Beiträge von AnjaNeleTeam

    Ich fühle mich sehr stark in meine Anfangszeit mit Janosch zurück versetzt :D Janosch ist auch ein Ungar, war dort aber Kettenhund. Nach einigen Monaten haben sich die gleichen Probleme wie bei euch entwickelt.
    Aufgrund der geringen Körpergröße (Hunden ist sehr wohl bewusst, dass sie dadurch unterlegen sind) vermute ich Unsicherheit und das er sein Revier verteidigen möchte. Wenn er Straßenhund war, wird er sich da durchgesetzt haben müssen, deswegen macht er erstmal auf gefährlich. Das wäre jetzt meine Erklärung, weil ich sie bei Janosch ähnlich hatte, aber muss natürlich nichts heißen.

    Bei Janosch hat leider alles nicht viel geholfen. Jedenfalls nicht so, dass ich jetzt problemlos dem pöbelnden Chihuahua in unserem Treppenhaus mit einem ruhigen Hund an der Leine begegnen könnte. Gerade weil sie unsicher sind, aber trotzdem kleine "Proleten" (sehr vermenschlicht ausgedrückt) ist es schwierig da die Waage zwischen einer Ansage und einem beruhigenden in Schutz nehmen zu finden.

    Ich denke mit deiner Strategie bist du schon ganz gut dabei. Was noch helfen kann:
    - öfter mal die Strecke wechseln, damit er nicht denkt ein festes Territorium zu haben
    - nicht zu lange Runden um ihm nicht zu viel Stress auszusetzen. Je mehr Stress und Begegnungen, desto eher wird er austicken und weniger ansprechbar sein
    - innere Ruhe - hört sich doof an, hilft aber ungemein, wenn man selber nicht in Panik ausbricht, weil ein anderer Hund kommt, sondern ruhig bleibt
    - auf den Arm nehmen (bei Janosch wirkt das Wunder, ich habe dann einen ruhigen Hund mit dem ich an Engstellen, vollkommen ruhig, an anderen Hunden vorbei kann. Solltest du bei nicht allzu großem Reiz testen, nicht das ihn das total aus der Bahn wirft oder er vielleicht sogar das schnappen anfängt)
    - Super-mega-Leckerli und dann rein in den Hund so lange es für ihn aufregend ist. Also wirklich Leberwurst, Käse o.Ä.
    - eine gute (!) Hundeschule bei der Hundebegegnungen geübt werden ohne die Hunde zu überfordern.
    - gemeinsame Beschäftigung um eure Bindung zu festigen


    Ist er bei der Sitterin mit vielen anderen Hunden zusammen?

    Häh, du hast doch selber AWH? Warum fragst du :???:

    Ich persönlich finde sie sehr faszinierend, sehe aber gerade die High-Content-Zucht sehr kritisch. Ich denke auch, dass die Haltung große Ansprüche stellt an den Besitzer und habe da Bedenken, was passiert wenn die den Ansprüchen nicht gerecht werden.

    Ich hab heute mal, mangels Trainingspartner, allein geübt.
    Zwei Übungen hatte ich im Kopf.

    Nummer 1 war die hier:

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    Alle Dummies sind Memories.

    Ich wollte das Einweisen etwas abfragen, weil ich das Gefühl habe, dass Leo zurzeit gern mal was "überhört". Hier hat er es aber wirklich klasse gemacht! Bis auf das eine Mal, wo er links zur vorderen Stelle gelaufen ist und dann dachte er weiß es besser. :roll:

    Ich hab es sogar geschafft, von der ganzen Übung ein Video zu machen. Es ist ziemlich lang, aber vielleicht mag es ja trotzdem wer schauen.

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    Und noch ein Video gibts von der zweiten Übung:

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    Wieder alles Memories. Dass er das Pushen so schön angenommen hat, hat mich sehr gefreut :applaus:


    Braver Leo!

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    Ja bei Leo dem Riesenstreber bin ich schon etwas verwöhnt und wenns dann nicht gleich klappt :lol: Muss ich vielleicht etwas geduldiger sein :smile:

    Er hatte sicher schon mal an der Leine Kontakt mit anderen Hunden, aber extrem selten. Kann mich jetzt so auch an keine Situation erinnern. Allein wegen Janosch passiert so was eigentlich nicht und auch bei Leo will ich keinen Kontakt an der Leine. Gespielt wird sowieso nur ohne. Ich denke er weiß schon, dass er nicht hin kann/darf, aber fiepsen muss er trotzdem :roll:

    Ich hab halt nur zurzeit nicht das Gefühl, dass uns das wirklich weiter bringt... Aber wenns bei euch was geholfen hat, bleiben wir erstmal dran.

    Einen Dummy haben wir ja nicht immer dabei, aber ich werd ihm vielleicht was anderes ins Maul geben wenn ich dran denke. Könnte mir aber vorstellen, dass er es ausspuckt. Möglicher Hundekontakt ist für ihn reizvoller als Beute.

    Ich denk viel hat zurzeit auch mit seinen Hormonen zu tun. Man merkt inzwischen deutlich, dass er weiß er ist ein potenter Rüde. Ich hoffe ja, dass das sich irgendwann wieder etwas beruhigt, aber sicher nicht ohne entsprechendes Training.

    Hallo Foris,

    Leo ist recht unruhig an der Leine wenn wir anderen Hunden begegnen. Drückt sich bei ihm so aus, dass er das Fiepen anfängt. Oft nicht nur ein bisschen fiep fiep, sondern mit voller Inbrunst :roll: Mich stört es und wie so viele, hätte ich gern einen Hund an der Leine, der sich benimmt, ruhig und entspannt ist.

    Kurz als Backround-Info: Leo ist 3 Jahre alt, unkastriert und sehr verträglich mit Rüde und Hündin, er will gern zu anderen Hunden hin, lässt sich im Freilauf aber super abrufen und kennt es, dass man nicht ohne ok zum anderen Hund darf. Er ist mit meinem wirklich leinenaggressiven Terrier aufgewachsen und hat sich da, denke ich, natürlich von der Aufregung bei Hundebegegnungen anstecken lassen. Dass er mit bellt habe ich erfolgreich verhindern können.

    Dem Janosch werde ich seine Leinenaggro nicht mehr aberziehen können. Ich kann sie verhindern, wenn ich ihn hochnehme, habe ich aber in der letzten Zeit selten gemacht, da wir eh wenige Hunde treffen.

    Letztes Wochenende bin ich dann mit Leo allein in die Stadt gefahren um gezielt Hundebegegnungen zu suchen und üben zu können. Ich habe vor allem so geübt, dass ich ihn angesprochen habe und bei einem Blick zu mir gabs Leckerli. Er kennt auch Zeigen und Benennen, wo er die Umorientierung eigentlich sehr schön macht. Es hat ganz gut funktioniert ihn halbwegs ruhig an anderen Hunden vorbei zu führen, er zieht dann nicht, aber ohne Fiepsen schafft er es auch nicht.
    Meint ihr ich bin damit auf dem richtigen Weg? Habt ihr noch andere Ideen wie ich ihn da relaxter bekommen kann?