich ihn mit Apport, weil ich mir sicher war, dass er das auf dem Schirm hat. Nach kurzer Suche fand er und kam zügig zurück.
    Dann der Dummyball hinter dem Fluss. Er hatte echt große Probleme mit dem Finden. Er suchte viel das Ufer ab und ließ sich von mir nur schwer back schicken. Da er sogar den zweiten geworfenen Dummyball nicht fand (er war auf dem Weg und stolperte dann über einen anderen Geruch) wurde ihm noch ein Dummy rüber geworfen. Hier klappte die Abgabe super ohne schütteln.
    Ich war nach der Aufgabe richtig zufrieden mit ihm.


    Nach einer Pause kam er nochmal dran mit einer Tollerhündin zusammen. Das Fuß zum Startpunkt hin war schon wieder ein Krampf. Leo war aufgeregt und kaum in der Lage die Position neben mir zu halten. Da müssen wir definitiv noch mit mehr Ablenkung üben.

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    Endlich angekommen, musste Leo auch sofort ein ausgelegtes beschossenes Dummy (grün) holen. Er nahm wieder meine Richtung super an und war Vollspeed unterwegs und ließ sich von dem schilfigen und sehr nassem Untergrund gar nicht beirren. Zurück gings genauso schnell, er hatte richtig Spaß!
    Danach sollte er die Markierung (rot) holen. Da kam Leo nicht zum Erfolg, weil er sich in dem Schilf festsuchte. Er hat von der Perspektive her nicht gesehen wo genau die Fallstelle war und ging davon aus, dass es im Schilf sein musste. Wir gingen dann mit den Hunden hinter den Schilf/Wasser Streifen, es wurde wieder eine Markierung an die gleiche Stelle geschmissen -> Apport und wieder zurück. Beim nächsten Apport löste er sich nicht gleich, aber mit etwas Hilfe des Helfers aus dem Gebiet auf die offene Wiese.
    Danach kam der ausgelegte Dummy dran. Leo ging schön voran, dann zog es ihn aber hinter dem Schilf zu der vorherigen Markierung -> ich stoppte ihn -> er legte sich hin :roll: so konnte er nicht sehen wo ich ihn hinschicken wollte. Er folgte seinem vorherigen Drang und ging rechts statt links, also rief ich ihn zu mir.
    Nochmal neu. Das Voran wollte er nicht annehmen, weil er wieder rechts hin wollte, also nochmal Abruf und erneut ansetzen. Das klappte dann. Er war kurz nach dem Schilf etwas unsicher, fand dann schnell den Dummy und kam genauso schnell zurück.

    Auch wenn noch nicht alles perfekt läuft, sieht man jedes mal wieder was für Entwicklungssprünge er macht.
    Keine Ahnung ob euch das interessiert in der Genauigkeit, aber ich hab mir Mühe gegeben :D

    Hier ein Teil der Gruppe. Alles Retriever, aber so unterschiedlich (nur ein Chessie hat noch gefehlt)

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    Vieles passiert im Alltag, aber auch den kann man ja im Hinblick auf die Frustrationstoleranz etwas anders aufbauen.

    Hier wars zum Beispiel so, dass ich Leo sehr schnell "bleib" beigebracht habe. Dann hieß es sitzen bleiben vor dem Futternapf bis ich ihn freigebe. Beim Ableinen erst laufen wenn ichs sage. Später dann liegen bleiben während ich was mit Janosch mache oder sonstige Ablenkung statt findet. Dummytraining war hier auch eine super Übung, weil das quasi nur aus Impulskontrolle besteht :D Sitzen bleiben während ein anderer Hund nebenan durchstartet, sitzen bleiben wenn was fliegt, sitzen bleiben wenns knallt usw.

    Also eigentlich kann man immer wenn der Hund was will, die Zeit bis er es bekommt hinauszögern. Anfangs nur kurz, später immer länger und mit gesteigerten Anforderungen. Zum Beispiel nicht nur bleiben während der Futternapf wartet, sondern zwei Schritte Fuß gehen und dann erst freigeben.
    Das muss natürlich dem Hund angepasst sein und entsprechend belohnt werden.

    Man muss halt dran bleiben, dann wird das schon.

    Wichtig find ich dabei wirklich, dass man vor dem unerwünschten Verhalten tätig wird. Also wenn Leo total aufgeregt ist, lass ich ihn oft noch an der Leine, obwohl es das sonst nicht mehr braucht.

    Janosch zeigt mir jedenfalls, dass er sehr dankbar darüber ist das nicht selbst regeln zu müssen.

    Leo hat das auch gern gemacht. Bei dem reichte aber meist ein verbaler Anranzer rechtzeitig, also bevor er schon nervig werden konnte.
    Wenns ganz schlimm war, blieb er erstmal an der Leine während Janosch laufen durfte. Hat ihm nicht gefallen, aber nach ca. 10 Min. ist er etwas runter gekommen, hat geschnüffelt und dann hab ich ihn ganz nebenbei laufen gelassen und nix war mehr.

    Wenn Leo Janosch gegenüber dreist ist, werd ich ziemlich ungemütlich. Obs jetzt ein Bedrängen, in den Nacken stubsen oder sonstwas ist, da bekommt Leo von mir ziemlich Ärger bevor Janosch sich wehren muss. Benimmt er sich höflich gibts von mir auch ein Lob.
    Inzwischen ist das Thema ziemlich durch. In kritischen Situationen reicht dann eine kurze Ermahnung und gut. Dauert halt etwas bis die Jungspunde sich im Griff haben.

    Achja, ich hab übrigens durch das Spiel wieder Lust bekommen in die alten Pokemon Sendungen reinzuschaun. Kindheitserinnerung und so. Und konnte natürlich gleich den Spruch vollenden "Wir wollen über die Erde regieren..."
    Wer noch? :D