Danke für eure Antworten! Ich konnte jetzt alles nachlesen und was ich lese macht mir doch Hoffnung
Wie von einigen schon gesagt wurde, ist es wohl in solchen Organisationen ein Stück normal, dass gemauschelt wird und man muss schauen was man selbst draus macht. Ich bin in dem Ganzen ja immer noch sehr neu und ja, ich bin davon ausgegangen, dass Regeln die aufgestellt werden auch für alle gelten und alle die gleiche Strafe erwarten müssen, wenn sie gegen die Regeln verstoßen.
Anscheinend naiv...
Wie schon gesagt finde ich nicht alles schlecht und sehe auch die Idealisten im Verein und die guten Züchter, die bemüht sind ihr bestes für die Rasse zu geben. Einen Retriever würde ich nach wie vor immer nur vom DRC holen.
Ja es nervt wirklich, aber kann man nicht was machen, außer nur genervt sein und sich zu beschweren?
Selbst das Amt ausüben und es besser machen.
Es liegt manches im Argen und ja, es wird an einigen Stellen gemunkelt, wie überall, wo es um Geld und Anerkennung geht.
Aber gerade bei solchen Themen wie "der Richter auf der Schau vergibt die bessere Wertung an seine Kumpels"... denke ich, schwingt oftmals auch schlicht der Neid der Sieglosen mit. Da muss man sich halt auch einfach Mal fragen, wieso es einem so wichtig ist und ob man da selbst objektiv genug ist.
Und wenn man ja angeblich bei Richter X genau weiß, dass es unfair wird, wieso meldet man dann überhaupt? Ein öffentlicher Boykott ändert so manches. Nur dafür müsste man es eben auch durchziehen und nicht wie so oft im Nachinein hinter dem Rücken meckern, sondern einfach mal im Vorfeld Stellung beziehen.
Bei den geschriebenen Prüfungen hat es ja auch geklappt. Es wurde aufgedeckt, es wurden Richter suspendiert und AKZ aberkannt und die Kontrollen verschärft. Aber eben nur, weil Leute aufgestanden sind und den Mund aufgemacht haben.
Und ja, wenn ich mir die Zahlen ansehe, denke ich wirklich, dass es nur ein paar schwarze Schafe sind.
Es hat nie jemand gesagt, dass die Welt im VDH rosa Zuckerwatte ist. Es gibt noch haufenweise Baustellen, die man nachbessern muss und Dinge, die man nacharbeiten muss, aber deswegen den seriösen Züchter als Ausnahmeerscheinung zu titulieren, finde ich doch übertrieben.
Ja, es mag für viele ein Schock sein, wenn die heile Welt zum ersten Mal ins Wanken kommt, aber es macht nicht viel Sinn überzukorrigieren und gleich ins Gegenteil zu kippen.
Ein kritischer, realitischer Blick auf die Dinge sollte man sich aneignen und wenn einem etwas gegen den Strich geht, aufstehen und den mund aufmachen.
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Danke für deine Antwort! Hilft schon weiter das ganze realistisch zu sehen. Wie schon gesagt, ist mein Problem, dass ich noch nicht die "Pappenheimer" kenne, sondern gerade erst kennen lerne und da ist man dann schon baff, wenn man meint der ist korrekt und dann erfährt, dass der eine Starter beim gleichen Vergehen rausfliegt und der Kollege drin bleiben darf. Und wenn man den dann auch noch kennt und noch was mit dem zu tun haben will, dann überlegt man sich schon ob man den jetzt anschwärzt. Ist ein gewisser sozialer Druck, den ich nicht als Einzige spüre, sonst gäbe es solche Beschwerden viel häufiger. Meine Erfahrung ist eher, dass sich beschwert wird, aber selten offiziell. Ich glaube dir da gerne, dass auf dem offiziellen Weg dann auch was passieren würde.
Ich hab gerade mich das erste mal offiziell beim DRC beschwert und bin mal gespannt, ob dadurch was erreicht wird. Bei einem klaren Verstoß gegen die ZO erwarte ich da schon was.
Aber irgendwie ist es für mich sehr unbefriedigend zu wissen, dass es woanders noch schlimmer ist und das es Mauscheleien überall gibt.
Was kann man da tun?
Zuchtwart werden und für eine objektivere Bewertung kämpfen? Oder Richter werden und gegen den Strom schwimmen? Ist sowas überhaupt möglich? Oder braucht man dafür schon so viel Vitamin B, dass es ohne gar nicht klappt?
Ich bin schon davon überzeugt, dass "von innen heraus" am ehesten was zu erreichen ist. Nur über das Wie mach ich mir noch Gedanken.
Mit den Leuten netzwerken, viele viele Fragen stellen, sich selbst weiterbilden, einen Blick entwickeln, mit Zuchtwarten austauschen, zu Tagungen und Gesprächen fahren, selbst anständig agieren... Irgendwann bekommt man einen Überblick und kann mitreden. Und irgendwann kommen die Leute auf einen zu und fragen dich, was du darüber denkst, wenn man sieht, dass du Ahnung hast und authentisch bist und eine Linie fährst.
Dann wird der Weg irgendwann mal klar und man kommt vielleicht in den Zuchtausschuss, Prüfungsausschuss oder andere Gremien. Man ist mal Ringschreiber oder hilft bei Ausrichtungen von Prüfungen usw usf. Das fordert alles Expertise, Zeit und viel Engagement.
Und immer wieder selbst so handeln, wie man es gern haben möchte. Und Gegenwind aushalten.
Ja so hab ich das bisher auch gehandhabt. Viel geholfen. Mal ne Sonderleitung übernommen, aktiv gewesen. Aber man fragt sich schon so ein bisschen ob das wirklich was bringt. Ich freu mich da über eure Antworten, die zeigen, dass es nicht sinnlos ist sich zu engagieren, wenn auch wahrscheinlich sehr viel Kraft- und Zeit raubender als nichts zu tun.
Genau die Gedanken hatte ich vor kurzem auch AnjaNeleTeam. Mir sind jetzt innerhalb des DRC Wurfplanungen bzw. Verpaarungen aufgefallen bei denen die Hunde nur drei Großeltern hatten, weil ein Teil eben sowohl in der väterlichen als auch mütterlichen Linie vertreten war. Klar ist das laut Zuchtordnung erlaubt, für mich käme es aber nie in Frage einen Welpen aus so einem Wurf aufzunehmen.
Darauf wurde ja schon eingegangen und auch ich muss sagen, dass das für mich in Ordnung ist. Bei solchen engen Verpaarungen denken sich manche Leute auch was dabei und solange es vom Verein nicht verboten ist, ist es auch für mich ok. Ob ich da einen Welpen nehmen würde, steht auf einem anderen Blatt. Mir geht es vor allem um Sachen die verboten sind, aber über die hinweg gesehen wird, weil der Züchter so angesehen ist. Das kommt leider auch vor und worauf soll man sich dann verlassen? Vor allem wenn man selbst noch nicht so drin ist und jeden Züchter beim Vornamen kennt und die Ahnentafel bis zur 4. Generation auswendig weiß.
Gerade für die "Neuen" müsste klar sein, dass man guten Gewissens in diesem Verein einen Welpen kaufen kann.
Chatterbox
Danke dir! Ich glaube tatsächlich, dass es leichter ist so einen Verein zu ändern, als das bayerische Justizsystem
Schon krass was du erzählst, aber leider Realität. In der Hundezucht ist es wahrscheinlich von vielen Abläufen her ähnlich, aber es sind weniger Leute und ich meine schon, dass es mehrere Idealisten gibt, die das ähnlich wie ich sehen. Wirklich das Rad neu erfinden, wird wohl eher nicht gehen, aber zumindest, wie du gesagt hast, in seinem Rahmen ein bisschen was verbessern, das wird wohl gehen 
Für mich sind gar nicht mal so die paar ganz schwarzen Schafe das Problem, ich finde es gibt einfach zu wenig richtig gute Züchter (Gibt es die überhaupt?)
Auch wenn viele Zuchtstätten nicht tierschutzrelevant sind oder die Züchter ganz üble Sachen machen, es ist aber zu oft einfach nicht gut.
Es ist die Masse an "grauen Schafen".
Es wird generell viel zu wenig auf Charakter und Gesundheit geachtet.
Die Haltung der Zuchthunde ist doch sehr oft nicht so, wie es sein sollte.
Oft ist es gar nicht böser Wille, sondern eher Unfähigkeit, Unwissenheit oder schlicht Überforderung.
Die meisten Züchter züchten doch gar nicht, sondern vermehren.
So sehe ich das nach 30 Jahren mit VDH-Hunden.
Wie ich damit umgehe?
Ich habe mir im Tierschutz einen Hund geholt und dabei werde ich wohl auch bleiben.
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Bisher kann ich das so eigentlich nicht bestätigen, wobei ich außer Retriever-Züchter kaum Züchter kenne die im VDH sind. Viele Züchter geben sich wirklich wahnsinnige Mühe und tun ihr bestes, aber leider sind das nicht alle. Von "generell" oder "die meisten" würde ich aber keinesfalls reden.