Beiträge von AnjaNeleTeam

    Ich lein meine da häufig nacheinander ab. Also wenn ich seh mit dem einen klappts gut, dann darf der zweite dazu und evtl. wieder einer an die Leine, damit die sich da nicht gegenseitig pushen.

    Da hatten wir letztens schöne Begegnungen. Leo hat nicht gehört, weil ein Husky um die Ecke kam (hätte ihn ja vor der unübersichtlichen Stelle schon rufen können :roll: ), aber Janosch hatte ich bei mir und dann angeleint. Leo hat sich mit dem Husky angefreundet und als die erste Aufregung vorbei war durfte Janosch dazu. Dann kam noch ein Fremdhund, also beide an die Leine. Später sehen wir einige kleine freilaufende Hunde, also wurde Janosch abgeleint und "hingeschickt". Bei ihm bin ich mir sicher, dass er sich höflich annähert. Leo musste zuschauen. Der wäre mir zu stürmisch für die Kleinen gewesen, die teilweise etwas "huschig" aussahen. Gefiel ihm zwar nicht, aber so ging das ganze sehr harmonisch.

    Was du gerade versuchst, ist, das Verhalten deines Hundes durch das Verhalten der anderen Hundehalter und Hunde zu erklären und zu rechtfertigen. Davon solltest du dich los machen. Wenn man sich nicht über das Verhalten anderer aufregt, sondern einfach mit der durchschnittlichen Doofheit anderer Hundehalter rechnet, ist man schon mal ruhiger und auf eventuelle Situationen besser vorbereitet. Außerdem hilft es einfach nix sich über die aufzuregen, man muss schauen, was man selbst verändern kann. Die anderen kann man eher nicht verändern, außer dein Hund schafft es sich einen dementsprechenden Ruf zu erarbeiten, aber ich denke mal nicht, dass du das möchtest.

    Zudem solltest du diese Vorfälle nicht als Ausnahme sehen, sondern als Regel und eher positive Begegnungen als Ausnahme. Das ist schwer seinen allertollsten Hund auch in einem negativen Licht zu sehen, aber muss sein um wirklich eine Lösung zu finden und gefahrlos durch den Alltag zu kommen.

    Du schreibst du musst nur durch Wald und Felder und da brauchst du keinen Maulkorb, aber dann schreibst du, dass plötzlich wer auftaucht und das kann doch immer passieren, oder? Ein Maulkorb, wenn er richtig sitzt und gut auftrainiert wurde, stört den Hund überhaupt nicht! Er kann damit super freilaufen und du hast die Sicherheit, dass nix passieren kann. Das ist doch schon was wert, oder? Vielleicht kannst du dann sogar mit mehr Ruhe in Hundebegegnungen gehen, weil nicht viel passieren kann.

    Bei der Trainersuche wünsche ich dir viel Erfolg. Das ist nicht leicht den richtigen Trainer zu finden. Ich möchte dir nur noch mitgeben, Methoden kritisch zu sehen, die nur darauf abzielen das Verhalten zu deckeln, also zu strafen und zu unterdrücken, anstatt nach der Ursache zu suchen und dementsprechend zu trainieren.

    Wo wir gerade dabei sind. Ich hab echt Bedenken für die World Dog Show zu melden (ab Januar möglich). Erst dachte ich mir ja machen wir das einfach, aber völlig blamieren will man sich ja nicht. Da werden sicherlich einige Profis da sein und wir müssen in die offene Klasse, also ich denke nicht, dass wir da irgendwas gewinnen werden. Andererseits würde ich total gern mal mit etwas Konkurrenz im Ring ausstellen... Vielleicht gehen wir nur zur German Winner Show.

    Die Toller die ich bisher kennen gelernt habe, waren ziemlich verträglich. Also nicht "ich hab alle lieb", sondern einfach sauber kommuniziert und unaufdringlich.
    Ich kenn auch Artgenossen unverträgliche Labradore und Golden, aber typisch ist das halt eher nicht.

    Beim Toller ist zu beachten, dass die recht sensibel sind. Teilweise können sie zum "Wibbeln" neigen. Damit muss man umgehen können und selber eher Ruhe ausstrahlen.
    Wenn du wirklich sportlich aktiv mit ihnen sein willst im Dummybereich, dann wird es in den höheren Klassen schwierig. Sie neigen etwas zum Fiepsen und bei den Workingtest führt das zum Durchfallen. Im Obedience laufen sie wohl ganz toll, aber das hab ich nur gehört.