Jetzt wo der Hund operiert wird und auch in der Zeit danach, wo noch alles heilen muss, würde ich die Hunde nicht im Freilauf zusammen lassen. Evtl. mal gemeinsam spazieren gehen, aber dann eben drauf achten, dass dein Welpe nicht zu dem anderen Hund hin geht und ihn bedrängt. Ein nicht gut sozialisierter Hund mit Schmerzen kann da durchaus mal extremer reagieren, was für deinen Welpen gefährlich werden kann.
Sollte der ältere Hund dauerhaft bei euch bleiben, dann arbeite daran, dass Alfred ihn nicht belästigt. Belohne ihn wenn er sich vorsichtig annähert, oder auch mal Bögen um den anderen läuft und verhindere unhöfliches Verhalten oder einfach Verhalten die der andere nicht mag. Wenn du das konsequent machst, wird auch irgendwann der Freilauf kein Problem sein.
Mein Retriever-Rüde wollte als Welpe auch immer gern mit allen spielen. Meine Mutter hat eine Hündin die da so gar keinen Wert drauf legt und selbst beschnüffeln nicht mag, geschweige denn angespielt werden. Sie zeigte dann sehr deutlich mit knurren und schnappen, dass sie das nicht duldet, aber warum es soweit kommen lassen? Leo wurde von mir konsequent daran gehindert die Hündin meiner Mutter zu bedrängen (was bedrängen ist, entscheidet der jeweilige Hund, bei Tiffi war es eben schon ein beschnüffeln) und gelobt wurde er wenn er sie ignoriert hat, im Bogen um sie gelaufen ist und zurück haltend war. Wichtig auch: der Hund der "nervt" wird angeleint und nicht der der sich nur wehrt. Auch wenn Welpi süß und unschuldig ist, nur spielen will und der andere schnappt und knurrt.
Deswegen finde ich, dass ihr das zurzeit gut handhabt in dem dein Welpe angeleint bleibt, auch wenns sicher etwas mühselig ist. Aber wenn man dauerhaft wenig gestresste Hunde will, dann ist das der richtige Weg. Du musst da die Verantwortung übernehmen und deinem Hund beibringen, dass nicht jeder andere Hund spielen will und wie man sich höflich annähert.