Beiträge von AnjaNeleTeam

    Wie genau muss ich mir die Leinenführigkeit im Ring denn vorstellen? Ich habe schon mehrfach Bilder gesehen, wo die Leine dann ganz stramm nach oben gezogen wird - das sah nicht sonderlich angenehm für den Hund aus (ich weiß allerdings nicht, ob diese Bilder aus Deutschland oder dem Ausland kamen!).
    Mein "großer" Rüde läuft z.B. mit lockerer Leine, ist aufmerksam, achtet auf mich und "stolziert" spitztypisch daher, wenn er im Fuß gehen soll - das haben wir damals für die Begleithundeprüfung aufgebaut - kann ich mir das ähnlich vorstellen?

    Und mir fällt gerade noch etwas ein. Muss man in einem bestimmten Verband oder Verein mitglied sein um ausstellen zu dürfen?

    Das Hundeplatz-Fuß ist nicht so geeignet für den Ring. Der Hund sollte möglichst frei und locker laufen, mit Blick nach vorn. Wenn er sich zu dir eindreht ist das Gangbild nicht gut zu beurteilen.

    Du kannst mit deinem Hund an lockerer Leine laufen, aber ich persönlich hab gern etwas Spannung auf der Leine um meinen Hund besser führen zu können. Allerdings mag ich das nicht besonders wenn die Leine direkt hinter den Ohren sitzt.

    Zur Vereinsmitgliedschaft würde ich die Züchterin fragen. Bei den Spitzen kenn ich mich nicht aus. Aber ich denke wenn du auf den CACIBs ausstellen willst, muss die Züchterin in einem dem VDH angehörigen Verein züchten.

    Mein Rüde hat die Zuchtzulassung, aber Ausstellungen müsste ich dafür theoretisch nicht besuchen. Die sind dann eher dafür da den Hund bekannter zu machen und weil Titel eben schön aussehen beim Deckrüden ;)

    Leo hab ich das erste Mal mit 10 Monaten ausgestellt bei einer kleinen Pfostenschau (Schau ohne offizielle Bewertung, nur zum Üben). Ich fand den Zeitpunkt weder zu früh noch zu spät und das war eine perfekte Gelegenheit um zu üben. Mit einem Jahr ging es dann auf eine internationale Ausstellung. Und weil es bei den Curlies fast keine Konkurrenz gibt, war noch genug Zeit um die ganzen Jugend-Titel mitzunehmen.

    Konkret läuft das so ab, dass du deinen Hund meldest. Je nach Alter in der entsprechenden Rasse. Wenn du dort bist bekommst du einen Katalog in dem steht wer noch so da ist und wann du dran kommst. Da man da selten den genauen Zeitpunkt genannt bekommt, empfiehlt es sich einige Zeit vor dem offiziellen Beginn da zu sein. Dann kann man auch schon mal mit seinem Hund in den Ring um nochmal etwas zu Üben in anderer Umgebung. Ja und danach ist meist warten angesagt. Solche Shows bestehen quasi nur aus warten. Naja bis auf die 2 Minuten, in denen man selbst dran ist. Aber in der Zeit kann man gut schauen was der Richter verlangt, wie man laufen soll. Erst diagonal und anschließend einen Kreis oder ein Dreieck. Wenn man das vorher weiß, ist es leichter Missverständnisse zu vermeiden.
    Von den Ringhelfern werden die Startnummern aufgerufen und die gehen dann in den Ring und stellen sich der Reihenfolge entsprechend auf. Der Richter sagt dann was er will und schaut sich jeden Hund auch einzeln an.

    Du solltest bis dahin etwas geübt haben, dass dein Hund brav an der Leine läuft und nicht die ganze Zeit rumhüpft. Obwohl meiner Erfahrung nach bei den jungen Hunden lieber ein Hüpfen als ein verschüchtertes Schleichen gesehen wird. Ich hab anfangs viel wert darauf gelegt, dass er Spaß hat bei dem ganzen Trubel, da wars dann auch mal etwas zu sehr Flummi, aber mir lieber so, als anders.
    Stehen sollte er eine zeitlang ruhig. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Je nach Rasse hält man den Hund oder lässt ihn frei stehen. Er muss sich anfassen lassen und in die Zähne schauen lassen. Das würde ich immer mal mit Fremdpersonen üben.

    Wenn du noch Fragen hast, dann immer her damit. Hab auch irgendwo noch ein Video von uns im letzten Jahr in Nürnberg, auch wenn das absolut kein Paradebeispiel ist.

    Welche Rasse hast du denn?

    Ablenken ist keine wirkliche Lösung. Es hilft eventuell in der Situation, aber nicht für zukünftige Situationen.
    Wichtig fände ich, dass dein Hund andere Hunde wahrnehmen darf, aber sich nicht fest guckt, sondern dann wieder zu dir schauen kann. Zeigen und Benennen ist da eine Möglichkeit, aber wenn das nicht korrekt gemacht wird, kann das nach hinten losgehen, weil man dem Hund unfreiwillig andere unerwünschte Verhaltensketten beibringen kann.

    Beim Ball muss man aufpassen, weil einfach nur hinterher hetzen lassen gaga macht, aber er kann ein guter Helfer sein wenn er richtig eingesetzt wird. Z.B. wenn du ihn nutzt um Impulskontrolle zu üben. Also sowas wie den Hund sitz machen lassen, den Ball werfen und erst wenn du sagst "hols", darf er los.
    so wie ich das vorhin mit den Leckerli beschrieben habe, kannst du das auch mit dem Ball machen, wenn das für den Hund interessanter ist.

    Du hast unter den DRC-Züchtern Vermehrer gefunden?

    Einen Dachverband gibt es und das ist der VDH und weltweit der FCI. Je nach Rasse kann auch außerhalb des VDH gut gezüchtet werden, beim Labrador ist das aber nicht der Fall.

    Das Interesse von Züchtern, Clubs und Tierärzten sind leider nicht immer das Tierwohl, das wär schön.

    Ja ich würde von ihm noch nichts verlangen was er nicht leisten kann. Deine bisherigen Versuche sind ja auch nicht wirklich wirksam gewesen, also denke ich nicht, dass sich dadurch was verschlimmern kann.
    Beschäftigst du ihn denn beim Gassigehen irgendwie oder dann zuhause?
    Hat er beim Gassi einen Grund mal auf dich zu schauen?

    Beim Pöbeln vor den Hund stellen wird nix bringen.

    Meine Strategie bei der Pöbelei war immer sehr früh einzugreifen. Wiegesagt schon beim Fixieren klar und deutlich abzubrechen und das zu verhindern. Möglichst auch dem Hund eine Situation schaffen die er eher bewältigen kann. Also zum Beispiel ausweichen, wenn du von vornherein schon weißt, dass die Begegnung zu nah ist.
    Und dann gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich hab meine Hunde gern in der Ruhe behalten, also bin stehen geblieben und habe sie sitz machen lassen. Dann hab ich sie kurz zum Hund schauen lassen und dann eingefordert mit Leckerli zu mir zu schauen. Ein guter Trick ist das Sitz zu verlangen und während der andere Hund vorbei geht, einige Leckerli um den Hund herum im Gras zu verteilen. Wenn der andere Hund dann weg ist, kann man die Situation sehr schön auflösen in dem man nach Leckerli suchen lässt.
    Und wenns mal so Situationen gibt die gar nicht geklappt haben, in denen der Hund sich aufführt, dann bin ich einfach ohne das großartig zu beachten weiter gegangen bis der Hund sich beruhigt hat. In so einer Lage kann man eh nicht mehr erziehen.
    Vor den Hund stellen beim Pöbeln würde ich auch deshalb nicht machen, weil der Hund im Übersprung in die Beine beißen kann. Hat meiner gern gemacht.

    Es wird mit beidem zusammen hängen. Nicht oder "falsch" erzogen und Pubertät.

    Bei der Sache mit aus der Tür raus gehen hat dein Hund zum Beispiel nicht gelernt was du von ihm willst. Er hat gelernt ich renn aus der Tür -> Herrchen bleibt stehen -> ich geh zu Herrchen -> weiter gehts! -> usw.
    Du solltest ihm da beibringen was du von ihm möchtest. Ich nehme mal an an lockerer Leine aus der Tür gehen und die Aufmerksamkeit bei dir behalten. Das kannst du in ganz kleinen Schritten üben. Nimm gute Leckerli und geh mehrmals am Tag mit ihm vor die Tür. Erst machst du nur die Tür auf, sagst ihm sitz und wartest bis er dich anschaut, macht er das, dann gibts ein Leckerli und die Tür geht wieder zu, er wird abgeleint und gut. Das kannst du immer mehr erweitern wenn es gut klappt, also dann mal einen Schritt vor die Tür gehen. Bis du irgendwann ein längeres Stück an der Leine laufen kannst.

    Gleichzeitig würde ich ihn zurück drängen, falls er versucht an dir vorbei zu kommen. Damit baust du ziemlichen Druck auf, also bleibt dabei ruhig und übe eben zusätzlich mit den Leckerli, so dass er die Chance bekommt es richtig zu machen.

    Bis dein Hund das verstanden hat, würde ich bei den normalen Gassigängen, bei denen man ja mal weiter als nur einen Schritt vor die Tür geht, einfach laufen ohne sein ziehen zu beachten, weil so lange Strecken von ihm dann noch nicht konzentriert bewältigt werden können. Da bekommt ihr sonst nen Wurm rein.
    Zur besseren Unterscheidung könntest du beim normalen Gassigehen das Geschirr dran machen und wenn du mit ihm übst ein Halsband.

    Wenn die Leinenführigkeit stimmt, kann es sein, dass das Problem mit andere Leute/Hunde/Sachen anbellen schon etwas besser wird, weil er gelernt hat er darf sich nicht aufführen. Aber wahrscheinlich reicht es nicht ganz aus. Ich würde deshalb in eine Hundeschule mit ihm gehen, wo ihr in einem sicheren Umfeld solche Begegnungen üben könnt.

    Fixieren würde ich übrigens nicht zulassen. Das ist ja nur die Vorstufe zum Pöbeln. Auch hier kann man wieder Aufmerksamkeit einfordern obwohl das in so einer Situation natürlich super schwierig für den Hund ist. Das wird nicht funktionieren, wenn dein Hund das nicht total verinnerlicht hat.

    Ich glaub bei so einer "Rasse" würde ich versuchen den Hund über ein Spielzeug zu bekommen. Also für ihn eine Belohnung schaffen die er wirklich super findet.

    Wie beschäftigst du denn deinen Hund und wie viel bist du mit ihm unterwegs?

    Den IRJGV find ich ja so schon nicht gut, aber das ein TA der Wurfabnahmen nicht mal nen Rückbiss erkennt ist schon hart.

    Einer von Leos Brüdern hatte das auch. Die Züchterin hat die Kosten für Zahnbehandlungen komplett übernommen, da ihr wichtig war, dass das auch so gut wie möglich behandelt wird.
    Je nach Fehlstellung kann man mit einer Zahnspange ausgleichen. Bei Leos Bruder hat die aber nicht gehalten. Ich weiß leider nicht ob sie dann die Zähne später haben ziehen lassen oder wie das gehandhabt wurde. Wenn du Interesse hast, dann frag ich mal nach. Hast du mit deinen TAs über eine Zahnspange gesprochen? Kann möglich sein, dass da ein Spezialist am besten ist.