Beiträge von AnjaNeleTeam

    Ich finde Empfehlungen wie im Nacken packen und weg ziehen immer recht schwierig. Ich habe Leo als Welpen auch ziemlich deutlich gezeigt, dass ich das nicht möchte, aber würde das anderen nicht empfehlen, weil man das eben auch falsch machen kann. Wenns halbherzig gemacht wird, verschlimmert es vielleicht das Problem, wenns zu hart gemacht wird, führt es evtl. schon in diesem jungen Alter zu einem Vertrauensbruch.

    Übrigens hab ich noch nie einen Hund gesehen, der einen Welpen am Nacken weg zieht, wenn der Welpe zu diesem Hund zu frech geworden ist. Da gibts eher Nackenstöße, weggehen, Verwarnschnappen o.Ä. Aber am Nacken wegziehen?

    Was ich bei so völlig überdrehten Hunden relativ gut finde, ist die Bewegung komplett rausnehmen in dem man den Welpen fest hält, so lange bis er sich beruhigt. Aber auch da ist es wichtig, dass man das ruhig macht, dem Welpen nicht weh tut dabei und das gut dosiert.

    Wie baust du denn deine Übungen auf am Sportplatz? Wirfst du nur und sie soll dann holen oder versteckst du den Futterdummy auch mal für sie nicht sichtbar?

    Was mir so einfallen würde als eventuelle Problemlöser:
    1 Woche keinen Futterdummy mehr und keine tollen Leckerli die es meist nur bei dem Futterdummy gibt; dann damit nicht auf den Sportplatz gehen, sondern in ein bekanntes, ruhiges Gebiet; Übungen etwas anspruchsvoller gestalten, nicht was die Entfernung angeht, sondern den Versteckort. Z.B. auf einem Baumstamm, hinter einem Graben.
    Evtl. mit mehr Action belohnen. Nicht gleich den Futterbeutel öffnen, sondern bspw. nochmal zum Hinterherjagen schmeißen.


    Achja, wie reagierst du bisher wenn sie ihrem Privatvergnügen hinter her geht, statt dem Dummy?

    Ich würde einfach den passenden Zeitpunkt abwarten. Vielleicht eher gegen Ende des Spaziergangs, oder einen Weg hin und zurück gehen, damit er schon bekannt und weniger interessant ist.
    Vielleicht braucht es auch mehr Spannungsaufbau und die Übungen sind zu langweilig?

    Über Zwang (Futter gibts nur noch so) würde ich nicht gehen.

    Janosch hat auch manchmal überhaupt keinen Bock darauf Dummies zu suchen, dann brech ich das Training ab und versuch es wann anders wieder. Man merkt ihm das gut an, wann er daran interessiert ist mit einem zu arbeiten und wann eben nicht. Wichtig ist bei ihm auch, dass das Training abwechslungsreich und nicht zu leicht (aber natürlich auch nicht zu schwer) gestaltet wird. Und die Belohnung muss stimmen :D

    Also so wie Julia es beschreibt, hab ich das auch im Kopf gehabt, bzw. wurde mir das einige Male so erklärt. In unserer privaten Trainingsgruppe machen wir das großteils so, deswegen werde ich wohl dabei bleiben.
    Aber ich werde außerhalb der Gruppe versuchen mehr Blinds zu arbeiten und auch beim Einweisen noch ein paar Aufbauübungen auffrischen und anspruchsvoller gestalten.

    Das Arbeiten mit Memories hat schon sehr viel gebracht wie ich finde. Er wollte mir anfangs nicht gerne ins Voran gehen, das macht er jetzt spitzenmäßig, auch über eine lange Distanz, aber er vertraut da augenscheinlich mehr sich selbst als mir. Deswegen finde ich das mit den Blinds nicht völlig abwegig, muss aber schauen wie ich das sinnvoll ein- und aufbaue.

    Danke jedenfalls für eure Tipps. Ich halte euch auf dem Laufenden bei Interesse.

    Also wegen Fehler 2x machen: ich ging bisher davon aus, dass man erst Memories arbeitet, die immer anspruchsvoller gestaltet, z.B. irgendwann nur noch beschießt und dann eben langsam auf Blinds über geht.
    Gleich Blinds arbeiten und quasi gar keine Memories ist mir neu.

    Das kann sein, dass er noch zu viel Hilfe braucht.

    Erst dann, wenn die funktionieren, würde ich was anderes dazwischenbauen, bei dem aber kein Dummy irgendwo liegt.

    Wie meinst du das? Also kombinierte Aufgaben erst wenns mit den Blinds funktioniert, das hab ich verstanden, aber warum dann ohne Dummy :???:

    Also so wie du das machst, machen wir das auch :) Also ich versuche zumindest da immer dran zu denken, mit dem Hin und Wegdrehen. Auch da kann es aber passieren (gsd sehr selten), dass er richtig fokussiert (da warte ich auch immer relativ lang), 5 Meter richtig geradeaus schießt und dann im 90° Winkel abbiegt. Dann wird er halt abgerufen und neu angesetzt, dann gehts meist.
    Vereinfachen mach ich auch nicht so gern, aber wenns beim zweiten Mal nicht klappt, dann gehe ich teils ein Stück den Weg vor den er gehen soll, dann funktioniert es normalerweise. Mehrmals Voran schicken lässt er sich nicht wenn ich ihn 2+ Mal abbreche und keine neue Hilfe gebe.
    Woran es bei mir wahrscheinlich fehlt, ist, dass ich nicht genau einschätzen kann, was jetzt sicher funktioniert und was nicht und dementsprechend die Übungungen mache. Find das sehr schwer einzuschätzen wann es gut ist eine neue Herausforderung einzubauen oder wann man lieber nochmal einen Schritt zurück geht.

    Gestern hat er zum Beispiel ein relativ schweres Voran über Wasser mega genial gemacht, eine leichtere Markierung dafür überhaupt nicht gut.

    Teilweise je nach Schwierigkeitsgrad und Aufgabenstellung.
    Also wenn zum Beispiel der Abstand größer ist, dann ist der Dummy eher deutlich ausgelegt. Ist er kurz, dann nicht mehr so.

    Wir machen zurzeit sehr viel mit Memories, was größtenteils sehr gut funktioniert. Nur ab und zu gibts dann eben so Ausreißer bei denen es nicht klappt und wir dann auf Distanz ins diskutieren kommen, was natürlich nicht Sinn und Zweck der Sache ist.

    Gestern hatten wir da auch sehr anspruchsvolle Aufgaben die wahrscheinlich einfach noch zu schwer waren. Trotzdem hat er die teils genial gemeistert. Mir ist natürlich klar, dass er alle gut meistern können sollte.
    Aber gerade bei solchen Siutaionen, wo Leo weiter weg ist und sich dann nicht 100% einweisen lässt, such ich noch Trainingsmöglichkeiten. In der Nähe klappt das und eben wenn er genau weiß wo die Dummies sind. Nähe + keine Ahnung wo die Dummies sind geht auch gut. Entfernung + gut gemerktes Memory kein Problem.
    Vielleicht muss ich nochmal mehr in den Aufbau investieren, aber da hatte ich immer das Gefühl, dass er mehr verwirrt wird, als das er das wirklich checkt. Bei logischen und "echten" Aufgaben ging das immer besser.