Beiträge von AnjaNeleTeam

    Also ich stimme zu, dass wichtigere Sachen gibt als lustige Tricks, was man Welpen beibringen sollte, aber muss sagen, dass ich die Aussage komisch finde "sitz, platz usw. kann man auch erst beibringen wenn der Hund einige Monate alt ist" :???:

    Das sind elementare Kommandos in der Hundeerziehung. Klar lernt das der Hund auch noch wenn er 3 Jahre alt ist, aber es wird nicht so "sitzen" wie wenn es der Welpe schon frühzeitig gelernt hat.
    Sitz, Platz, Bleib und Hier würde ich ab der 8ten Woche beibringen. Einfach nebenbei im Alltag und nicht in einer 10-Minuten-Trick-Session, die noch viel zu viel ist für so einen kleinen Zwerg.
    Allein, dass dem Hund näher gebracht wird, dass der Mensch etwas von einem will und es sich lohnt das auszuführen finde ich wichtig.
    Und meiner Meinung nach kann man das super mit Impulskontrollübungen und Übungen zur Frustrationstoleranz verbinden.


    Was ich noch sagen wollte: Entlebucher sind Treibhunde und neigen auch gern mal zu einem Verhalten wie Schnappen und in die Füße zwicken. Das ist also nicht besonders besorgniserregend. Allerdings sollte euer Hund lernen, dass das bei Menschen absolut tabu ist. Ihr habt hier ja schon viele Tipps bekommen wie man damit umgehen kann.
    Wichtig finde ich, dass ihr da an einem Strang zieht, also möglichst die gleiche Methode anwendet.

    Was ich ausprobieren würde, wäre wenn der Hund mich beißen will, das Tau holen, das Maul von mir lösen und das Tau ins Maul stecken. Dann auf den Boden setzen, Welpi neben mich zum Liegen bringen (ggf. nochmal Maul von mir lösen und Tau ins Maul stecken), streicheln, aber nicht aufstehen lassen und so ganz viel Ruhe reinbringen. Gleichzeitig kann der Hund sich am Tau abreagieren. Dabei würde ich nichts sagen und selbst versuchen möglichst ruhig, aber bestimmt zu sein.
    Wenn der Hund sich beruhigt hat, noch ein paar Minuten warten und dann aufstehen.

    Vielleicht war der Vergleich mit den Workingtests nicht ganz passend. Im Dummybereich gibts auch Arbeitsprüfungen, so wie die IPO 1, 2, 3. Die folgen dann einer bestimmten Prüfungsordnung. Also man kann sich ganz genau auf die Aufgaben vorbereiten. Variabel ist dann nur das Gelände, die Reihenfolge und der Schwierigkeitsgrad/Strenge der Bewertung die auch mit der PO als Grundlage vom Prüfer abhängig ist.
    Hat man die Dummy A, kann man dann eben an Workingtests in der Klasse A teilnehmen usw. Ist das beim IPO auch? Also dass man nach so einer Prüfung dann an bestimmten Wettbewerben teilnehmen kann?

    Wirklich ein schönes Thema :)

    Wir hatten letztens unsere erste Prüfung, den Hundeführerschein, aber der ist ja vom Anspruch her nicht so krass.
    Am spannendsten sind für uns die Workingtests. Auch wenns kein IPO ist, sondern Dummyarbeit, kann man da vielleicht Parallelen ziehen.

    Schwierig finde ich da, dass die Aufgaben abhängig von den Richtern sind. D.h. wirklich eine bestimmte Aufgabe vorher üben kann man nicht, die sind immer anders.

    Ich versuche das Training möglichst abwechslungsreich zu gestalten, damit sich Leo nicht zu arg an einen Helfer oder an ein bestimmtes Gelände gewöhnt. Und die Basics üben wir sehr viel. Wenn die passen ist das die halbe Miete.

    Für Leo ist zudem die erforderte Konzentration noch schwer über einen ganzen Tag hinweg (oder einen halben Tag) zu halten. Dementsprechend schwankend ist dann sein Verhalten.
    Bei der ersten Aufgabe kanns noch sein, dass er beim Schuss einspringt, später muss man ihn dann fast motivieren.

    Ich denke das kommt mit mehr Erfahrung - hoffe ich zumindest :D

    Eine bestimmte Strategie habe ich nicht. Ich versuche ruhig zu bleiben, muss aber wohl in Zukunft auf Leo achten und nicht zu ruhig werden, sondern dann mal aufwecken und aufmuntern :D Und ansonsten versuche ich nicht das Denken zu vergessen :lol: Man macht da manchmal so einen Quatsch in der Prüfungssituation, weshalb man sich später in den Hintern beißen könnte. Also Zeit nehmen, Anweisungen des Richters wiederholen, durchschnaufen und los.

    Ich wollte euch mal eine allgemeine Frage stellen :smile:

    Warum stellt ihr aus und/oder welches Ziel verfolgt ihr damit?

    Ich habe anfangs ausgestellt, weil ich mal sehen wollte wie das ist. Eine fachkundige Meinung zum Aussehen meines Hundes hat mich auch interessiert.
    Nach der ersten richtigen, großen Ausstellung, auf der er sehr gut abgeschnitten hat und sogar mit einer erwachsenen Hündin im Ring, mit 12 Monaten das BoB machte, wollte ich dann schon gern versuchen den Jugendchampion Titel für ihn zu bekommen.
    Und als das ebenfalls super funktionierte und das mit dem Ausstellen immer besser klappte, dachte ich mir Deutscher Champion wäre toll.

    Aktuell ist es so, dass ich für Leo gern den Alpen-Champion hätte, den deutschen Champion, den österreichischen Champion und evtl. den Arbeitschampion. Danach kann dann Schluss sein.

    Vorrangig soll es auch Spaß machen und wenn ich merke, dass es Leo nicht gut tut, wird sofort aufgehört. (Das war bei unserer dritten Ausstellung echt grenzwertig :verzweifelt: , aber bei der vierten wieder super!)
    Rasseleute treffen bei dieser Gelegenheit finde ich toll und ist natürlich gut um Leo als potenziellen Deckrüden bekannter zu machen. Deswegen finde ich die Titel auch gut, weil die dann in der Datenbank eben eine gewisse Aussagekraft haben.

    Aber das wird mit den Anwartschaften sicher nun in der Offenen Klasse schwieriger. Wir lassen uns überraschen.

    Also, warum stellt ihr aus?

    Ich weiß, dass meine erstmal schützen in dem sie Krawall machen. Mein Kleiner ist da der erste. Der macht das ja leider auch bei nicht bedrohlichen Situationen, z.B. Leuten mit Kapuze oder Hut. Und Leo zieht dann nach.
    Curlies sollen ja Schutztrieb haben, aber wenn der in der Form bleibt, dann ist der definitiv vernachlässigbar bei Leo. Aber vielleicht kommt da noch was wenn er erwachsen ist.

    Einen Ernstfall, also wo mich wer wirklich angegangen wäre, hatten wir noch nicht. Bei Janosch glaube ich, dass er schon weiter Krawall machen würde, aber richtig beißen glaub ich nicht. Er wäre auch eher auf seine eigene Unversehrtheit bedacht. Leo würde eher abhauen oder aus der Ferne bellen.

    Aber wer zwei Hunde, eine großer dunkler Hund und ein sehr vehementer Terrier, einfach ignoriert, der hat wahrscheinlich auch keine Angst vor Bissen.

    Leo macht Riesenfortschritte mit dem Voran. Er orientiert sich inzwischen wirklich recht gut nach meiner Hand. Es passiert immer häufiger, dass es bei Blinds Punktlandungen gibt. Allerdings haben wir auch noch viel zu tun, weil er so ganz gerade nicht immer läuft und gern nach rechts abdriftet, aber ich bin guter Dinge und denke wir sind da auf dem richtigen Weg.
    Blinds klappen ohne Geländehilfen sehr gut, wenn die Distanz nicht zu hoch ist. Mit Geländehilfe kann sie auch größer sein. Da versuche ich viel zu variieren.

    Das Einzige was mir etwas Kopfschmerzen bereitet ist das rechts und links schicken. Da ist unsere Fehlerquote noch zu hoch. Wenn er weiß wo die drei Dummies liegen (hinter ihm, rechts von ihm und links, immer 90° bzw. 180°), passiert es, dass er zum Beispiel beim rechts, back geht. Wenn die Dummies eher Blinds sind oder er es einfach nicht mehr so auf dem Schirm hat, dann geht er häufig keinen 90° Winkel, sondern eher im 45° Winkel auf mich zu.
    Gestern hat er es dann aber bei dieser Übung 100% richtig gemacht.
    Bei einer anderen (Voran, abstoppen, rechts) aber gar nicht.

    Soll ich einfach so weiter üben und er muss es über Versuch und Irrtum lernen, oder gibts da noch andere Möglichkeiten?
    Meinetwegen bring ichs ihm auch nochmal neu bei wie einen Trick oder mit geworfenen Ball, aber da fehlt mir gerade die Idee wie das genau aussehen könnte.

    Beim Zähne zeigen üben, würde ich über clickern/shapen gehen. Anfangs schon clicken, wenn du nur mit der Hand in Richtung Schnauze gehst, ohne berühren, dann kurz antippen, vielleicht sogar erstmal den Kopf und nicht das Maul, dann länger berühren, Lefzen berühren, Lefzen hochziehen, beide Lefzen hochziehen.
    Und immer nur ganz kurze Übungseinheiten und nicht so viel Stress machen!!! Da sagt bei so einem jungen Hund wirklich keiner was! Und natürlich kannst du Leckerli verwenden! In der ganzen Jugendklasse ist das eigentlich kein Problem. Erst danach wirds etwas strenger. Das variiert auch von Richter zu Richter, aber da würde ich mir an deiner Stelle wirklich keinen Kopf machen :)