Beiträge von AnjaNeleTeam

    Den Nova Scotia Duck Tolling Retriever kannst dir auch mal genauer anschauen, auch wenn ich den ebenfalls nicht unbedingt als Anfängerhund beschreiben würde, aber du willst dich ja mit dem Hund beschäftigen.
    Übrigens ist mit den Hibbeln anfangs oft weniger mehr. Nicht zu früh mit Sport pushen, so dass sie nur noch am Rad drehen, sondern schön langsam angehen lassen und viel Ruhe lernen.

    Den Berger de Pyrenees hab ich übrigens als eher unkomplizierten witzigen kleinen Hund kennen gelernt. Fände ihn jetzt nicht ungeeignet so vom lesen her.

    Ansonsten fällt mir noch der Tibet Terrier ein.

    Ooooch ich bin eigentlich ganz froh, dass die Zeit hinter uns ist, aber eine Geschichte die mir noch gut im Gedächtnis ist, kann ich erzählen.

    Also ich bin mit Janosch im Wald unterwegs. Zu einem Zeitpunkt als Janosch schon lange bei mir war und das Thema eigentlich im Griff war. Tja eigentlich....
    Uns kommen zwei Fahrradfahrer entgegen, ich hole Janosch zu mir, wir gehen an die Seite und ich lasse ihn absitzen ohne ihn anzuleinen. Die Fahrradfahrer fahren vorbei, ich grüße freundlich, warte etwas und lobe dann Janosch. Gehe ein Stück in unsere Richtung und sag "lauf" und was macht der kleine Sauhund?! Rennt in einem Affenzahn den Radlfahrern hinterher, die sicher schon fast 100m weit weg waren und versucht dem einen mit Bellen und Knurren in die Hacken zu zwicken. Der fackelt nicht lang, zielt und tritt Janosch Vollekanne. Janosch quietscht auf, hüpft 2m weg und bellt sehr wütend weiter. Ja sowas hat ihn höchstens für kurze Zeit beeindruckt.

    Und auch nett wie er gute 300m durchgestartet ist, weil ein Jogger am anderen Ende der Wiese war. Da kann ich mich auch noch gut dran erinnern. Oder wie er den Cane Corso über die Wiese gescheucht hat und ich Mühe hatte ihn wieder einzufangen. Oder wie er dem Labbiwelpen auf Terrierart gesagt hat, dass er es ziemlich kacke findet so bedrängt zu werden. Ich könnte ewig solche Geschichten erzählen, aber das ist doch etwas OT und wiegesagt gsd inzwischen zum Großteil vorbei.

    Ich kann mich echt beim besten Willen nicht mehr dran erinnern :lol:
    Aber es hat mit ihm viele Situationen gegeben, in denen es berechtigt gewesen wäre die Polizei zu holen. Aber glücklicherweise nimmt man die Kleinen nicht so ernst. Fluch und Segen zugleich :D

    Vielleicht wars eine der Situationen in denen er Fahrradfahrer oder Jogger gestellt oder versucht hat in die Wadeln zu zwicken...

    Hm, ich weiß nicht so recht. Nele natürlich, da ist das gar keine Frage, aber bei Janosch...

    Er bringt mich echt zur Weißglut und wenn ich es am wenigsten gebrauchen kann führt er sich auf wie ein Arsch. Durch ihn werde ich regelmäßig beschimpft und hatte sogar schon mit der Polizei zu tun.
    Er lernt zwar sehr schnell, aber es dann auch auszuführen, da steht der Terrierkopf dagegen. In dem einen Augenblick geht er voller Freude bordercollielike Slalom durch die Beine und bevor man ihn belohnen kann, ist er schon 10m weiter und schnüffelt an einem totaaaaaaal wichtigen Pipifleck.
    Die Übergänge zwischen ihn erwürgen wollen und ihn knuddeln weil er so süß ist sind fließend.

    Ja wahrscheinlich würde ich ihn wieder auswählen, weil er woanders ziemlich sicher ein Leben an der Leine verbracht hätte und wer mal einen ehemaligen Kettenhund einfach nur rennen gesehen hat, weils einfach Spaß macht, der weiß wieviel das Wert ist.
    Ich lerne durch ihn sehr viel mehr als mit Nele, weil ich sonst schnell an meine Grenzen stoßen würde.
    Es macht nicht immer Spaß mit ihm, aber trotzdem lieb ich ihn den kleinen Depp und was eben unschlagbar ist, seine Liebe und Zuverlässigkeit bei Kindern, das kommt meiner Arbeit enfach zugute. Vielleicht schaffens wir ja auch mal zum uneingeschränkten "JA!" und vielleicht wird er mal ein Therapiehund :smile:

    @AnjaNeleTeam, die Geschichte würde ich nun aber gern lesen. ;)

    Also das oben war mein Beitrag von vor fast 4 Jahren. Oder meinst du die Geschichte mit der Polizei oder die mit dem Schäfimix heute vormittag :lol:

    @persica
    Danke fürs liken meines fast 4 Jahre alten Beitrags! Sehr spannend das mal nachzulesen :lol:

    Inzwischen ist es ein uneingeschränktes "JA" auch wenn ich ihn vor ein paar Stunden wieder hätte erwürgen können, weil er auf einen angeleinten Schäferhundmix losgegangen ist, aber das ändert nix am JA. So ist er und ich lieb den Wuschelkopf über alles!
    An die Polizei-Situation kann ich mich nicht mehr erinnern. :lol: Wie die Hunde einen dazu bringen sowas zu verdrängen ist schon bewundernswert :D

    Jo der Hovawart ist kein Sensibelchen :hust:
    Vielleicht mag @Ulixes was dazu sagen, sie hat einen.


    Ansonsten bin ich hier raus. Würde mich nur wiederholen :smile: Hab ja eh schon von Hunden mit Wach- und Schutztrieb abgeraten, wenn du dann mit dem Hovawart kommst.... Wäre wie wenn man sagt der Toller ist evtl. etwas hibbelig - ok, dann einen Border Collie? Meins nicht böse, aber das ist mir doch etwas zu mühsam.

    Zum Pudel hast du noch nichts gesagt und zum Eurasier und Großspitz. Wenn die für dich nicht in Frage kommen, könntest du das noch schreiben? Dann kann man das leichter abhaken. ;-)

    Was mir jetzt noch eingefallen ist, wenn es ein eher aktiver Hund sein soll wäre der Nova Scotia Duck Tolling Retriever. Allerdings würde ich den nicht als absoluten Anfängerhund beschreiben. Den Aussie aber ja auch nicht. Vorteil zum Aussie in deinem Fall wäre, dass die zwar deutlich distanzierter sind als ein Golden, aber nicht aggressiv sind.
    Meiner Meinung nach sind das agile, mittelgroße Hunde die etwas aufgedreht und hibbelig sein können und durchaus eine Beschäftigung brauchen. Also zusätzlich zum täglichen Hundespaziergang. Zum Beispiel Dummytraining, Obedience, Agility o.Ä.

    Die Toller die ich kennen gelernt habe, sind nie von selber auf mich zugekommen, aber haben bei Ansprache freundlich reagiert und sind dann nach kurzem beschnüffeln zum Streicheln her gekommen.


    Die Gefahr die ich bei Hunden mit Schutz- oder Wachtrieb in deinem Fall sehe, ist, dass Hunde natürlich deine Unsicherheit spüren und dann selbst Entscheidungen treffen, die ziemlich blöd enden können. Dafür müsste man dich einfach kennen um einzuschätzen wie dich deine Ängste genau einschränken und wie du damit umgehst. Aber das musst du hier im Forum nicht ausbreiten.

    Es kommt einfach sehr auf einen selber an wie man mit schwierigen Situationen umgeht. Es gibt Leute die kommen mit super schwierigen Tierschutzhunden als Ersthund klar, weil sie sich einfach durchbeißen, weil sie nicht aufgeben und alles versuchen um mit dem Hund ein gutes Leben zu schaffen, aber das ist eben verdammt viel Arbeit und kostet zeit und Nerven. Und es gibt Leute die schon dran zweifeln, den Hund wirklich bei sich zu behalten wenn er mal abhaut oder eine Rauferei hat.
    Je nachdem wie man tickt, kann man dann als Ersthundehalter auch mit einem schwierigeren Hund zurecht kommen oder eben nicht. Wenn man halbwegs sicher gehen will, sollte man sich das schon ehrlich fragen welcher Typ man ist und ob man auch jahrelang mit einem schwierigen Hund leben kann oder ob es für einen selber und für den Hund nicht netter ist, wenn das Leben ruhiger verläuft.

    Mein Leo (Curly Coated Retriever, 2 Jahre) war auch eine Vernunftentscheidung. Eigentlich wollte ich gern einen belgischen Schäferhund. Mit dem wäre ich aber leider nicht glücklich geworden in meiner jetzigen Lebenssituation. Und obwohl Leo nicht mein Traumhund ist, macht es wahnsinnig viel Spaß mit ihm! Ja ich hätte gern einen "härteren" Hund, aber bin so glücklich, dass ich ihn überall ohne Probleme mitnehmen kann, dass er nicht mit meinem anderen Hund zusammen an der Leine pöbelt und ich locker und relaxt mit einem 2jährigen, unkastrierten, großen Hund durch die Gegend laufen kann.

    Jetzt ist mir was eingefallen :D Die Quintessenz aus Golden und Aussie ist der Berner Sennenhund :lol:
    Ne ernsthaft, das könnte doch passen? Vom Optischen her ist er zwar größer als der Aussie, aber gar nicht so unähnlich. Freundlich zu Mensch und Hund sind sie, aber nicht so übertrieben stürmisch wie die Retriever manchmal. Würde sie definitiv als Anfängertauglich beschreiben. Nur beim Züchter müsstest du gut auswählen, weil sie leider recht kurzlebig sind.