Beiträge von AnjaNeleTeam

    Kennt ihr empfehlenswerte inoffizielle Workingtests? Am liebsten eher im Süden Deutschlands.

    Bin gerade am schauen für nächstes Jahr. 3 WTs stehen eigentlich schon fest, aber 8 (gemeldet 9) wie dieses Jahr werden es nicht. Dafür vielleicht mehr Trainings :smile:

    So und jetzt warte ich auf den Bericht von @tail action :D

    Das ist sicher eine richtige Entscheidung. Ich würde aber auch den Kontakt mit resoluten Hunden suchen die ihn mal klar in die Schranken weisen, vor allem da du schreibst er ist eher selber ein Rüpel. Der Aussie-Mix war da sicher nicht der passende Hund, aber ein erwachsener souveräner Rüde könnte es sein. Und dann nicht verhindern, sondern die Erfahrung machen lassen, dass eben auch nicht alle spielen wollen und nicht alle nett sind.
    Für meinen Retriever war es sehr positiv, dass hier ein grummeliger Terrier sitzt, der ihn aber sowas von deutlich und konsequent in die Schranken weist. Dadurch benimmt er sich viel höflicher bei anderen Hunden.
    Wenn du da keinen entsprechenden Hund kennst, dann bist du selber gefragt Fonso zu zeigen was nicht höflich ist. Z.B. auf Fremde Hunde zurennen, die Pfoten auf den Rücken hauen, auf den anderen Hund drauf springen usw.

    Wenn Hunde Stress haben, dann kann es sein, dass sie öfter raus müssen.
    Wenn ich mit Janosch bei meiner Mutter zu Besuch bin, dann muss er auch viel öfter pieseln als normal. Bei ihr geh ich 5x mit ihm raus, bei uns ist 3x normal.

    Und wenn der Pudelmix sich unkontrolliert in der Wohnung bewegt und allgemein da die Struktur fehlt, kann das schon zu mehr Stress als normal führen. Ich würde einfach dort mehr mit ihr raus gehen, auch bei schlechtem Wetter ;)

    Protestpinkeln gibts nicht und Gebietsansprüche halte ich auch für seeeeeeehr unwahrscheinlich.

    Um die Frage zum Apportieren noch zu beantworten:
    Ich bringe ihn über Sitz oder Platz ins Bleib, gehe ein wenig weg.
    Dann werfe ich Kong oder Futterbeutel so, dass er nicht sehen kann, wohin. Rufe ihn erst zu mir, und lasse ihn dann suchen.
    Das klappt übrigens perfekt. Selbst, wenn gut riechende Hündinnen dabei sind...

    Gruß Thomas


    Danke für deine Antwort! Manchmal geht sowas ja dann doch unter :smile:
    Ich habe selbst einen jungen (fast 3 Jahre) unkastrierten Retriever-Rüden und mache mit ihm seit 2Jahren Dummytraining. Ich bin der festen Überzeugung, dass das Training in der Gruppe mit vielen Reizen und dem geforderten Grundgehorsam viel für unseren Alltag gebracht haben. Er muss teilweise mit läufigen Hündinnen in einer Reihe sitzen und trotzdem brav arbeiten, oder mit potenziellen Konkurrenten. Außerdem bei hohen Reizen (Schuss usw.) noch mit mir zusammen arbeiten. Anfangs kann man natürlich noch nicht so loslegen und muss erstmal üben, aber das könnte doch auch was für euch sein, oder? Wenn du eh schon Apportierspiele machst und einen Hund vom VDH hast (DRC oder LCD?), dann sollte es ja gut möglich sein eine Trainingsgruppe zu finden.

    Das wäre nach deiner zweiten Antwort mein Tipp: Auslastung unter der Woche reduzieren und dafür in der Trainingsgruppe mehr üben in einer kontrollierten Umgebung.

    Ich würde auch nicht gleich kastrieren oder eine Hormonspritze geben.

    Für mich klingt er draußen sehr hyper, aufgedreht und gestresst. Das gilt es zu reduzieren.
    Einerseits kannst du das machen in dem du ihm den ganzen Stress weniger aussetzt. Stark frequentierte Gebiete vermeidest und die Gesamtlänge die du draußen bist mindestens um die Hälfte kürzt. Kein Hund muss 3-5h täglich ausgelastet werden. 1 1/2h täglich insgesamt reichen vollkommen aus. Zusätzlich kann man dann noch 2-3x die Woche etwas Dummytraining o.Ä. machen oder wandern gehen.
    Über mehr Auslastung wirst du ihn nicht ruhiger bekommen, eher im Gegenteil. Er ist ständig unter Spannung und Stress und hat nicht wirklich die Gelegenheit davon ausreichend runter zu kommen.
    Also mein konkreter Tipp: viel weniger mit dem Hund machen. Erziehungseinheiten auf vielleicht 3x5Min reduzieren, ansonsten im normalen Alltag integrieren, ein langer Spaziergang und den ruhig gestalten (viel schnüffeln, keine Rennspiele o.Ä., möglichst wenig Hundebegegnungen) und dann vielleicht noch kleine Trainingseinheiten.

    Andererseits würde ich verhindern, dass er sich "einfach so" anderen Hunden annähert. Er muss dich jedes Mal fragen, sprich zu dir schauen, und erst wenn du ihn freigibst, darf er hin. Um das zu üben würde ich ihn an eine Schleppleine machen.
    Ich würde ihn nie freigeben wenn ich den anderen Hund nicht kenne, sondern anleinen und im Bogen vorbei. Kann sein, dass er da zieht, aber wichtig ist, dass er sich das draufspringen nicht noch mehr angewöhnt. Wenn es doch mal passiert, dass er eine Hündin belästigt, sofort mit der Schleppleine runter holen.
    Insgesamt würde ich ihn nicht rüpelig spielen lassen, meist ist das bei Hündinnen eh mehr Vorspiel als echtes Spiel. Wenn du schon frühzeitig verhinderst, dass er die Hündin belästigt oder ihn auch beim Pipi schlecken einschränkst, desto leichter wirst du es haben. Nicht erst warten, bis er schon drauf ist.


    Dann würde ich dir noch empfehlen dich vom Rangordnungsgedanken und dem Dominanz-Konzept zu verabschieden. Wenn andere Hunde deinen Hund maßregeln liegt das nicht am Rang. Welchen Rang sollen die Hunde denn haben wenn sie auf der Wiese zusammen gewürfelt werden. Labradore sind ja besonders artgenossenfreundlich gezüchtet und sollen da keine Aggressionen zeigen. Einerseits ist das super, weil du so selten Prügeleien hast, andererseits ist ein Hund der sich nie wehrt natürlich nicht so toll.
    Viele Hunde sind oft genervt von dem Gehibbel und der gespielten Unterwürfigkeit und maßregeln deswegen. Es ist ja auch kein vernünftiges Verhalten für einen erwachsenen Rüden. Auch das muss man nicht zulassen, wenn man sowas schon kommen sieht, sondern dann eben seinen Hund her rufen und anleinen, oder wieder die Schleppleine benutzen.
    Es kann gut sein, dass er wenn er kastriert wäre interessanter für Rüden riechen würde. Rangeleien wirst du dann aber wahrscheinlich weniger haben, eher das andere Rüden bei ihm aufreiten. Auch nicht toll, aber sollte sich sein Verhalten nicht bessern, trotzdem eine Überlegung wert zu kastrieren. Oder eben zum Testen die Hormonspritze, wobei ich davon auch kein Fan bin.


    Noch eine Frage am Rande: wie sehen deine Apportierspiele aus?