Ich bin auf dem Land aufgewachsen und freilaufende Hofhunde gehörten immer dazu. Da war einer der den Müll im Schuppen ausgeräumt hat und einer der mal gebissen hat. Welche die einfach beim Spaziergang mitkamen oder Probleme bereiteten, wenn die eigene Hündin läufig war.
Wir sind immer so damit umgegangen, dass wir weniger mit den Besitzern der Hunde geredet haben, als mit den Hunden selbst, oder eben die entsprechenden Strecken gemieden haben.
Mit den Besitzern reden hätte entweder zur Folge gehabt, dass wir ignoriert werden würden, oder das reagiert wird, aber meist so, wie man es nicht für den Hund möchte. Der beißende Hund blieb zum Beispiel für den Rest seines Lebens zum größten Teil an der Kette. Ein wirkliches Umdenken erreicht man bei den Leuten nicht.
Anzeigen kam für uns nie in Frage. Wie Ulixes schon anspricht, ist gerade auf dem Land ein gutes Nachbarschaftsverhältnis schon wichtig (uns zumindest) und die Uhren gehen da einfach noch anders.
Ich würde an deiner Stelle einfach nicht den Weg lang gehen. Schon allein um deinen Hund nicht zu gefährden oder zu traumatisieren. Das wärs mir nicht wert.
Vielleicht gibts außerdem noch die Möglichkeit mal mit nem Kuchen vorbei zu gehen und das gemeinsame Gespräch zu suchen. Sachlich dein Problem zu schildern und gemeinsam schauen, ob es nicht ne Lösung gibt die für alle passt.