Beiträge von AnjaNeleTeam

    Heute beim Schießen hat einer berichtet von einem Vorkommnis in einem Revier in das er mitgehen darf. Ein Fuchsbau wurde ausgehoben, zu Tage kamen zwei Jungfüchse und 42 tote Hasen :shocked: Davon 3 Althasen und 39 Junghasen (hab ein Foto gesehen). Die Fähe hatte, lange bevor ihre Jungen überhaupt in der Lage waren feste Nahrung zu sich zu nehmen, so unglaublich viele Hasen erlegt.

    Die Fuchsjagd ist wirklich nichts worauf ich mich freue, aber wenn man solche Zahlen hört und auch an die Bodenbrüter denkt, dann ist es einfach absolut notwendig die Zahl der Füchse zu dezimieren. Von der Fuchsräude mal ganz abgesehen.

    Leo ist ja noch kein richtiger Gebrauchshund, deswegen weiß ich nicht inwiefern meine Antwort hilfreich für dich ist, aber das kannst du ja selber entscheiden :D

    Leo ist ein 4 Jahre alter Curly Coated Retriever, der mit ca. einem Jahr anfing zu arbeiten. Jagdlich und Dummytraining.
    Beim jagdlichen ging es um die Anlagenprüfung, also Schleppe, Suche, Schußfestigkeit, Apport (am Wasser) usw. Dafür haben wir ich glaub 3-4x geübt, bis er dann seine Prüfung gemacht hat. Danach gab es für ihn 2 Real-Einsätze. Eine Hasen- und eine Entenjagd. Da mein Jagdschein aber noch in weiter Ferne war, habe ich ihn nicht weiter jagdlich ausgebildet.

    Gleichzeitig fing auch die intensive Dummyarbeit an, die ja für einen Retriever schon recht jagdnah ist, so dass man die Hunde gut auslasten kann.

    Das Dummytraining findet meist 2x im Monat statt (auch mal 3x) und dauert jeweils einen Tag, manchmal 2 Tage. Zusätzlich dazu mache ich 1-2x die Woche Dummyübungen. Früher auch mal mehr, als die Basics noch gefestigt werden mussten. Das waren dann immer so kleine Einheiten oft beim Spaziergang, während denen bspw. der Sitzpfiff geübt wurde.

    Jetzt aktuell mache ich meinen Jagdschein und zum Dummytraining kommt noch der Brauchbarkeitskurs dazu. Das ist schon ganz schön viel Arbeit und Rumfahrerei. Wenn dann noch Seminare und Ausflüge dazu kommen, ist man schon ganz schön beschäftigt.

    Ich bin mir sicher, dass mein Programm auch für einen "krasseren" Jagdhund ausreichend wäre und ich glaube, dass die Jagd an sich, je nach Einsatzgebiet, kaum zur Auslastung bei trägt. Eher das Drumherum.
    Wenn man jedes Wochenende auf Drückjagden ist oder Berufsjäger, dann sieht das natürlich anders aus.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn der Curly mal ein Image hätte. Aber die meisten kennen die Rasse erstmal gar nicht, oder es wird dann eher angelesenes Wissen wiedergegeben, wie hier:

    Naja, wenn der Toller jetzt das Jagen anfängt weil er sich langweilt, ist für den Menschen vielleicht nicht gefährlich... Ja. Aber halt unter Umständen für das Wild oder den Hund selbst.
    Bei Chessies und Curlys ist es denke ich klar. Wach- und Schutztrieb.

    Curlies sind geniale Familienhunde, da sie cool sind und in sich ruhen. Gleichzeitig vielseitige Arbeiter. Sie sind ernster als die meisten Labbis und Golden und zurückhaltend gegenüber Fremden, was sie meist draußen und im Haus angenehm macht. Im Unterschied müssen sie etwas konsequenter geführt werden und mehr zur Zusammenarbeit überzeugt werden. Im Vergleich zu schwerführigen Rassen haben sie immer noch eine Menge will-to-please.

    Der Wach- und Schutztrieb ist sehr moderat. Chessies haben da noch deutlich mehr Schärfe und eine niedrigere Reizschwelle. Finde es immer schade, wenn die so in einen Topf geworfen werden. Nicht das ich Chessies nicht gut fände, aber es sind genauso andere Hundetypen wie der Flat, Toller, Golden und Labbi.

    Ich hoffe ja jemanden zu finden, der mich mit nimmt ins Revier und anleitet am Anfang.

    ich find die technik auch sehr spannend. Wie du sagst, einfach und relativ unblutig.
    der Aufbruch wird auf jeden Fall verwertet solange alles passt. In dem Video war die Lunge nicht in Ordnung, aber milz, herz, nieren und Leber kann gegessen werden. Unser lehrer hat letztens von der aufbruchpfanne geschwärmt :lol: Der Rest wird entsorgt, aber nicht im Wald. Das macht man nicht mehr und wenn, dann muss es mindestens 50cm (glaub ich) tief vergraben werden.

    Viel Spaß beim Kurs! Ich finds einfach mega spannend :D


    Gerade haben wir Waffenkunde, womit ich mich etwas schwer tue, weil ich damit noch nie Berührungspunkte hatte, bis auf die paar mal schießen davor. Es gibt auch da wieder so viele verschiedene Fachbegriffe... Aber nichts was man nicht lernen könnte!
    Ich komme inzwischen auch mit immer mehr Jägern in Kontakt. Letztens habe ich mit einem lange gesprochen, der ein eigenes Revier hat, aber die Pacht auslaufen lassen will. Er muss sich zu sehr rumärgern mit den Hopfenbauern, so dass er nicht mehr so jagen kann wie er will. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass Böcke Hopfen verfegen und das das ganze Jahr über. Ich dachte nur der Verbiss ist gefährlich für den Hopfen. Von ihm wird also regelmäßig gefordert die Böcke aus dem Hopfen fern zu halten, die dort mit dem Geweih ihr Revier markieren. Das Dumme ist nur, sobald er den Bock geschossen hat, ist das Revier ja wieder frei und muss von einem anderen Bock neu markiert werden. Der Abschussplan ist außerdem sehr hoch angesetzt. Ich kannte den Jäger ja vorher nicht, aber man hat richtig gemerkt, dass er mit Sinn und Verstand jagt, bzw. jagen möchte. Sehr schade, dass dann solche Leute aufhören...

    Ansonsten habe ich mir wieder ein Aufbrech-Video angeschaut. Erst wars wirklich etwas schwierig, weil die Vorstellung in so ein Tier reinzuschneiden und dann den Brustkorb durchzusägen einfach fremd ist und man mitfühlt. Allerdings ist das Tier ja tot und fühlt nichts mehr. Beim zweiten Mal schauen war ich dann objektiver. Hab mir gemerkt wo und wie lang geschnitten wird und auf was man achten muss. Ich verlink das Video mal falls es wen interessiert. Ich finds gut gemacht :smile:

    Aufbrechen im Wald: So geht's sauber und schnell | jagderleben.de