Beiträge von AnjaNeleTeam

    Ich bin momentan zwiegespalten.

    Einerseits läuft vieles korrekt ab (also von dem, was ich mitbekommen habe), bspw. Wurfabnahme mit genauer Kontrolle der Zuchtstätte und des Wurfes, andererseits gibt es so viel Vetternwirtschaft, Missgunst, Gerüchte und stellenweise schon echt üble Nachrede, dass mir das echt zum Hals raushängt. Hat aber auch nicht wirklich nur was mit dem VDH zu tun, wird wohl fast überall so sein. Aber es nervt.

    Bei Clubschauen weiß man im Vorfeld schon, wer gewinnt, wenn man den Katalog sieht (also Ausstellername, nicht den Hund!), halt je nach Richter oder Aussteller.

    Gerade das mit der Wurfabnahme kann ich leider nicht bestätigen. Es kommt darauf an wer der zuständige Zuchtwart ist und das sind alles Laien. Es ist also davon abhängig wie streng der ist und wie ernst er das Ganze nimmt. Viel zu wenig ist da wirklich festgelegt. Was mich echt schockiert hat, dass die Welpen nicht mal standardmäßig gewogen werden müssen. Ich war der festen Überzeugung das das einfach gemacht wird.

    Ansonsten stimme ich dir zu. Ja es nervt wirklich, aber kann man nicht was machen, außer nur genervt sein und sich zu beschweren?

    Ich weiss genau was du meinst und es aergert mich auch echt. Ich werde zwar weiterhin im VDH kaufen, aber nur weil es mir ausserhalb zu wenig Kontrolle der Zuechter gibt..

    Wenn ich sehe wie in anderen Laendern, die teilweise in anderen Sachen deutlich (!) entspannter sind als der VDH/die deutschen RZV, z.B. gestraft wird, wenn eine Sperrfrist oder das Hoechstalter ignoriert werden, dann sind das Welten zu einigen deutschen RZV.

    Und weil es so laecherliche Strafen gibt, ninmt der Scheiss zu. :muede:

    Ja ich werde auch weiterhin beim VDH bzw. DRC kaufen. Weil ich immer noch daran glaube, dass nicht alles schlecht ist und es einige Leute gibt, die sich echt Mühe geben und versuchen objektiv zu bleiben.
    Aber irgendwie ist es für mich sehr unbefriedigend zu wissen, dass es woanders noch schlimmer ist und das es Mauscheleien überall gibt.
    Was kann man da tun?
    Zuchtwart werden und für eine objektivere Bewertung kämpfen? Oder Richter werden und gegen den Strom schwimmen? Ist sowas überhaupt möglich? Oder braucht man dafür schon so viel Vitamin B, dass es ohne gar nicht klappt?

    Ich bin schon davon überzeugt, dass "von innen heraus" am ehesten was zu erreichen ist. Nur über das Wie mach ich mir noch Gedanken.

    Ich stelle mir zurzeit häufiger die Frage, ob es in der Rassehundezucht (VDH und andere) wirklich nur ein paar schwarze Schafe gibt, oder ob es eher die Überzahl ist.

    Mir geht es dabei nicht einmal um die einzelnen Privatpersonen die mit viel Liebe Würfe aufziehen, von denen kenne ich einige. Sondern es geht mir um die "Entscheider" und die Mauscheleien wenn da bekannte, wichtige und langjährige Züchter sind.

    Ich war lange totaler Verfechter der VDH-Zucht oder anderer anerkannter Vereine je nach Rasse, aber in letzter Zeit sind Sachen vorgefallen und ich habe von Dingen erfahren, die mich zweifeln lassen. Um nur ein paar Kleinigkeiten zu nennen: Prüfungen in der Datenbank die nie gelaufen wurden, Vorteile bei Startplätzen, Richter die mal ein Auge zudrücken oder besser bewerten, weil der Starter ein Kollege ist. Auch was die Zucht angeht ist vieles nicht so wie ich es mir vorgestellt habe. Ich hätte es beispielsweise nie für möglich gehalten, dass eine handvoll Leute/Laien mal eben so eine Zuchtordnung maßgeblich verändern kann. Außerdem bin ich davon ausgegangen, dass das Kontrollsystem bei Wurfabnahmen deutlich strenger ist. So wie man es erwarten könnte bei dem Wortlaut der Zucht- und Zwingerordnung.

    Für mich stellt sich aktuell die Frage, ob das ganze wirklich so gut und sinnvoll ist wie ich lange dachte. Wenn es so einfach ist Daten zu verändern oder die Vorsitzenden ihre persönlichen Ansichten allgemeingültig umsetzen, dann läuft doch da irgendwas verkehrt. Oder wenn ganz klar ist, dass es gerade nicht um die Rasse geht, sondern um persönliche Vorteile.

    Nicht falsch verstehen, ich glaube nicht, dass es irgendwelche Dissidenzvereine besser machen und ich denke nicht, dass es die Lösung ist jetzt nur noch Vermehrer oder den Auslandstierschutz zu unterstützen. Ich möchte auch hier kein VDH-Bashing betreiben.

    Ich würde gern von euch wissen ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt (bitte kein Hörensagen von dem Schwager einer Freundin der Tante...) und wie ihr damit umgeht?

    Bei mir war die Entscheidungsfindung ganz und gar nicht geradlinig.

    Durch meine Ersthündin hatte ich ein Faible für die belgischen Schäferhunde und später dann auch für den Malinois. Da war ich mir dann aber einfach nicht sicher ob ich mit so hochdrehenden und evtl. sehr sensiblen Hunden klar kommen würde. Mit meinem Terrier-Mix lernte ich die kernigen Hunde zu schätzen, aber wusste auch, dass ich einen leichtführigeren Hund haben wollen würde, als die Terrier, die nur machen wenn man gute Argumente hat.

    Ich überlegte also hin und her. Einerseits gefielen mir immer wieder Rassen die einem jeden Wunsch von den Augen ablesen und viel will-to-please haben, andererseits wollte ich einen Hund der nicht so krass abhängig von mir ist und auch mal sein eigenes Ding macht.

    Dazu kamen dann noch andere Kriterien, mittelgroß bis groß, kontrollierbarer Jagdtrieb, kein ausgeprägter Schutz- und Wachtrieb wegen meiner Arbeit und optisch sollte er mir gefallen (vor allem keine körperlichen Übertreibungen haben). Da fallen dann schon sehr viele Hunde weg, aber es blieben immer noch einige.

    Als Hilfe habe ich hier auch einen Thread gestartet und versucht durch gemeinsames Brainstormen weiter zu kommen, was auch funktioniert hat.

    Und mehr durch Zufall landete ich dann beim Curly Coated Retriever. Der hatte mir schon immer optisch und von der Wesensbeschreibung her gut gefallen, aber es gibt einfach nur eine Handvoll Züchter in Deutschland, also hab ich mich nicht auf die Rasse festgelegt. Dann hat mich allerdings jemand aus dem Forum auf eine Pflegehündin aufmerksam gemacht, die ich dann kurzerhand anschauen fuhr. Aus diversen Gründen klappte das nicht, aber ich war mir nun sicherer, dass es die Rasse werden sollte. Eine Züchterin hatte dann noch zwei Welpen mit 10 Wochen frei und so zog dann Leo ein.

    Ich würde dir also raten einfach offen zu bleiben und Kontakte zu suchen. Es kommt dann schon so wie es kommen soll :D

    Bei meinem ist das genauso. Der hatte eine eingewachsene Kette. Bei ihm ist das A und O keinen Zug aufs Halsband zu bekommen.

    Im Stand nehme ich ihn zwischen meine Beine und "halte" ihn etwas fest. Ich hab das mit ihm aufgebaut, also erklärt, dass er dann nicht wegzugehen hat, so dass das inzwischen auch klappt wenn ein Reiz sehr nah ist. Wenn wir in Bewegung sind, schneide ich ihm konsequent den Weg ab, damit er mich auch ohne Reiz nicht überholt. hinter und neben mir darf er machen was er will. Wenn dann ein Hund o.Ä. kommt, dann lässt er sich auch da gut einschränken und es kommt kein Zug auf die Leine, er bleibt also leise und halbwegs entspannt.

    Bei zwei unterschiedlichen Futtersorten wäre ich bei Welpen schon noch vorsichtig. Ich würde abwarten, wie er insgesamt mit seiner Verdauung ist. Wenn man merkt, dass er etwas sensibel auf Veränderung reagiert, würde ich nochmal 5kg von dem anderen kaufen. Schließlich hält das nicht lang bei einem Labradorwelpen und da kann so eine Futterumstellung schon Stress machen, zusätzlich zur Umgewöhnung.

    Davon abgesehen finde ich das Platinum Puppy nicht sehr geeignet für einen Labbi. Würde da eher was mit moderaten Werten nehmen, was nicht so gehaltvoll ist. Evtl. für Welpen großwerdender Rassen oder Erwachsenenfutter.

    Irgendwie kams mir diese Folge so vor, als hätte man noch weniger Training als sonst schon gesehen.

    Bei Spot lags sicher an dem Körungsmitschnitt. Er ist echt ein netter Kerl und schön Bernd mal so verliebt zu sehen :lol:

    Bei Red Boy bezweifle ich irgendwie, dass das was Katja erarbeitet hat, wirklich länger hält. Die Besitzerin war selbst so schreckhaft und aufgeregt...