Beiträge von AnjaNeleTeam

    Hier ist eine BR-Doku, in der auch vieles über HSH vorkommt:

    https://www.br.de/br-fernsehen/p…ng-1794068.html

    Die HSH in Hilpoltstein ab Min 13:00 habe ich schon mal auf einer Wanderung gesehen. Sie waren am Ortsrand bei einem Stall. Mindestens 15 Hunde, die alle gleich alt aussahen. Bei dem 90cm Schafsnetz wird einem schon anders muss ich sagen, aber wir sind einfach im möglichst großen Bogen drumherum. Das Schild mit der Erklärung, Warnung oder wasauchimmer konnten wir so leider nicht lesen. Beeindruckende schöne Hunde.

    Mich würde mal interessieren: Was versteht ihr denn im Alltag unter "arbeiten"? Oder kann es gar keinen "Nur"-Alltag geben, wenn man mit dem Hund arbeitet? Bei uns ist es zum Beispiel so, dass ich schon mit Traineranleitung Stück für Stück die Dummyarbeit aufgebaut habe und weiter ausbaue. Mir würde aber beispielsweise die Zeit fehlen, das professionell in einem Verein und/oder Wettbewerb auszuüben. Trotzdem ist es mir enorm wichtig, dass wir - gewissermaßen privat - dran bleiben, weil ich einfach merke, wie konzentriert und fokussiert er dabei ist. Und weil wir einfach beide viel Spaß daran haben.

    Ich trainiere mit Leo inzwischen fast nur noch in der Gruppe und kaum mehr allein. D.h. so zweimal im Monat einen oder zwei ganze Tage und zusätzlich noch Privat mit Leuten. Auf dem Spaziergang fliegt schon mal ein Dummy oder ich leg ein Blind aus, aber selten mehr, weil die Aufgaben inzwischen einfach zu lange dauern. Wenn ich mit ihm eine Übung mache, bin ich so 20-30Min beschäftigt. Das geht unter der Woche nicht und am Wochenende sind wir unterwegs.

    Ich finde es schade, dass so viele Rassen durch die Unterteilung in Show- und Arbeitslinie oft in extreme verfallen. Ein Goldie, welcher eigentlich ein schlanker, sportlicher Hund sein sollte, wird zur Fellbombe ohne Arbeitsmotivation, welcher mit jeglicher ihm bietenden Bewegung zufrieden ist (so meine Erfahrung)...beim Labbi dasselbe nur ohne Fell und mit einer guten Portion Distanzlosigkeit.

    Also bei den Curly Coated und Nova Scotia Retriever beispielsweise steht ja explizit, dass die beiden Jagdgebrauchshunde sind und in Anfängerhänden eher weniger sein sollten.

    Ist das bei den Flats auch? Oder sind die doch wohl in Anfängerhänden aufgehoben? :D

    Ach ja, Clowns sind super! meine Ma hat einen Pudelmix Zuhause sitzen. Die sind ja auch als solche bekannt. :nicken:


    Oh hab ich Curly gelesen?! :lol: Ich freu mich auch sehr, dass der Thread wieder aktiv ist :gut:

    Ich persönlich finde ja nicht, dass ein Curly kein Anfängerhund sein kann. Wenn man die Art Hunde mag, dann kann das ohne Probleme klappen. Man sollte sich schon zutrauen konsequent zu sein und klar zu führen, aber ansonsten finde ich sie nicht schwieriger als einen anderen Retriever. Genauso beim Toller, wobei ich bei dem eher das sensible schwer finde.

    Auch ein Flat kann für Anfänger schwierig sein. Diese übersprudelnde Energie und Freude, mit Hang zum (Wasser)Junkietum, kann einen auch an seine Grenzen bringen. Aber Vorteil bei allen Retrievern ist einfach, dass sie verträglich mit Mensch und Hund sein sollen. Da würde ich nur den Chessie etwas außen vor lassen, wobei die auch nicht aggressiv sein dürfen.

    Beim Flat gehen schon die ersten Entwicklungen los, dass auf Show oder auf Work selektiert wird. Ich glaube, dass es nicht mehr so lange braucht, bis es auch beim Flat Arbeitslinien und Showlinien gibt. Ich finde das schade, glaube aber, dass solche Entwicklungen ab einer gewissen Anzahl normal sind.

    Für Schweiß habe ich jetzt das Glück bei Uwe Heiß einen Seminarplatz ergattert zu haben.

    Der weiß, wovon er spricht...... Ist aber ein Hardliner.

    Was das Vorstehen angeht, da sind die Curlies wirklich etwas anders als andere Retriever.

    Ich lern immer neues :applaus: Cool. Wenn du mal ein Video hast, mag ich gerne gucken.

    Ja das hab ich auch schon gesagt bekommen. Ich bin gespannt!

    Eine Züchterin bei Berlin hat mal ein Video gezeigt mit ihren Welpen und der Reizangel. Ähnlich wie man das von Settern oder Pointern kennt. Ganz so schön stehen sie nicht vor, aber man sieht deutlich die Anlagen. Ich habe es letztens schon mal gesucht, aber leider nicht gefunden. Wenn mir es mal über den Weg läuft, dann schick ich es dir.
    Leo hat auch von kleinauf dieses Verhalten gezeigt, wenn er Federwild gerochen oder gesehen hat. Erstmal stehen bleiben und fixieren. Ich hab das belohnt, aber nicht weiter gefestigt. Er zeigt das immer noch, aber ich weiß nicht inwieweit man das noch fördern kann.

    Wildfire ist echt ein wahnsinnig tolles Pferd! Richtig hübsch und so fein. Ich fand die Szene mit dem Podest ganz toll! Wie viel Mühe er sich da gegeben hat alles richtig zu machen. Auch ein tolles Handling von Kerstin :gut:

    Bei dem Reit-Problem wirkt er überhaupt nicht "böse", sondern wirklich einfach panisch. Ich kann mir vorstellen, dass das nicht mehr zu lösen ist. Aber vielleicht kann er ja auch ein Kutschpferd werden oder man macht eben andere Sachen mit ihm. Ich glaube nicht, dass seine Besitzerin ihn jetzt deswegen abgibt und wärs mein Pferd, würde ich ihn deswegen auch nicht abgeben.

    AnjaNeleTeam Echt? Wow..... ist ja eigentlich eine Vorsteherprüfung.... HZP auch.

    Wobei ich die VPS genau so anspruchsvoll finde... ist ja das komplette VGP Programm, nur ohne Feldsuche.

    Und Schweiß finde ich grandios.....

    Wie gesagt, ich bin ja noch ganz am Anfang. Ich hab keine Ahnung, ob wir das alles schaffen. Wir brauchen vor allem mal gute Trainer die uns helfen. Wenn wir die Brauchbarkeit und die Bringleistungsprüfung gelaufen sind, dann weiß ich vielleicht mehr.

    Für Schweiß habe ich jetzt das Glück bei Uwe Heiß einen Seminarplatz ergattert zu haben.

    Was das Vorstehen angeht, da sind die Curlies wirklich etwas anders als andere Retriever. Gibt auch ein paar, die die HZP haben.

    Ich möchte mit Leo im Herbst gerne die Bringleistungsprüfung machen und die jagdliche Brauchbarkeit.

    In den Sternen steht wie wir dann im jagdlichen Bereich weiter machen. Wenn sich eine Trainingsmöglichkeit findet, würde ich sehr gern noch ein paar Prüfungen machen. Z.B. die HZP oder RGP. DIe VGP würde mich auch sehr interessieren, aber ich weiß nicht, ob ich das mit Leo hinbekomme.

    Auch im Dummytraining werde ich mit Leo weiter auf Prüfungen gehen, allerdings sind wir da gerade an einem Punkt, an dem ich nicht sicher bin ob es noch weiter geht. Eigentlich wollte ich mit ihm in die Open, aber aktuell sieht das unwahrscheinlich aus. Da wird so ein Niveau vorgelegt, dass Leo als nicht Arbeitslinie so nicht zeigen kann. Vieles ist trainierbar, aber die Richter haben ihr Ideal vor Augen und Leo entspricht dem nicht. Das ist dann schon frustrierend. Gerne würde ich mit ihm auf einen Mock Trial gehen und ein Field Trial wär ein Traum (aber wirklich nur das, ein Traum!).

    Mit dem nächsten Hund wird vieles anders laufen. Wahrscheinlich wird es mehr Richtung Jagd gehen, aber Dummytraining finde ich so toll, dass ich das gerne weiter ernsthaft betreiben möchte.

    Frage steht ja schon im Titel und mich würde tatsächlich so ab (knapp) 3 Jahren aufwärts interessieren, also wirklich erwachsene Hunde. Was schätzt euer Hund an einer Begegnung, spielt er noch mit (ausgewählten) völlig fremden Hunden, was findet er doof, wie äußert er das jeweils... Und hat sich das mit dem Erwachsenwerden stark geändert? Rasse dazu genannt fände ich auch noch interessant =)

    Janosch, 10,5 Jahre, kastriert, Terrier-Mix, findet eigentlich alle anderen Hunde erstmal doof, wenn er sie nicht kennt. Er mag aber Mädels. Gespielt wird dann trotzdem eher sehr selten. Wenn dann ist das nur ein kurzes vorne runter, links rechts antäuschen. Insgesamt kommt er sehr gut mit selbstbewussten Hunden klar. Bei zickigen Mädels ist er super charmant. Im Freilauf ist er schon lange keinen Hunden mehr begegnet die in sein "Feindschema" passen. Da wird er ansonsten sehr deutlich mit schnappen und vertreiben. Früher hat Janosch eher mal gespielt, aber er wird halt auch älter.

    Leo, 4,5 Jahre, unkastriert, Curly Coated Retriever, mag retrievertypisch eigentlich jeden Hundekontakt. Bei ähnlich großen und unkastrierten Rüden wird imponiert, mit anderen Retrievern meist nicht groß interagiert (meist in Pausen während des Trainings). Bei Hündinnen wird erstmal der Hormonstatus abgecheckt. Daraus entwickelt sich auch manchmal ein Spiel, was aber häufig sexuell motiviert ist. Mit Junghunden spielt er dagegen sehr schön. Kleine Hunde ignoriert er eher. Geänder hat sich da eigentlich nix.