Beiträge von AnjaNeleTeam
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Mir hat bisher Anke Lehne gefallen. Fand ich interessant was sie gesagt hat, paar Methoden aus dem Ärmel geschüttelt, unaufgeregt und auf jeden Fall kompetent ohne ewig rumschwurbeln zu müssen.
Jennifer Falke finde ich auch interessant, allerdings auch irgendwie schwer zu fassen.
Von Vroni selber fand ich die Heranführung an den Schuss auch nicht schlecht gemacht. Auf jeden Fall interessant für Leute die damit noch nicht viel Erfahrung haben.
Kristina Räder ist mir einfach zu langatmig und ohne (für mich) interessanten weil neuem Inhalt.
Eberwien und Christen haben mich auch nicht erreicht, obwohl ich das Thema interessant fand.
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Aber das hab ich doch von Anfang an gesagt. Wenn man ein Revier hat wie du sagst mit viel Hochwild, kaum Niederwild (nur Rehe) und das auch noch intensiv bejagt, dann würde mir auch nicht als erstes ein Retriever einfallen.
Ich kann dir da jetzt leider keine Prozentzahlen geben und ich denke es kommt einfach sehr stark darauf an wie die Hunde aufwachsen. Dürfen sie schon von kleinauf jagdlich Arbeiten oder machen sie erst später solche Erfahrungen. Viele Retrieverhalter (in meinem Umkreis) sind zwar Jagdscheininhaber, gehen mit ihren Hunden aber maximal auf PickingUps (siehe unten) und von den 2 Jagden im Jahr hat der Hund halt evtl. nicht die Erfahrung wie man Wild richtig abtut. Bei denen die ihre Retriever wirklich jagdlich arbeiten, da sieht das schon anders aus.
Bei der jagdlichen Leistungszucht würde ich nicht automatisch von Wildschärfe ausgehen, bei Retrievern aus Arbeitslinien schon eher. Die haben eben die Field Trialer im züchterischen Hintergrund und ohne eine gewisse Wildschärfe kommst du da halt nicht weiter. Die Prüfungen für die jagdliche Leistungszucht kann man auch relativ easy mit einem nicht-wildscharfen Hund bestehen, weil da nur Schleppwild verwendet wird.
Scharf am Schwarzwild wie du es beschreibst würde ich nie erwarten von einem Retriever. Es geht ja auch so weit, dass Züchter ihre Hunde ungern an Jäger geben wenn die sagen, dass sie den Hund auf Sau einsetzen wollen.
Danke.
Warum haben denn die Field Trialer Wildschärfe? Waren Field Trials nicht reiner Sport nur mit Dummies?
Field Trials sind Wettkämpfe die dem ursprünglichen Einsatzgebiet der Retriever bzw. der Labradore und Golden am nähesten kommen. Quasi eine Streifjagd auf Flugwild und Hasen die bewertet wird. Ist halt eine richtige Jagd im Gegensatz zu den Retriever-Jagdprüfungen.
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Aber der Ehemann hat ewig einen
Du meinst ihren Ex Jörg Brach? Oder hat sie wieder geheiratet?
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Wenn der Retriever gut ausgebildet ist, läuft er so lange in eine Richtung bis du was anderes sagst. Also über Geländehindernisse (besonders kritisch ist da bei Jagden gerne ein Fluss) oder auch an sicher liegenden Stücken vorbei. Andere Jagdhunde suchen einfach das Gebiet ab bis sie etwas finden und lassen sich dabei meist nicht mehr händeln. Sie sind schwerer auf ein bestimmtes Stück zu bringen, wenn viele liegen und gehen halt lieber da hin wo sie was gesehen haben.
Das ist aber eine Folge der unterschiedlichen Ausbildung wie du selbst schon sagst („Wenn der Retriever gut ausgebildet ist“).
Im Jagdgebrauch ist es einfach nicht üblich Vorsteher so auszubilden (zumal sie einfach eine weiträumige Suche und entsprechende Nase haben, dass es oft nicht nötig ist). Es ist aber durchaus möglich und ich kenne Vorsteher die eben auch Dummysport machen, die genau das können. Oder aber Führer die aus der Ecke kommen und sagen es macht ihnen die jagdliche Arbeit einfacher so. Die tun sich mit Ablenkung durch Wild schwerer als die meisten Retriever aber die müssen (oder sollten) das auch können. Setze ich den Hund auf einen angebleiten Hasen hat er diesen zu suchen und zu bringen und nicht das Rehwild, dass vielleicht in der Dickung daneben sitzt. Oder den erlegten Fasan (um beim Blind zu bleiben).
Natürlich ist es genau der Punkt: Die Retriever tun sich leichter durch moderatere Wildschärfe, weniger Selbstständigkeit und mehr WTP. Zudem einfach eine größere Ruhe und Steadiness. Und das macht Retriever zu beeindruckenden Arbeitern. Es ist genial denen auf UK Jagden zuzusehen. Auch schon beim Dummysport. Zu recht sieht man da wenige Vorsteher.
Aber ich wette auch das würde bei vielen Retrievern leiden, wenn sie wie die Vorsteher als Vollgebrauchshund geführt werden würden.
Dennoch halte ich die Aussage, dass Vorsteher erst im Apport durchgearbeitet sein müssen weil sonst der Großteil nicht bringen würde, einfach für falsch. Auch bei denen ist es eher die Ausnahme (wenn sich sicher mehr als beim Retriever), dass die Gefundenes nicht erstmal zutragen.
Es ging ja darum wodurch sich der Retriever hervortun kann und da sind das eben genau die Bereiche. Natürlich kann das ein Vorsteher auch lernen, aber vielleicht nicht so schnell und einfach.
Und ich weiß jetzt nicht, vielleicht habe ich den Teil der Diskussion irgendwo verpasst, aber wer sagt denn, dass Retriever die Vollgebrauchshunde sind? Ich persönlich sage nur, dass sie für manche Jäger und Jagdeinsätze geeigneter wären als der krasse DD, aber wenn jemand das entsprechende Revier, ausreichend Ahnung und Aufgaben für einen Vorsteher, Terrier, Bracke oder sonstwas hat, dann soll er sich doch so einen Hund holen.Also ich weiß ja nicht warum man da unbedingt was schlimmes in das Wort "light" reinpressen muss.
Klar kann man nen Retriever auf die Sau schicken, wenn man denn unbedingt will. Irgendwie macht der Hund das vermutlich dann schon. Aber irgendwie ist doch nicht das Ziel?
Ich mein, ich könnte auch den Whippet auf ne Sau loslassen. Wär jetzt ähnlich, ich mein, Jagdhund an sich ist der Whippet ja auch. Würd doch niemand auf die Idee kommen den Whippet als Jagdhund im Sinne von "kann man für eigentlich alles nutzen" zu bezeichnen.
Für jemand den ne Drückjagd macht ist der Whippet völlig ungeeignet, okay, für jeden Jäger hier in Deutschland ist er ungeeignet. Da bricht mir aber doch kein Zacken aus der Krone wenn ihn Jäger vielleicht nichtmal als Jagdhund bezeichnen. Weil er halt unbrauchbar ist dafür. Macht den Hund doch nicht schlechter?
Und wenn ich mir vorstelle einen Retriever, den ja unter anderem auch gerade das weiche Maul auszeichnet, auf ne Rotte Sauen schicke.... Wenn man seinen Hund unbedingt loswerden will vielleicht?
Der Vergleich hinkt sehr. Fängt ja schon mal damit an, dass Windhunde nicht zu den anerkannten Jagdhunderassen gehören, auch wenn sie ursprünglich für die Jagd gezüchtet wurden.
Aber der Retriever gehört dazu und man erlebt leider sehr häufig, dass Retriever als Jagdhunde nicht ernst genommen werden. Das ist schon was was mich stört und Jagdhund light stößt da halt ins gleiche Horn.Und ist jetzt die Fähigkeit an der Sau das neue non plus ultra der Jagd? Wird daran ein guter Jagdhund gemessen?
Alles anzeigenAlso Jagdhund light ist jetzt nicht gerade...nett...
Das ist deine persönliche Abwertung, nicht meine. Ich sehe es nicht als negativ an, wenn ein Hund nicht der Krasseste der Welt ist, sondern einfach moderat. Im Gegenteil, ich finde das eher positiv. Hier zieht ja auch ein Vollgebrauchshund und keine Bracke o.ä. ein, weil ich mit dem Hund auch privat noch halbwegs was anfangen können will.
Auch ein Retriever muss Niederwild betreffend Wildschärfe mitbringen. Er soll ja kranke Hasen, Fasane usw. trotzdem bringen und darf davor nicht zurück schrecken. Das ist dann einfach eine Wesensschwäche oder schlechte Anlage. Die Wildschärfe bei einem gut veranlagten Retriever ist dann natürlich trotzdem nicht die eines Terriers, aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein.Ja, ich denke das dürfte so der Knackpunkt sein. Ich jage hier hauptsächlich in Hochwildrevieren, noch dazu mit wolfserprobten Rotten. Ich denke wir bewerten Dinge wie nötige Wildschärfe usw. unterschiedlich.
Wie gesagt, ich will den Retrievern ihren Platz als Jagdhunde wirklich nicht absprechen. Aber ich jage hier nunmal unter Bedingungen in denen sich deutlichst zeigt, dass sie mit den Allroundern eben doch nicht mithalten können und wo sich ihre Limits deutlich aufzeigen. Hier gibt es auch ein paar Jäger die Retriever daheim haben, kein Einziger von denen wird aber jagdlich geführt, weil sich das eben nicht lohnt, kein Einsatzgebiet.
Ich bin jetzt allerdings neugierig, du redest immer wieder von guten Hunden. Gute Hunde sind natürlich das eine, aber wie sieht es denn jetzt so im Durchschnitt aus? Wenn man jetzt einfach irgendeinen Labbi oder Golden aus jagdlicher Leistungszucht nimmt. Wie sehr muss man denn damit rechnen, dass der den Hasen, das Reh, den Fuchs nicht abtut? Ich muss gestehen, bevor du das geschrieben hattest, bin ich ganz automatisch davon ausgegangen, dass man von einem Retriever ganz selbstverständlich erwarten kann, dass er zumindest einen kranken Hasen abtut, wenn nötig.
Wie wahrscheinlich ist es denn, dass der scharf am Schwarzwild arbeitet und zwar ganz, nicht nur Standlaut aus sicherer Entfernung oder mal ein kurzer Schnapper in den Hintern, wenn Hund sicher sein kann, dass es sich nicht mehr wehren kann?
Ich meine Einzeltalente gibt es immer genauso wie das Gegenteil, aber wenn man sich einen Hund holt, dann rechnet man ja damit, dass man irgendwas um den Durchschnitt herum bekommt.
(Ihre Leistung am Geflügel, vor allem im Wasser, das habe ich schon paarmal gesagt, will ich ja absolut nicht in Frage stellen. Wenn du mir da erzählst, dass es irgendwelche Einschränkungen gibt, falle ich vom Glauben ab.)Aber das hab ich doch von Anfang an gesagt. Wenn man ein Revier hat wie du sagst mit viel Hochwild, kaum Niederwild (nur Rehe) und das auch noch intensiv bejagt, dann würde mir auch nicht als erstes ein Retriever einfallen.
Ich kann dir da jetzt leider keine Prozentzahlen geben und ich denke es kommt einfach sehr stark darauf an wie die Hunde aufwachsen. Dürfen sie schon von kleinauf jagdlich Arbeiten oder machen sie erst später solche Erfahrungen. Viele Retrieverhalter (in meinem Umkreis) sind zwar Jagdscheininhaber, gehen mit ihren Hunden aber maximal auf PickingUps (siehe unten) und von den 2 Jagden im Jahr hat der Hund halt evtl. nicht die Erfahrung wie man Wild richtig abtut. Bei denen die ihre Retriever wirklich jagdlich arbeiten, da sieht das schon anders aus.
Bei der jagdlichen Leistungszucht würde ich nicht automatisch von Wildschärfe ausgehen, bei Retrievern aus Arbeitslinien schon eher. Die haben eben die Field Trialer im züchterischen Hintergrund und ohne eine gewisse Wildschärfe kommst du da halt nicht weiter. Die Prüfungen für die jagdliche Leistungszucht kann man auch relativ easy mit einem nicht-wildscharfen Hund bestehen, weil da nur Schleppwild verwendet wird.
Scharf am Schwarzwild wie du es beschreibst würde ich nie erwarten von einem Retriever. Es geht ja auch so weit, dass Züchter ihre Hunde ungern an Jäger geben wenn die sagen, dass sie den Hund auf Sau einsetzen wollen.
Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Die Tina fängt schon gut an- aber die weiß auch wovon die redet
Naja... wie sie selbst sagt, geht sie ab und zu auf Picking Ups. Sie hat noch nicht lang den Jagdschein.
Aber ich will ihre Kompetenz nicht schmälern, hatte mir nur bei dem Thema etwas mehr erhofft.
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Als Beispiel: Vorsteher müssen oft erst im Apport durchgearbeitet sein, bevor sie an Wild können oder Schleppen arbeiten können.
Beim Retriever sieht das Schleppentraining meist so aus: Schleppe ziehen, Retriever ansetzen, Retriever bringt.
Beim Vorsteher müsste man eher damit rechnen, dass er versucht die Beute zu behalten oder irgendeinen Quatsch macht.Ausnahmen bestätigen jeweils die Regel.
Wie kommst du darauf?
Auch der größte Teil der Vorsteher verfügt über eine enorme Portion Bringfreude. Auch bei denen ist es eher die Regel (vielleicht nicht so krass wie bei den Retrievern aber dennoch), dass die eine Schleppe arbeiten und dann bringen ohne eine Idee von Apport zu haben.
Das Blind verstehe ich nicht so ganz? Was genau macht der Retriever da anders?
Wie gesagt, so wie es nicht den Retriever gibt, gibt es sicher auch nicht den Vorsteher und untereinander viele Unterschiede. Viele haben eine gute Bringfreude, aber wie du sagst, etwas weniger als Retriever und es ging ja darum wie sich Retriever im Vergleich zu anderen Jagdhunden hervortun (können).
Wenn der Retriever gut ausgebildet ist, läuft er so lange in eine Richtung bis du was anderes sagst. Also über Geländehindernisse (besonders kritisch ist da bei Jagden gerne ein Fluss) oder auch an sicher liegenden Stücken vorbei. Andere Jagdhunde suchen einfach das Gebiet ab bis sie etwas finden und lassen sich dabei meist nicht mehr händeln. Sie sind schwerer auf ein bestimmtes Stück zu bringen, wenn viele liegen und gehen halt lieber da hin wo sie was gesehen haben.
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Ich verlagere das auch mal aus:
Javik Macht sie das für dich zu "Jagdhunden light"?
Du gibst dir hier die Antwort schon halb selbst:
Dabei ist es tatsächlich leicht, auch als Nicht-Jäger die jagdliche Passion des Golden zu bedienen - und das ist beim Deutsch Langhaar wohl eben nicht möglich.
Sie sind als Apportierspezialisten in GB gezüchtet.
Beim Apport gibt es aber, bei der Jagd wie sie in D gehandhabt wird, das Problem, dass es ihnen oft an Wildschärfe mangelt, wie Anja ja auch angemerkt hat. Dazu kommt, dass viele andere Rassen auch sehr gut apportieren.
Damit sind sie also selbst in ihrem ursprünglichen Spezialgebiet für die Jagd wie sie in D gehandhabt wird, schon nicht einmal mehr unbedingt die beste Wahl. Ein sehr gute Wahl, versteh mich nicht falsch, aber einen Spezialisten zeichnet nunmal aus, dass er das was er tut absolut konkurrenzlos besser kann.
Um als Allrounder, wie die kontinentalen Vorsteher oder Terrier, zu gelten fehlt es meist an Härte, Schärfe und eben dem Laut. Sie sind eben (Einzeltalente ausgenommen, aber um die geht es ja nicht) nicht sehr breit einsetzbar, bzw. schon, aber auch da gibt es viele (!) Rassen die da die bessere Wahl sind, rein auf jagdliche Leistung bezogen versteht sich.
Was die Retriever dagegen auszeichnet ist eben, dass sie auch im Alltag einfach zu führen sind, dass sie auch im "Privatleben" toll sind. Das ist eine gute und definitiv gefragte Eigenschaft... aber nunmal nichts was sie jagdlich auszeichnet.
Sie klingt etwas abfällig, weil sie in Kategorien "richtiger Jagdhund" und "Jagdhund light" unterteilt.
Das ist deine Interpretation.
Der Ferrari ist nur so lange das geilere Auto, bis man mit seinen drei Kinder, den zwei Hunden und dem Gepäck für alle sieben drei Wochen in einen Campingurlaub fahren will. Spätestens da wird den meisten dann plötzlich doch klar, was für tolle Auto Familienvans sind...
Retriever sind bei Jägern ziemlich beliebt. Aber eher selten, weil sie die beste jagdliche Leistung bringen, sondern eben weil sie gemäßigter sind, einfacher sind, leichter zu führen sind usw., kurz eben nicht DIE Vollblutjagdhund schlechthin sind. Für den Hausgebrauch der meisten Jäger aber vollkommen ausreichen.
Passt perfekt.
Der Deutsch Langhaar, den du ja bevorzugst, hat sicher andere jagdliche Eigenschaften und findet eine andere jagdliche Verwendung bei dir, als es andere Jäger für ihre Hunde vorziehen.
Ich bevorzuge den DL nicht, ich hole mir einen. Das ist ein Unterschied.
Die kontinentalen Vorsteher sind Allrounder, deswegen werden sie auch als Vollgebrauchsjagdhunde bezeichnet. Mit denen kann man (theoretisch) alles machen, außer Baujagd.
Alles was ein Retriever (jegliche Retriever) könnte, kann der auch und das noch dazu gesichert und gut.
Ich weiß, du liest das jetzt als "DL ist besser als Retriever", aber das ist es eben nicht. (Das ist ein Fakt, keine Wertung. Wir könnten jetzt jegliche Sparten durchgehen und die durschnittliche Leistung bewerten, der DL hätte da einfach mehr Punkte am Schluss. Isso.)
Aber, wo Licht ist ist auch Schatten, kein Vorteil ohne Nachteil, Beispiel, lass mich dir eine kleine Anekdote erzählen.
Und zwar als sich Vater und Mutter meines zukünftigen "Kleinen" zum Decken trafen, hat der Rüde Halter den Rüden kurz davor nochmal aus dem Auto gelassen, damit er sich nochmal lösen kann. Hund springt aus dem Auto ins Gebüsch, es rappelte kurz, Hund kam mit einem Frischling im Maul zurück. Das ist jetzt keine sonderlich besondere einzigartige Story, passiert nunmal. Man schaltet so einen Hund halt nicht mal eben ab. Da hilft Erziehung halt auch nicht viel, wenn man als Mensch nicht genug mitbekommt und nicht schnell genug schaltet.
So Preisfrage: Will man sich mit sowas rumschlagen?
Ganz einfache Antwort: Genau. Wenn man es jagdlich nicht braucht und halbwegs vernünftig ist, tut man sich das nicht an. Und genau da ist dann der Punkt an dem die Retriever glänzen.
So? Wer ist jetzt der "bessere" Hund?
Allgemein keiner, beide haben ihre Vor- und Nachteile, ihre Stärken und Schwächen. Welcher Hund für einen selbst besser passt muss jeder selbst wissen.
Das hat seinen Grund, nicht wahr?Exakt. Und genau deswegen ist Jagdhund light auch keine "Beleidigung".
Aaalso ich hab zwar geschrieben, dass einige Retriever eine mangelnde Wildschärfe haben, aber deswegen sind es noch keine "Familienkutschen"

Auch ein Retriever muss Niederwild betreffend Wildschärfe mitbringen. Er soll ja kranke Hasen, Fasane usw. trotzdem bringen und darf davor nicht zurück schrecken. Das ist dann einfach eine Wesensschwäche oder schlechte Anlage. Die Wildschärfe bei einem gut veranlagten Retriever ist dann natürlich trotzdem nicht die eines Terriers, aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein.
Was macht den Retriever nun zum besten seines Fachs?
Seine Weichmäuligkeit.
Seine Führbarkeit bzw. Veranlagung zum Einweisen.Sein Marking.
Seine Veranlagung zum Zurückbringen.
Als Beispiel: Vorsteher müssen oft erst im Apport durchgearbeitet sein, bevor sie an Wild können oder Schleppen arbeiten können.
Beim Retriever sieht das Schleppentraining meist so aus: Schleppe ziehen, Retriever ansetzen, Retriever bringt.
Beim Vorsteher müsste man eher damit rechnen, dass er versucht die Beute zu behalten oder irgendeinen Quatsch macht.Ausnahmen bestätigen jeweils die Regel.
Nächstes Beispiel: Schicken auf ein Blind. Damit tun sich nicht-Retriever oft unglaublich schwer und meist wird es einfach eine große Suche. Das muss natürlich auch der Retriever lernen, aber er lernt es leichter.
Und Thema Jagdtrieb (wegen dem Frischling-Beispiel), den hat ein Retriever aus AL auch und das nicht zu knapp. Unterschied ist nur meist, dass sie leichter zu führen sind.
Aber mein kleiner Labbi aus AL hat schon mit 7 Monaten 2 Keiler aus der Dickung gedrückt und versucht zu stellen. Mit 5 Monaten hat er schon einen Hasen (tot) gepackt und gebracht. Totsuchen sind natürlich kein Thema und trotzdem hat er noch genug "Kopf" um weglaufenden Rehen unangeleint zuzusehen.Für mich wirklich eine tolle Mischung zwischen jagdlicher Veranlagung und Trieb, sowie Ansprechbarkeit und Führbarkeit.
Aber ich bleib natürlich dabei. Sie können nicht jedes Einsatzgebiet abdecken und sicherlich können andere Jagdhunde vieles besser. Aber der Retriever kann halt auch einiges sehr sehr gut

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In welchen Situationen wurde denn eingesprungen?
Beim losschicken des jeweils anderen.
Das gleiche Problem habe ich aber auch in der Unterordnung. Also wenn der eine in der Ablage ist und der andere ein anderes Kommando als Platz bekommt

Hast du immer beide Hunde neben dir beim Schicken?
Für solche Fälle kann der Name als Kommando schon gut sein, vor allem auf Markierungen. Aber wenn du sagst, dass sie auch in anderen Situationen das Kommando des anderen annehmen, dann wird das nicht unbedingt viel bringen. -
Nachdem ich in dem anderen Thread gerufen wurde, gebe ich mal hier meinen Senf dazu.
Also erstmal ist es schwierig von DEM Retriever zu reden. Die 6 Rassen sind sehr vielfältig und dann gibt es noch deutliche Unterschiede in den Linien.
Chessies werden gern als Vollgebrauchshund genommen, weil sie die Retriever mit der meisten Schärfe und Härte sind.
Ich kenne mehr als einen Curly, der zuverlässig kranke Sauen bindet
Ich kenne auch einige Labradore aus Arbeitslinien, die Rehe runter ziehen oder raubwildscharf sind.
Aber der Retriever per se ist das eher nicht.
Ich habe in meinem Umfeld mehrere Jäger, die noch nicht lange den Jagdschein haben (2-5J.), aber ein "richtiger" Jagdhund muss her. Im Ergebnis sind sie dann heillos überfordert, die Hunde ungehorsam - haben tolle Jagdeigenschaften, aber was bringen sie, wenn sie vollkommen unkontrollierbar sind? Zudem sind die meisten Jäger eher ab und zu draußen, schießen vielleicht 4 Rehe im Jahr, gehen auf 2 Treibjagden und der Hund hat nix zu tun.
Da denke ich mir oft, mit einem Retriever wären alle beteiligten glücklicher.
Ich selbst jage vor allem Rehe und ab und zu mal Sauen. Gehe ansonsten auf Enten und Gänsejagden und wenn ich Glück hab auch mal auf Hase und Fasan. Da deckt für mich der Retriever alles ab. Reh-Nachsuche ist kein Problem. Enten- und Gänsejagd, sowie Fasan natürlich ein Träumchen. Sau ist kritischer, weil ich einfach sehr an meinen Hunden hänge und Aujetsky sowie die Verletzungsgefahr natürlich gegeben ist. Auf Drückjagden gehe ich aber nicht und Sau-Nachsuchen sind selten.
Für mich deckt also der Retriever alles sehr gut ab und zusätzlich hab ich noch einen tollen Alltagsbegleiter, den ich auch ohne Jagd sehr gut beschäftigen kann.Warum ist es eigentlich so ein Problem zu akzeptieren, dass Retriever halt einfach nicht in allem die Creme de la Creme sind? Die haben einen berechtigten Platz unter den Jagdhunden (unter den Begleithunden sowieso), ja, aber rein jagdlich sind sie halt einfach nirgends absolut herausragend oder die Alleskönner und halt auch nicht nah dran.
Grundsätzlich bin ich ja bei dir, aber klar haben die Retriever ihr Spezialgebiet, in dem sie herausragend sind! Nur besteht hierzulande (CH, D, A usw) kein echter Bedarf für ihre speziellen Talente nach dem Schuss.
Stimmt nicht. Gänse werden ein immer größeres Problem, da ist der Retriever perfekt. Genauso bei der Krähenjagd.
Und für mich sind zumindest der Labrador und Golden Retriever in ihren Ursprüngen auch eher Sporthunde. Aber trotzdem passt das Bild vom Retriever als nur mäßigem Jagdhund irgendwie nicht zu dem was ich in meinem Umfeld mitbekomme. Hier findet man zum Beispiel ein paar Gedanken eines Labrador-Züchters zur jagdlichen Brauchbarkeit.
Und ganz ehrlich, ich verstehe auch nicht warum man wollen sollte, dass ein Labbi stöbert. Wenn der Hund die Härte, Selbständigkeit, Unabhängigkeit usw. hat die es dafür braucht, wird er nicht mehr den wtp haben der die Hunde so beliebt macht. Man kann nicht beides haben. Da jetzt etwas zu erzwingen macht die Hunde nur schlechter, denn an die Rassen die seit Generationen darauf gezüchtet sind kommt er trotzdem nicht dran und gleichzeitig verliert er aber was ihn attraktiv macht.
Das ist genau das, was das Idealbild eines Retrievers (Labradors) ist: sehr viel Selbstständigkeit (Jagdverstand), aber zugleich eine gute Führbarkeit. Ich sage nicht, dass das immer gelingt, aber in England gibt es noch viele Hund die das zeigen. Dort gibt es eben auch die entsprechenden Jagdgelegenheiten.
Ich sage nicht, dass Retriever die perfekten Jagdhunde sind. Erst auf der letzten Treibjagd habe ich 2 Retriever (Toller und Golden) gesehen die jagdlich gearbeitet sind, aber keinen kranken Hasen gebracht oder abgetan haben. Ein anderer Golden ist hinter dem Hasen nur hergehopst ohne ihn zu packen. Sowas braucht natürlich kein Mensch und wenn die Veranlagung nicht da ist, finde ich es tierschutzrelevant das irgendwie üben zu wollen.
Auf Sau sehe ich Retriever auch eher nicht. Da gibt es Ausnahmen und Hunde die sich echt gut anstellen, aber wenn man intensiv Sauen bejagen oder auf Drückjagden gehen will, wäre meine Empfehlung ne andere.
Aber ansonsten muss man doch vor allem den Alltag der Jäger anschauen und die meisten sind eben keine 24/7/365 Jäger, sondern nur einen Bruchteil davon. Ich finde das steht auch vor dem viel empfohlenen "suche deinen Hund nach deinem Revier aus". -
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Danke für Eure aufbauenden Worte. Ich war heute erstmal ziemlich down, aber das hat glücklicherweise nur ein paar Stunden angehalten. Vorhin hab ich mal nach WTs in Tschechien geschaut, das wären von hier aus die nächstgelegenen. Da gibts vier Starterklassen, Newcomers (E), Beginners (L), Novice (M) und Open (S). So richtig klar ist mir das Äquivalent zu unserer A/F/O nicht - ob die Newcomers unsere Schnupperklasse sind? Auf dieser Seite stehen die Regularien für tschechische Workingtests:
ZitatAlles anzeigenNEWCOMERS (E) CLASS
THE FUNDAMENTALS OF OBEDIENCE
The dog must prove that it is calm, responds to the leader’s commands (the command technique is not determined, each leader uses its own commands) and walks correctly next to the leader’s leg even without a leash. The goal is to verify that the dog is able to accompany its leader without restricting him in his movement and attention even in a situation where he is disturbed by the natural influences of the environment (simulated by throwing a dummy, for which the dog is not sent). Dogs can also be tested in pairs – it is not a classic crawl, i.e. walk up.
MARKING
The dog must prove that it is attentive, focused, able to remember the place of impact of the thrown fetch by quickly finding the fetch on command and bringing it correctly. The handler can send the dog only on the judge’s instruction, until then the dog stands / sits or walks next to the handler’s leg. When marking, it may also be required to overcome a terrain obstacle – road, terrain crossing, bushes, etc.
MARKING – WATER
After the shot, the retrieve is thrown into the water or to the opposite bank. The dog must prove that it can swim correctly. He swims to the retrieve, grabs it, and swims back as directly as possible. On the shore, he hands the fetch into the leader’s hand. Execution and evaluation is the same as for dry marking.
DOUBLE MARKING
The dog must remember two places where the fetch was thrown. The order of fetch will be determined by the referee. Wide angles of up to 180° are used.
MEMORY MARK
Here, the dog’s memory is tested to remember the location of the impact of the retrieve. The fetch is thrown as in marking, however, after throwing the fetch, the leader goes to another place with the dog and sends it only after a certain time. A variation is possible, when returning from marking, without the dog seeing it, another fetch is thrown to the same place. After the first fetch is delivered, the dog is sent for the second.
NOTICE
Several dummies are thrown in a suitable area, neither the dog handler nor the dog must see the thrown dummies. On the judges instruction, the leader sends the dog to search for retrieves. The judge determines the boundary of the space along which the leader can move while working. The judge determines how many retrieves the dog must bring.
In this class, the working distance between the dog and the dummy should not exceed 40 m.
BEGINNERS (L) CLASS
All disciplines from the Newcomers class and the following types of tasks can be tested here. From this class, it is already possible to include disturbing moments in tasks. In this class, simple handling is tested for the first time, mostly over a short distance, i.e. the method of guiding the dog to the area where the retrieve is, in the event that the dog did not see the throw, but the handler has described the place where the retrieve lies, the judge has described it.
HALF BLIND
The retrieve is thrown or placed so that neither the handler nor the dog can see it. The judge will explain where the retrieve is and the handler must then lead the dog to this area using acoustic (voice, whistle tone) and visual (hand guidance, hand direction) commands, while he himself must remain in the place from where he was called to release the dog. In this class, with a half-blind, the helper will shoot towards the place where the dummy is lying. The distance of the shooter from the placed dummy should not be more than 35 m.
DOUBLE TESTS
Crawling – walk up – here, calmness is tested in connection with retrieving. A group of leaders with dogs advances in a single line across the terrain. After the shot is fired, a fetch is thrown and all leaders and dogs remain standing. On the judges instruction, the challenged leader sends his dog to search for the retrieve. During this search, the other dogs must remain completely still next to their leader’s leg. All dogs are gradually tested.
In this class, the working distance between the dog and the dummy should not exceed 60 m.
NOVICE (M) CLASS
All disciplines from the Newcomers and Beginners classes can be tested here, as well as the following types of tasks. Of course, any combination of tasks is possible.
MULTIPLE MARKING
Here, the dog’s ability to remember several places of impact of the dummy is tested. The dog works only on the judge’s instructions and brings dummies in the order set by the judge.
BLIND
The retrieve is thrown or placed so that neither the handler nor the dog can see it. The judge will explain where the retrieve is and the handler must then lead the dog to this area using acoustic (voice, whistle tone) and visual (hand guidance, hand direction) commands, while he himself must remain in the place from where he was called to release the dog. The impact point of the dummy may not be marked by a shot.
DOUBLE TESTS
Introduced lech – Drive – dogs with leaders stand on the edge of the lech. Helpers and hounds with sledgehammers push the line of leaders with dogs. Here, the shot game is replaced by thrown dummies. The dogs must observe the whole event calmly and remember the places where the dummy hits. After the drive is over, the dogs are sent out to collect the dummies. Dogs may also be sent for blinds placed in places other than where the draw took place. Then it only fulfills the function of a disturbing moment. Dogs can work individually or together. Dummies that fall in the immediate vicinity of the dogs are picked up by helpers.
In this class, the working distance between the dog and the dummy should not exceed 80-100 m.
OPEN (S) CLASS
In this highest class, it is possible to perform any of the disciplines specified for the previous classes. The choice of disciplines is not limited, the distance at which the dogs work should not exceed 150 m.
Was denkt Ihr, sind die dortigen Newcomers vielleicht doch die hiesigen Anfänger?
Nach den nächsten Dummy A Prüfungen, die mit meinem Dienstplan kompatibel sind, schau ich aber auch noch.
Und weiterarbeiten werden wir natürlich - wir sind zwar ein riesiges Stück vorangekommen mit der Aufregung, aber da geht noch was. Und ich brauch offensichtlich auch ein noch freudigeres Zurückkommen auch durch Rehläufe, wenns sein muss.

Hatte ich übersehen!
Also Newcomer ist wie Schnupperer und Beginner dann A, Novice = F und Open = O.
Ich weiß allerdings nicht wie das Niveau generell in Tschechien ist. In Österreich und der Schweiz ist es eher gehobener im Vergleich zu Deutschland. Könnte mir aber vorstellen, dass Newcomer maximal wie A hier in D ist.
Hat hier jemand schon mal Dummy bedrucken lassen? Wenn ja, wo klappt es qualitativ hochwertig gut?
Die Jungs hatten heute ihr erstes gemeinsames Dummytraining. War okay. Micky springt eigentlich nicht ein, bei Kaos war der Reiz da aber deutlich höher. Vor allem, wenn ich nicht richtig aufgepasst habe. Ich bin am überlegen, ob ich die Hunde lieber mit Name statt Kommando schicke?
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen. Ich schicke bei Markierungen mit dem Namen. Aber hab noch keine Langzeitergebnisse dazu

In welchen Situationen wurde denn eingesprungen?