Ich mache gerade meinen Jagdschein
In den Jagd-Thread würde das auch gut passen, ich hoffe es sprengt hier nicht den Rahmen.
Das Niederwild hat es aufgrund der Landwirtschaft einfach deutlich schwerer. Die Wiesen werden teilweise früh gemäht, wodurch viele Bodenbrüter gestört werden oder sogar zum Opfer fallen. Hecken und andere Verstecke werden deutlich weniger und durch weniger Insekten, fehlt dann teilweise die Nahrung. Fast alle Hühnervögel benötigen in den ersten Lebenswochen tierisches Eiweiß in Form von Insekten, sonst sterben sie. Das heißt also, dass diese Tiere generell weniger Futter, Versteckmöglichkeiten, Ruhezonen und Brutmöglichkeiten finden. Jetzt kommen dann die Fleischfresser, die nicht wählerisch sind. Kitze, Gelege, Kleintiere oder auch mal größere (Hase, Fasan) stehen auf der Speisekarte. Viele sind auch noch Kulturfolger (Fuchs, Steinmarder, Waschbär), haben also mit der bewirtschafteten Natur weniger Probleme.
Da entsteht also von selbst kein Gleichgewicht, außer man würde das Aussterben bestimmter Arten hinnehmen. Deswegen versucht man durch die Jagd das Gleichgewicht halbwegs wieder herzustellen, was Mensch durcheinander gebracht hat.