Beiträge von AnjaNeleTeam

    Der Wolf und Hund Vergleich hinkt doch immer, weil bei Wölfen seltenst auf HD getestet wird und sie seltens 15 Jahre alt werden.

    Ich persönlich rede nicht davon einen Hund am Rennen und Spielen und Laufen zu hindern, sondern ihn gezielt auszulasten. Vor dem ersten Lebensjahr sind die Bänder und Knochen einfach noch nicht komplett ausgereift, so dass das schon negative Auswirkungen haben kann, wenn da zu viel gemacht wird.
    Andererseits ist zu wenig machen und nur schonen, sicherlich auch nicht förderlich.

    Nicht regelmäßige Belastungen sind wahrscheinlich auch nicht so das Problem, so lange man nicht jeden Tag 3h wandern geht.

    @DickeBrumsel
    Wenn dein Hund mit dem Pensum gut klar kommt, dann passt es ja. Eigentlich ist das immer individuell und es kommt sehr drauf an wie schnell man geht, ob angeleint oder nicht und was der Hund in der Zeit macht.
    Ich finde es auch an der oberen Grenze 3x30Min zu laufen und würde eher 2x15 und 1x45 Min wählen. Immer unter der Voraussetzung mehr zu stehen als zu gehen und gemeinsam die Welt angucken.

    Aufpassen solltest du auch, dass du nicht immer mehr "auslastest", weil dein Hund dann ruhiger scheint. Gerade nicht im ersten Lebensjahr. Da sollte nicht ausgelastet werden, sondern eher Ruhe gelernt werden, sonst hast du irgendwann einen nervigen Hibbel der ständig Action will.

    Das kann er schon als sein Revier sehen, aber ist ja auch oft schwer ganz zu verhindern.
    Es hilft auf jeden Fall, wenn man sich selbst eine Strategie für den Ernstfall überlegt und die dann durchzieht. Dann ist die Unsicherheit für einen selbst schon mal weg.
    Ich würde da immer über Distanzvergrößerung gehen. Auch mal umkehren bis zu einem geeigneten Platz. Dann absitzen lassen, auch zu den Hunden hinschauen lassen, solange er sich nicht festguckt und belohnen solange er brav ist. Bei Situtionen in denen man nicht mehr reagieren kann, Augen zu und durch. Da würde ich gar nichts sagen oder versuchen. Und weiter an der Leinenführigkeit und Gehorsam üben, auch unter Ablenkung. Je besser das sitzt, desto besser kann er es auch in doofen Situationen umsetzen. Und eben Hilfe durch einen Trainer :)

    Das mit dem Hochheben ist umstritten, aber da kommt es vor allem auf deinen Hund an. Bestärkt und Überlegen fühlen sich da glaub ich die wenigsten. Janosch fühlt sich zum Beispiel sicher, aber es kann auch Hunde geben, die sich dann erst recht hilflos fühlen. Wenn dein Hund vom Arm weiter kläfft, würde ich diese Idee verwerfen. Wenn dein Hund verkrampft und ängstlich wirkt, dann auch. Ist er allerdings entspannt, ist ruhig und nimmt Futter, dann würde ich das durchaus als Übergangs- oder Notlösung sehen.
    Lässt er sich denn so gern rumtragen? Janosch mag das gern, aber gibt ja genug Hunde die das nicht mögen.

    Gut das er bei der Sitterin allein ist :gut:

    Ich fühle mich sehr stark in meine Anfangszeit mit Janosch zurück versetzt :D Janosch ist auch ein Ungar, war dort aber Kettenhund. Nach einigen Monaten haben sich die gleichen Probleme wie bei euch entwickelt.
    Aufgrund der geringen Körpergröße (Hunden ist sehr wohl bewusst, dass sie dadurch unterlegen sind) vermute ich Unsicherheit und das er sein Revier verteidigen möchte. Wenn er Straßenhund war, wird er sich da durchgesetzt haben müssen, deswegen macht er erstmal auf gefährlich. Das wäre jetzt meine Erklärung, weil ich sie bei Janosch ähnlich hatte, aber muss natürlich nichts heißen.

    Bei Janosch hat leider alles nicht viel geholfen. Jedenfalls nicht so, dass ich jetzt problemlos dem pöbelnden Chihuahua in unserem Treppenhaus mit einem ruhigen Hund an der Leine begegnen könnte. Gerade weil sie unsicher sind, aber trotzdem kleine "Proleten" (sehr vermenschlicht ausgedrückt) ist es schwierig da die Waage zwischen einer Ansage und einem beruhigenden in Schutz nehmen zu finden.

    Ich denke mit deiner Strategie bist du schon ganz gut dabei. Was noch helfen kann:
    - öfter mal die Strecke wechseln, damit er nicht denkt ein festes Territorium zu haben
    - nicht zu lange Runden um ihm nicht zu viel Stress auszusetzen. Je mehr Stress und Begegnungen, desto eher wird er austicken und weniger ansprechbar sein
    - innere Ruhe - hört sich doof an, hilft aber ungemein, wenn man selber nicht in Panik ausbricht, weil ein anderer Hund kommt, sondern ruhig bleibt
    - auf den Arm nehmen (bei Janosch wirkt das Wunder, ich habe dann einen ruhigen Hund mit dem ich an Engstellen, vollkommen ruhig, an anderen Hunden vorbei kann. Solltest du bei nicht allzu großem Reiz testen, nicht das ihn das total aus der Bahn wirft oder er vielleicht sogar das schnappen anfängt)
    - Super-mega-Leckerli und dann rein in den Hund so lange es für ihn aufregend ist. Also wirklich Leberwurst, Käse o.Ä.
    - eine gute (!) Hundeschule bei der Hundebegegnungen geübt werden ohne die Hunde zu überfordern.
    - gemeinsame Beschäftigung um eure Bindung zu festigen


    Ist er bei der Sitterin mit vielen anderen Hunden zusammen?

    Häh, du hast doch selber AWH? Warum fragst du :???:

    Ich persönlich finde sie sehr faszinierend, sehe aber gerade die High-Content-Zucht sehr kritisch. Ich denke auch, dass die Haltung große Ansprüche stellt an den Besitzer und habe da Bedenken, was passiert wenn die den Ansprüchen nicht gerecht werden.

    Ich hab heute mal, mangels Trainingspartner, allein geübt.
    Zwei Übungen hatte ich im Kopf.

    Nummer 1 war die hier:

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    Alle Dummies sind Memories.

    Ich wollte das Einweisen etwas abfragen, weil ich das Gefühl habe, dass Leo zurzeit gern mal was "überhört". Hier hat er es aber wirklich klasse gemacht! Bis auf das eine Mal, wo er links zur vorderen Stelle gelaufen ist und dann dachte er weiß es besser. :roll:

    Ich hab es sogar geschafft, von der ganzen Übung ein Video zu machen. Es ist ziemlich lang, aber vielleicht mag es ja trotzdem wer schauen.

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    Und noch ein Video gibts von der zweiten Übung:

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    Wieder alles Memories. Dass er das Pushen so schön angenommen hat, hat mich sehr gefreut :applaus:


    Braver Leo!

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    Ja bei Leo dem Riesenstreber bin ich schon etwas verwöhnt und wenns dann nicht gleich klappt :lol: Muss ich vielleicht etwas geduldiger sein :smile:

    Er hatte sicher schon mal an der Leine Kontakt mit anderen Hunden, aber extrem selten. Kann mich jetzt so auch an keine Situation erinnern. Allein wegen Janosch passiert so was eigentlich nicht und auch bei Leo will ich keinen Kontakt an der Leine. Gespielt wird sowieso nur ohne. Ich denke er weiß schon, dass er nicht hin kann/darf, aber fiepsen muss er trotzdem :roll:

    Ich hab halt nur zurzeit nicht das Gefühl, dass uns das wirklich weiter bringt... Aber wenns bei euch was geholfen hat, bleiben wir erstmal dran.

    Einen Dummy haben wir ja nicht immer dabei, aber ich werd ihm vielleicht was anderes ins Maul geben wenn ich dran denke. Könnte mir aber vorstellen, dass er es ausspuckt. Möglicher Hundekontakt ist für ihn reizvoller als Beute.

    Ich denk viel hat zurzeit auch mit seinen Hormonen zu tun. Man merkt inzwischen deutlich, dass er weiß er ist ein potenter Rüde. Ich hoffe ja, dass das sich irgendwann wieder etwas beruhigt, aber sicher nicht ohne entsprechendes Training.