AnjaNeleTeam
Darf ich mal fragen wie das mit der Ausbildung deines Hundes genau läuft?
Im Internet heißt es immer, dass es keinen Sinn macht den Hund jagdlich auszubilden bevor man kein Revier hat, weil man ja nicht richtig trainieren kann.
Es gibt mehrere Wege nach Rom.
Meiner ist etwas unkonventionell, aber ich hoffe, dass wir auch so ans Ziel kommen. Ich hab ja selbst noch keine Jagdmöglichkeit und mach den Jagdschein. Ich dachte mir dabei einfach, dass es unsere Chancen steigert, wenn der Hund "brauchbar" ist eine Jagdgelegenheit zu finden. Schließlich gibt es immer mehr Jäger die keinen eigenen Hund haben und die freuen sich da evtl. wenn man mit nem gehorsamen Hund daher kommt. Leo ist außerdem schon relativ alt für die jagdliche Ausbildung, da wollte ich nicht noch ein Jahr länger warten. Und da er nicht sehr "triebig" ist, hab ich auch keine Bedenken, dass er mir später ohne echten Arbeitseinsatz durchknallt.
Wir üben aktuell für zwei Prüfungen. Für die Brauchbarkeit und für die BLP (Bringleistungsprüfung für Retriever).
Die Brauchbarkeit ist vor allem für junge Jagdhunde, damit sie Grundgehorsam und jagdliche Grundlagen lernen und später im Einsatz versichert sind. Hier wird Gehorsam geübt (Leinenführigkeit usw.), der Apport, Wiesen- und Waldschleppe, Schussfestigkeit an Wasser und Land, sowie Ruhe beim Standtreiben und Schweißarbeit.
Die BLP geht da schon weiter. Ebenfalls wird die Schussfestigkeit und das Standtreiben geprüft, sowie die Wiesen- und Waldschleppen, die Suche an Land und im Wasser (stöbern im Schilf), die Markierfähigkeit beim WalkUp mit den anderen Teilnehmern, Einweisen im Feld auf zwei Blinds, Ablage außer Sicht mit Schußabgabe. Nur Schweiß wird da nicht geprüft, da es keine typische Retrieverarbeit ist.