Beiträge von AnjaNeleTeam

    Danke Anja, noch ein blöde Frage. Was sind beim VPG die Grundlagen?
    LG

    Wahrscheinlich bist du da im VPG-Laberthread besser aufgehoben. Ich mache selbst kein VPG mit meinen Hunden, interessiere mich aber sehr dafür.

    Vorstellen als Grundlagen die man mit dem Welpen schon machen kann, kann ich mir Fußgehen üben, Fährten anfangen (Fährtenviereck?), Platz kennen lernen, Aus-Kommando üben. Mehr fällt mir gerade nicht ein, aber gibt bestimmt noch einiges.

    Ich habe 3 Pfiffe fürs Dummytraining gleichzeitig bzw. nah nacheinander beigebracht.
    Als Welpe lernte Leo schon den Hier-Pfiff, dann lernte er den Stopppfiff und gleichzeitig den Suchenpfiff.
    Er unterscheidet recht gut den Doppelpfiff, kurzen Einfachpfiff und mehrere kurze "leichte" Pfiffe.


    Empfehlen kann ich den Doppelpfiff für den Rückruf und einen langgezogenen Einzelpfiff fürs Stopp.

    Nele war 13 als ich Janosch (damals 2 Jahre) dazu holte. 2 Wochen war sie eher angenervt, danach konnte man wirklich sehen wie sie immer lustiger und mobiler wurde, obwohl die zwei wesenstechnisch sehr weit auseinander waren und wenig Interaktion zwischen ihnen statt fand. Also kein Kuscheln o.Ä. nur ab und zu mal ein Rennspiel draußen und halt das übliche aneinander orientieren.

    Als Nele mit 15-16 Jahren nicht mehr so konnte, habe ich sie trotzdem noch oft mit einem Hundeanhänger mit genommen. Das ging ganz gut. Ansonsten blieb sie die Zeit eben allein zuhause.

    Mit etwas über 16 Jahren starb Nele dann. Für Janosch war das sehr schlimm. Er war merklich verwirrt und hat nach ihr gesucht, war auch von der Stimmung die ersten 2 Wochen danach merklich gedrückt.
    In den Monaten in denen er EInzelhund war, merkte man ihm an, dass er unsicherer und nervöser war. Das kann aber auch andere Gründe gehabt haben. Es ging ihm auf jeden Fall wieder richtig gut als dann Leo einzog.

    Für einen jungen Hund wird das meistens schlimm sein, wenn der Hund mit dem er aufgewachsen ist, auf einmal nicht mehr da ist. Aber man kann einen Hund darauf vorbereiten. z.B. wirklich allein alleinebleiben üben oder auch mal getrennt spazieren gehen.
    Teilweise ist es schwierig die Bedürfnisse eines Junghundes und eines alten Hundes unter einen Hut zu bringen, aber unmöglich ist das nicht. Man muss sich halt über den Mehraufwand klar sein und bereit sein seinen Alltag auch zur Not mal umzukrempeln.

    Bei der Freiverlorensuche sollte der Hund dir erstmal zusehen dürfen, dass du das Gebiet abgehst, dich ab und zu bückst und was versteckst. Anfangs viel in dem Gebiet verstecken.

    Einweisen ist im Vergleich zu Markierungen und der Suche relativ schwierig. Da sollten die Basics gut sitzen. Das Voran, Stopppfiff, Suchenpfiff, rechts, links usw. Da hat man einiges an Aufbauarbeit.

    Als Buch kann ich dir da das Trainingsbuch für Retriever von Norma Zvolsky empfehlen. Da stehen viele Übungen drin für die Anfänge und wie man dann die Schwierigkeit steigert.

    Nochmal kurz zum Golden Retriever: Ja die meisten die einem so begegnen wirken treu-doof, langsam, faul. Aber da gibts auch andere. Schau dir mal Arbeitslinien an. Die empfehle ich aber nicht, denn die wären ähnlich wie der Cattle Dog nicht zufrieden mit der Auslastung. Aber eine dual-purpose (Mischung aus Arbeits und Showlinie) Zucht, könnte ich mir schon vorstellen für euch. Das sind Golden mit mehr Pfeffer im Hintern die arbeiten können und wollen, aber die typische Ausgeglichenheit besitzen.

    Was sagst du denn zu den anderen Rassen die so genannt wurden?

    Ich bin die, die hier oft Retriever empfiehlt ;)
    Einfach weil es in unserer heutigen Zeit sehr gute Begleithunde sind. Und wenn ich das bei dir so lese, dann suchst du genau das: einen Begleithund. Keinen Hund um dich in Hundesport oder auf Turniere zu stürzen und auch keinen Hund weil du deine Schafherde gehütet haben willst oder vor hast einen Jagdschein zu machen. Keinen selbstständigen, sondern einen eher gehorsamen Hund, einen der chillen kann und keine großen Ansprüche stellt, damit ihr mit 1,5-3 Stunden Beschäftigung auskommt.
    Der Satz " vielleicht auch nicht sooo häufig auf der Straße anzutreffen sein" stimmt mich da etwas traurig. Was ist denn das für eine Bedingung zur Hundeauswahl?

    Oder: "Mir widerstrebt ein sog. "Anfängerhund", um dann doch weiter nach dem endgültigen zu suchen."
    Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Wie es sich liest, habt ihr doch gar keinen "richtigen", oder? Ihr habt keinen Traumhund/rasse für den ihr zur Not auch euer Leben umkrempeln würdet. Ihr wollt einen Hund, der sich möglichst problemlos in euren bestehenden Alltag einfügt. Wenn ich das richtig verstanden habe.
    Wenn ein Ersthundehalter schreibt, er möchte unbedingt einen Cattle Dog, er würde alles tun um mit dem glücklich zu werden, dann wär ich die letzte die abrät. Vielleicht noch ein paar Sachen zu bedenken geben, aber wenns der Traumhund ist, dann soll mans versuchen. Aber bei euch liest sich das einfach anders.

    Und auch wenn du es nicht hören willst, der Golden und Labrador Retriever bringen alles mit was du dir wünscht. Vom vernünftigen Züchter, sind sie menschenfreundlich, arbeiten mit dem Menschen zusammen und sind vom Jagen bei entsprechender Erziehung gut abzuhalten, sie können auch mit turbulenten Situationen gut umgehen usw. Außer die Allergikerfreundlichkeit und dass man sie häufiger auf der Straße sieht, passen die gut.

    Den Cattle Dog sehe ich bei euch dagegen gar nicht. Das sind Arbeitshunde und mit dem Alltag den du beschreibst nicht zufrieden zu stellen.

    Wenn es wirklich vorrangig nach der Allergikerfreundlichkeit gehen soll, dann braucht ihr einen Hund der nicht haart. Pudel wurden ja schon genannt. Die können aber auch mal ziemliche Flummis sein.
    Welpen entwickeln manchmal erst ihr richtiges Fell und können deshalb nicht so gut drauf getestet werden ob sie eine Allergie auslösen. Ein erwachsener Hund, auf den man speziell einen Test macht, wäre da die sicherste Lösung.

    Den Portugiesischen Wasserhund habe ich auf Ausstellung schon näher kennen gelernt. Sehr nervöse und aufgeregte Hunde, die auch mal zur Ängstlichkeit neigen. Haben mich nicht überzeugt. Wenn ihr an denen oder an einer anderen Rasse ernstes Interesse habt, dann würde ich euch empfehlen Züchter (möglichst beim F.C.I. angegliedert, findet man unter http://www.vdh.de , zumindest die zuständigen Rassevereine über deren Seite man meist alle nötigen Infos bekommt zu Züchtern in der Nähe usw.) zu kontaktieren und auszuquetschen. Die meisten geben sehr gern Auskunft über ihre Rasse.

    Abraten möchte ich euch noch von Designermixen. Die werben ja gern mit Allergikerfreundlichkeit, nur weil sie jede Rasse mit dem Pudel kreuzen.

    Und noch ein Tipp: bevor du alle Rassen durchgehst, überlege dir doch mal ob du einen Jagdhund oder einen Hütehund oder einen Schäferhund möchtest. Dann kann man die Auswahl sehr viel besser eingrenzen.

    Du hast ja recht spezielle Jagdhunde genannt, sowie Hütehunde. Da sind wirklich wahnsinnige Unterschiede zwischen den Rassen.

    Der Dalmatiner ist mir noch eingefallen als möglicherweise passend für euch. Sind allerdings auch ziemliche Energiebündel und können anstrengend werden wenn man sie nicht auslastet.

    Auf die schnelle als Beispiel für den Suchenpfiff gefunden. Wenn mans kann, kann man so einen anhalten auf und ab Pfiff machen. Etwas lauter als hier.

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    Leo hat heute mit sehr gut in der Schnupperer Klasse den Alpenrandcup bestanden :)
    Hat richtig Spaß gemacht und ich bin super stolz auf den Großen!

    Jetzt werden wir wohl in der A starten und hoffentlich im Frühjahr die Dummy A machen.