Beiträge von AnjaNeleTeam

    danke Ulixes ! Tiermedizin wär ne Idee :D früher konnte ich mir das gar nicht vorstellen ein Tier zu operieren o.ä. wahnsinn wie das Leben manchmal spielt...

    peikko

    Was ich so schwierig an der Prüfung finde, dass es gefühlt kein Ende an Lernstoff gibt. Zu jedem Thema kannst du unendlich ins Detail gehen. Da die Grenze zu finden fällt mir nicht so leicht.

    An sich bin ich guter Dinge. Aber letztes Jahr sind 18 von 20 Leuten durchgefallen. Vor allem wegen der Organe und der waffenhandhabung. Da scheinen die Prüfer wohl die letzten zwei Jahre sehr genau hinzuschauen.

    Eine ist z.b. bei der wiederholungsprüfung durchgefallen, weil die der Meinung war, dass man ein 98er nicht unterladen kann.

    also ich hoffe, dass ich in dem prüfungsmoment kein Brett vor dem Kopf haben werde...

    Gestern waren wir wieder in unserem Prüfungsgebäude und haben nochmal alles mögliche angeschaut.

    Gehörne und Geweihe, Schädel für die Altersbestimmung von Rot-,Reh- und Schwarzwild, Schädel von Dachs, Fuchs und verschiedenen Mardern, geschützte Pflanzen und Zeigerpflanzen, verschiedene Körner und Ähren, Hundeequipment und Jagdhunderassen, unterschiedliche Kaliber und Patronen, Lock"pfeifen", Ferngläser/Zielfernrohre, Losung, einen präparierten Rehbock und verschiedenste Vögel. Achja und noch einige Zapfen von Nadelbäumen.

    Und weil das ja noch nicht genug war, wurden 10.000 (minimum!) Bilder von Organen mit und ohne bedenkliche Merkmale ausgepackt. :lepra: Da einen Fehler machen und man ist durchgefallen. Ob man jetzt ein Adonisröschen nicht erkennt, ist nicht so tragisch, aber als Person die Lebensmittel in Verkehr bringt, muss man natürlich eine Milz von einer Leber unterscheiden können. Nur ist das teilweise echt nicht so einfach. Wenn die Milz geschwollen ist und/oder Abszesse hat, sieht die einfach anders aus. Oder wenn eine Lunge halb zerschossen wurde... Also hab ich mich seit heut früh um sechs hingesetzt und Organe mit Abszessen, Geschwulsten und Schwellungen studiert :headbash:

    Das wird noch lustig bis zum 5.3. :fear:

    Der Curly ist ja einer der Retriever mit Schutztrieb. Ich finde ihn sehr moderat.

    Eine Situation in der ich den Schutztrieb erkennen konnte, möchte ich euch kurz beschreiben. Das ist für mich genau das richtige Maß an Schutz. Mehr brauch und will ich nicht.

    Ich hatte nachts eine Auseinandersetzung mit einem Mann, der darauf beharrte auf meinem Stellplatz stehen zu bleiben. Weit und breit war nix mehr frei, also forderte ich, dass er sein Auto umparkt. Meine Hunde waren derweil neben mir an der kurzen Leine. Wie man sich das vorstellen kam, diskutierten wir, ich deutlich genervt, der Mann nicht aggressiv o.Ä., aber während dem reden kam er immer weiter auf mich zu. Als ca. ein Meter von ihm unterschritten wurde, machte Leo einen Schritt nach vorne, sehr ruhig und ohne das die Leine spannte und knurrte. Mehr nicht. Der Mann hörte das und machte sofort zwei Schritte zurück. Er versuchte dann Leo gut zuzureden, so klassisch mit vorbeugen und angucken, aber das interessierte Leo nicht weiter.

    Genau so war das perfekt. Ich kann mir sicher sein, dass der HUnd genug Eindruck macht und trotzdem bekomme ich keinen Ärger mit ihm.

    EDIT: Schutztrieb hat mit (Rüden)Verträglichkeit überhaupt nix zu tun!

    Meine Personalien feststellen darf nur die Polizei. Boah, solche Leute kann ich auch gern haben ...

    Angehörige der Naturschutzwacht dürfen auch die Personalien feststellen.


    Unser Ausbilder hat uns gestern von einem Fall aus der Gegend erzählt, bei dem man echt nicht weiß ob man lachen oder weinen soll.

    Ein Jungjäger hat mit einer Biberfalle einen Biber gefangen (Biber sind bei uns sehr häufig inzwischen und richten teilweise große Schäden an). Dieser Jungjäger hat aber keinen Fallenlehrgang besucht. Ein Gemeindemitarbeiter hatte ihn dazu aufgefordert und kam dann auch vorbei. Gemeinsam wurde der Biber dann in eine leere Mülltonne die der Gemeindemitarbeiter dabei hatte getan. Ein weiterer Jäger wurde informiert, der dann den Biber in der Tonne erschoss. Noch ein Jäger kam hinzu und wollte sich den Biber aneignen, weil er hätte ja dafür bezahlt.

    Auf die Frage, woher der Jungjäger überhaupt eine Biberfalle hat, kam als Antwort, dass er die eigentlich nur vom Biberbeauftragten des Landkreises haben kann.

    Die Vermutung unseres Ausbilders ist, dass alle ihre Jagdscheine verlieren werden.

    Die Liste der Verstöße ist lang:

    - Fallenjagd ohne Berechtigung

    - das Töten eines Bibers ohne Berechtigung

    - das Aneignen eines Bibers ohne Berechtigung (veräußern oder kaufen kann man die eh nicht)

    - Weitergabe einer Biberfalle an Unberechtigte, evtl. sogar in Einverständnis, dass damit Biber gefangen und getötet werden

    Da kamen schon wirklich richtige Vollidioten zusammen....

    Viel Spaß beim Kurs SaMaLa Machst du auch einen Jahreskurs?


    Gestern waren wir mit dem Jagdkurs beim Metzger. Er zeigte uns wie man am besten aufbricht und das Tier aus der Decke schlägt (häutet) ohne das Fleisch zu entwerten. Es war sehr spannend das von jemanden zu hören, der das beruflich macht und bei dem die Qualität eine riesige Rolle spielt. Dazu gehört dann vor allem sauberes arbeiten um Verunreinigungen zu vermeiden. Wir konnten alle Fragen stellen die wir so hatten. Anschließend gab ein Weißwurstfrühstück :D und eine kleine Simulation der mündlichen Prüfung. Also Organe bestimmen und sagen welche Krankheiten und bedenklichen Merkmale es jeweils gibt.

    Zum Schluss wurde dann noch ein schon abgehangenes Stück Damwild zerwirkt (zerlegt), das konnte ich dann aber leider nicht mehr anschauen, weil ich zum Training musste.

    Spannend fand ich wie die Nieren nach einer halben Stunde rumliegen aussahen. Der Feist (Fett) außen rum war total fest geworden und das ganze sah aus wie ein Spiegelei aus Gummi xD

    War wieder sehr lehrreich :gut:

    Die Woche hab ich mir Urlaub genommen um mich gut auf die mündliche Prüfung vorzubereiten. Also lernen, lernen, lernen... :lol:

    ich hatte am Wochenende mit einer Freundin ein Seminar für F/O mit Zsolt Török organisiert. Er kommt aus Ungarn, also mussten wir erstmal Flug usw. klären, aber alles ging glatt. Am Freitag Abend vom Flughafen abgeholt und zum Hotel gebracht und Samstag Früh ins Gelände gefahren.

    Wir haben am Samstag erstmal Basics gemacht. Er wollte sehen wie die Hunde arbeiten und stellte eher leichte Aufgaben, die dann aber durch Perspektivwechsel immer anspruchsvoller wurden. Er gab auch viele gute Tipps, die zwar teilweise schon bekannt waren, aber trotzdem schadet es nichts sie nochmal zu hören.

    Im Training hilft er dem Hund zum Beispiel viel mit der Pfeife, damit eine Kommunikation und Verbindung zum Hundeführer da ist. Er arbeitet wenig mit Blinds, viel mit Memories um dem Hund Sicherheit zu geben. Auch ging es wieder ums Handling. Er gab den Tipp beim Stoppfiff nicht den Arm hoch zu nehmen. Das finde ich total logisch und Leo braucht den Arm auch nicht, trotzdem mach ich es immer wieder. Ich werde daran arbeiten meinen Arm bei mir zu lassen. :D

    Samstag Abend waren wir dann noch gemeinsam essen. Das war mega lustig! Die Unterhaltung lief ja immer auf Englisch und mein Englisch ist jetzt nicht so toll. Das übliche Problem, dass einfach die Übung im sprechen fehlt. Dementsprechend witzig war es dann, wenn man erklärt hat was eine Hirschbolognese mit selbstgemachten Nudeln ist o.Ä. xD

    Sonntag wurden die Aufgaben dann etwas schwerer, aber sie waren immer gut aufgebaut, so dass Leo alles brav löste. Sehr gefreut hab ich mich, dass er inzwischen wirklich meine Hand viel schöner annimmt. So allgemein ist unser Zusammenspiel viel harmonischer geworden.

    Es war wirklich ein schönes Seminar, aber ich bin arg am überlegen, ob ich nicht nächstes Mal in die O-Gruppe wechsle. Einerseits sind wir ja noch nicht in der O, aber andererseits waren die Aufgaben zum Vergleich was wir sonst arbeiten, schon ziemlich einfach. Das Problem ist dann, dass ich mich nicht sehr konzentriere und Leo auch nicht. Dann bringen wir auch in der F keine wirklich tollen Leistungen. Inzwischen fühl ich mich auch mehr bereit für die O. Leo ist sehr gehorsam, Distanz ist kein Problem, Blinds werden immer besser und die "Basics" sitzen. Wir werden sehen...

    Falls von euch wer die Möglichkeit hat mal ein Seminar mit Zsolt zu besuchen, dann kann ich das nur empfehlen. Wie bei den meisten Trainern schlägt sein Herz spürbar für die Labradore, aber er gibt auch bei den anderen gute Tipps und geht auf sie ein.

    Trotzdem kenne ich bisher nur einen Trainer, der bei Curlies nicht nur sagt "die sind halt so", sondern ernsthaft daran interessiert ist, das Optimum aus dem Hund zu holen und dementsprechend Tipps gibt.

    Ich finds toll, wenn gefragt wird :gut:

    Ich helf da auch echt gern weiter. Zum Einen weil ich vieles selbst sehr spannend und interessant finde und zum Anderen, weil das für mich bis vor kurzem ja auch sehr neu und ungewohnt war. Außerdem glaube ich auch, dass die Jägerschaft wirklich an ihrem Image arbeiten muss. Vor sich hin zu wurschteln, weil "das hat man ja schon immer so gemacht" und darauf vertrauen, dass das auch weiterhin so geht, kann man einfach nicht mehr. Einerseits ist das schwierig, wenn es beleidigende oder gefährliche Ausmaße annimmt, also die Kritik an den Jägern, andererseits ist es doch gut, dass mehr aufgepasst wird.

    Ich bin eh mal gespannt wie sich das noch so entwickelt. Es werden immer mehr Jäger, auch der Frauenanteil steigt, gleichzeitig gibt es aber auch immer mehr Jagdkritiker und -gegner. Auf Facebook finde ich die Diskussionen da immer ganz schlimm. Was da immer wieder unterstellt wird, dass Jäger einfach nur Spaß am Töten haben und schießgeil durch die Gegen laufen, da vergeht einem die Diskussionsfreude.