Beiträge von AnjaNeleTeam

    Damals habe ich ja tatsächlich jemanden aus dem Forum gefunden, aber jetzt steh ich wieder vor dem gleichen Problem.

    Leo irgendwo unterzubringen ist echt schwierig.
    Viele Hundepensionen oder Sitter nehmen keine unkastrierten Rüden oder haben eine maximal Anzahl die oft schon erreicht ist. Bekannte habe ich noch nicht alle abgeklappert, aber die die am ehesten in Frage kommen schon. Passt aber nicht.

    Ich werde weiter suchen, aber wenn jemand einen ultimativen Tipp für Raum München und Ingolstadt hat, dann immer her damit!

    So habe ich das nicht rausgelesen, aber das kann die TS ja aufklären. Und ob Privathund oder Therapiehund, Hund ist Hund und ist gleich bedenklich. Eine Therapiehundeausbildung lässt den Hund ja nicht keimfrei werden, wenn das die Bedenken der Chefs ist. Und umgekehrt, kann ein Privathund trotzdem alle Impfungen usw. haben, dass kann man ja vereinbaren.

    Aber wenn es schon so viele Hunde auf dem Gelände gibt, dann ist das vielleicht der Grund, weshalb da nun ein Riegel vorgeschoben wird.

    Ich denke das ist zu speziell und wird wohl eher eine Einzelfallentscheidung sein. Die Einsatzmöglichkeiten von Therapiehunden ist noch zu sehr in den Kinderschuhen und kaum etwas ist offiziell geregelt. Das kommt eben auf den jeweiligen Einsatzort an.

    Was ich aber nicht verstehe: es sind schon zwei Hunde vor Ort, aber ein dritter ist schwierig?

    Meiner ist recht ähnlich. Bei sicheren Hunden konnte ich auch recht sicher sein, dass alles ok läuft. Bei unsicheren Hunden hat er gern versucht die zu vertreiben.
    Er wiegt allerdings nur 8,5kg, trotzdem war das für unsichere Hund blöd von einem keifendem Wischmop durch die Gegend gescheucht zu werden.

    Wie du eingangs schriebst, war unsere Lösung auch anleinen und ausweichen wenn ein fremder Hund entgegen kommt. Das hat tatsächlich auch geholfen. Je seltener Janosch das doofe Verhalten zeigen konnte, desto besser wurde es.

    Wir sind wirklich großräumig ausgewichen, trotzdem ließen manche Hundehalter ihre Hunde zu uns laufen. Ich hab dann drum gebeten die Hunde abzurufen, was aber meist keine Wirkung hatte. Je nach Eindruck des anderen Hundes, hab ich dann geblockt, oder Janosch an der Leine locker gelassen, oder bin einfach schnurstracks weiter gelaufen. Das gab uns mit der Zeit Sicherheit und ich wurde auch immer entspannter bei Hundebegegnungen.

    Warnen möchte ich vor der Wasserspritze. Das mag funktionieren, aber die Gefahr einer Fehlverknüpfung ist sehr groß. Es kann gut sein, dass dein Hund den Schreck und das Unangenehme mit dem anderen Hund verbindet. Wenn sie sich deswegen unwohl fühlt bei Begegnungen, wird das Verhalten eher nicht besser sondern schlechter.

    Es gibt einfach Hunde, die nicht dafür geschaffen sind mit jedem anderen Hund klar zu kommen und meiner Meinung nach muss das auch kein Hund.
    Wenn sie Hundekontakte hat mit bekannten Hunden, ist das doch super. Auf doofe Fremdhundbegegnungen kann man verzichten in dem man managed und schon ist alles easy, wenn auch keine schnelle Lösung.

    Wir waren auch am Wasser :D Meinen ersten Dummy verloren :( Aber wenn 12 Dummies ausgelegt werden im Dickicht...
    Leo macht das inzwischen echt gut. Fußarbeit ist auch noch etwas ein Problem, da müssen wir noch üben. Vor allem wenn er nicht zur Markierung soll, sondern zum Half-Blind, dauert es noch länger, bis ich ihn richtig ausrichten kann.
    Zusätzlich zum Wasser waren wir auf einer Wiese mit Geländehindernissen für Pferde. Das war ziemlich super für uns :D
    Im Gebüsch Dummys ausgelegt, erst über die eine Hürde zurück, dann beim zweiten schicken über das nächste Hindernis. Das erste hat Leo toll gemacht, schön gerade hin und zurück. Beim zweiten wusste er nach zwei übersprungenen Hindernissen wohl nicht mehr genau wo die Dummies sind, aber beim zweiten Versuch hat er es geschafft.

    Wichtig bei älteren Hunden ist, dass nicht zu viel Protein gefüttert wird, das aber dafür hochwertig. Auch halte ich persönlich nichts davon Unmengen an Gemüse und Obst zu füttern. Dafür sollte Kohlenhydrate in Form von Pseudogetreide, Kartoffeln o.Ä. gegeben werden. Die Energie daraus ist für einen älteren Hund sehr viel einfacher zu ziehen, als aus Fleisch.

    Wenn du unsicher bist, kann ich dir empfehlen bei http://www.futtermedicus.de nachzufragen. Die können dir einen ausgewogenen Ernährungsplan zusammen stellen mit den Komponenten die du füttern möchtest.

    Wie schon erwähnt, muss der Hund ein gutes Nervenkostüm haben um eure Reisen auch langfristig gut mitmachen zu können.
    Das ist leider bei Hunden die eher schlecht aufgewachsen hat, nicht immer der Fall. Häufig wachsen sie ohne viele Reize auf, oder werden schon früh "falsch" geprägt.

    Ich kann dir da zwei Beispiele aus unserer Familie nennen.
    Meine Mutter hat eine Hündin aus Griechenland bei sich aufgenommen. Sie war ein Welpe von ca. 10 Wochen und trotzdem schon schwierig. Sie hatte Hunger gelitten, deswegen fraß sie alles was auch nur halbwegs was fressbares sein könnte. Nach einer Woche war bereits eine große Untersuchung notwendig, weil die kleine Maus einen Plastikdeckel verschluckt hatte.
    Menschen und fremden Hund gegenüber war sie misstrauisch. Die Stubenreinheit klappt bis heute nicht zu 100% (sie ist jetzt 6 Jahre alt). Trotz viel Erziehung ist sie fernab davon ein Begleithund zu sein. Immer ist Management gefragt. Ändert sich etwas in ihrem Umfeld, reagiert sie sofort gestresst.
    Also obwohl sie noch so klein war, war sie schon so geprägt, dass sie nie und nimmer zu euren Vorstellungen passen würde.

    Dann habe ich noch einen Hund aus Ungarn. Der war allerdings kein Straßenhund, sondern ein Kettenhund. Bei ihm kristallisierte sich heraus, dass er depriviert war/ist. D.h. ohne ausreichend Reize aufgewachsen ist. Ebenso wie die Hündin meiner Mutter, kommt er nur schwer mit Veränderungen klar. Beim letzten Umzug war die Folge, dass er eine Bauchspeicheldrüsenentzündung bekam, weil er einfach furchtbar gestresst war durch die Veränderung.
    Aber durch den Umzug habe ich erst gemerkt, wie untragbar eigentlich die vorherige Wohnsituation in der Stadt für ihn war. Hier treffen wir nun kaum Hunde und wenig andere Menschen und er ist super entspannt.
    Er macht zwar Reisen gut mit, geht auch mit mir auf Ausstellungen, aber ich kann dann damit rechnen, dass er 1. furchtbar aufgeregt ist und die alten Baustellen (an der Leine pöbeln) eher auftreten, 2. Durchfall haben wir und evtl. morgens Erbrechen, 3. einige Tage nach dem Stress braucht um wieder runter zu kommen.
    Auch er hätte ein gravierendes Problem mit eurem Lebensstil. Wahrscheinlich würde er es noch relativ gut mitmachen, aber Freude hätte er daran nicht und gesundheitlich würde man es irgendwann merken.


    Ich würde an eurer Stelle sehr gut überlegen, ob ihr mit einer guten Tat wirklich dem Hund helft. Es gibt Straßenhunde die wirklich extrem anpassungsfähig und lieb sind, aber ich würde eher sagen, dass das die Ausnahme ist. Der Großteil hätte wahrscheinlich mit so einer großen Veränderung und dann einem unbeständigen Leben eher Probleme. Und auch Welpen sind da kein unbeschriebenes Blatt.
    Ich würde auf Nummer sicher gehen wollen, dass der Hund eine gute Welpenstube hatte und eben die Nerven dazu mitbringt auch später häufige Ortswechsel mitzumachen.

    Ihr seid eben auch Hundeanfänger und habt große Ansprüche an euren Hund. Das kann ziemlich nach hinten los gehen.

    Wenn er wirklich mitten im Hormonchaos wäre, würdest du das sicher wissen ;-) Hört sich nach den Anfängen an, deswegen würde ich tippen, dass das Jammern eher andere Ursachen hat.
    Das wird eh der Schlüssel zur Lösung des Problem sein, die Ursache herauszufinden. Auf dem Hundeplatz ist es sich nicht Langeweile, im Büro schon eher (wenn er nicht gerade gesundheitlich angeschlagen ist). Dementsprechend wäre auch meine Vorgehensweise eher unterschiedlich.

    Jammert er aus Langeweile, würde ich ihn ermahnen und ruhiges Verhalten belohnen, aber mit viel Abstand zum Jammern, damit man nicht ausversehen das falsche bestärkt. Außerdem schauen, dass er genug Beschäftigung hatte vor der Ruhephase.
    Jammert er, weil er wahnsinnig aufgeregt ist (z.B. Hundeplatz), würde ich erstmal den Abstand vergrößern, ruhig Übungen machen, Aufmerksamkeit auf dich lenken und sehr viel belohnen wenn er ruhig ist, auch wenns nur kurz ist. Kann er sich einigermaßen beruhigen, dann darf er auch da hin wo er hin will. Funktioniert das nicht, muss man an der Erwartungshaltung arbeiten und das kann auch mal heißen eben keinen Hundekontakt auf dem Hundeplatz für einige Zeit zuzulassen.
    Beachten muss man, dass aufregungsbedingtes Jammern vom Hund oft nicht wirklich wahrgenommen wird, d.h. bestrafen bringt da nicht viel.

    Anfangs hat Janosch das auch komisch gefunden, aber ich hab ihm dann immer die tote Fliege gezeigt und ich glaub irgendwie hat er es mit der Zeit verstanden. Kommt aber wohl auf den Hund an. Weg müssen sie hier jedenfalls sonst beruhigt sich Janosch gar nicht.