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Beiträge von Ulixes

    Ich wohne ländlich.

    Vor 50 Jahren-lange vor meiner Zeit- hieß es da noch:

    "Viel Steine gabs und wenig Brot".

    Die Steine gibt es noch immer in den Äckern.

    Brot gibt es inzwischen genug und Häuser und Menschen auch. Natürlich auch Hunde.

    Alles da was die moderne Freizeitindustrie so braucht.

    Leider auch Hügel, steile Felskluften und Klammen.

    Bei den Kamikaze-Radlern hat sich das längst zum Eldorado entwickelt.

    Sie sind einfach überall, teils rücksichtlos und immer schnell.

    Das macht unsere Spaziergänge zum Überlebenstraining.

    Darauf stelle ich mich seit Jahren ein.

    Unangenehme Hunde gibt es seltener. Die meisten Halter sind auch verträglich.

    Die Traktoren werden immer breiter und die Mähdrescher erst.

    Da gibts schon mal Platzprobleme.

    Ich liebe die Gegend und bin gerne unterwegs. Es wird aber immer anstrengender.

    Bis zum heutigen Sommer war ich an der Ostsee am Strand immer sicher.

    Dieses Jahr hatte ich am Wasser nach Steinen und Muscheln Ausschau haltend, plötlich an meiner rechten Schläfe das Vorderrad eines Mountainbikes. Mein Hovi hat em radler ganz ernst ins Gesicht geguckt und sich dabei auf dessen Radlerhosen gestellt. Ich habe mich reflexartig noch entschuldigt und erst hinterher überlegt, ob der Mensch mir wohl über den Hals fahren wollte?

    Ich lese die Threads zur Kaufentscheidung nicht mehr, weil es mir zu blöd ist, wenn jemand Fragen stellt, aber die gegebenen Antworten nicht akzeptieren kann. Er muss sie ja nicht befolgen. Respektieren wäre schon genug.

    Es gibt die Hundemenschen, die mit nahezu jeder Rasse sofort zurecht kommen. Das sind aber Ausnahmen.

    Anfänger ist halt jeder Ersthundehalter.

    Das ist doch keine Qualitätsaussage.

    Wie alles was man anfängt, kann das perfekt gelingen, einigermaßen gehen oder grandios scheitern.

    Da du Krankenschwester bist du medizinisch viel besser aufgestellt als ich.

    Ich setze auf positive Lebenseinstellung, die Leid erträglicher macht.

    Vielleicht ist das auch Esoterik.

    Bei der Niereninsuffizienz halte ich Diät, die den Organismus möglichst wenig belastet, für sinnvoll.

    Das ist nicht einfach zu bewerkstelligen und hat natürlich Grenzen.

    Natürlich kannst du dich auch mit Tierheilpraktikern austauschen und da noch wertvolle Tipps erhalten.

    Jeder kann sich ja eine persönliche Negativliste an Nahrungsmitteln erstellen und die mit anderen diskutieren und gegebenenfalls ergänzen, wenn gewünscht.

    Avocado: wegen Wasserverbrauch

    Soja: weil ich es nicht mag

    Quinoa: weil es im Erzeugerland durch moderne Monokulturen die einheimischen traditionellen Bauern schädigt.


    Gibt natürlich noch viel mehr.

    Es gibt nicht den Vegetarier und nicht den Veganer.

    Alle ernähren sich unterschiedlich in der Zusammensetzung ihrer Nahrung und konsumieren Genußmittel oder lassen sie weg. Individuell halt.

    Ich weiß nicht, gibts heute auch noch den Begriff des Puddingvegetariers mit Präferenz auf Süßspeisen?

    Dann gibt es die denen vornehmlich das Tierwohl am Herzen liegt und die dafür einiges an industriell gefertigten Lebensmitteln schmerzfrei in Kauf nehmen.

    Der gesundheitliche Aspekt spielt eine Rolle, der ökologische... Manchmal alles zusammen.

    Ist doch wie bei den Gemischtköstlern.

    Ich hatte in meiner langen vegetarischen Karriere einen einzigen Einbruch und der war krass.

    Für Gäste und die Familie hatte ich gebackene Hähnchen mit spanischem Salat zubereitet.

    Davon gab es noch Reste.

    Die Gäste wurden von mir zum Bahnhof chauffiert.

    Auf dem Rückweg konnte ich an nichts anderes denken als daran, ob mir wohl jemand die Hähnchenteile weggegessen haben könnte. Ich will die HABEN.

    Ich habe sie gegessen und es war gut.

    Noch heute erinnere ich im Detail an diese Gier, die vorausgenommene Wut auf auf mögliche Konkurrenten.

    Der Rest der Schwangerschaft verlief ohne Lust auf Fleisch.

    Es freut mich sehr, dass deine Hündin wieder zuhause ist.

    Bitte mache dir keine Vorwürfe. Ganz viele ältere Hunde haben geschwächte Nieren.

    Heilbar ist das nicht. Es ist eine chronische Erkrankung mit sich stets verschlechterndem Verlauf.

    Du hättest es nur früher gewußt und dich früher fertigmachen können.

    Du tust jetzt alles für deine Hündin was medizinisch möglich ist. Mehr geht nicht.

    Wichtig ist die Lebensfreude und die solltet ihr euch beide erhalten.

    Genießt jeden Tag.


    Alles Liebe,

    Friederike

    Mache ihr eine schöne Zeit, wenn sie wieder da ist.

    Schau was du noch alles mit ihr machen kannst, woran sie die noch so kleine Freude hat, sei für sie da.

    Schau lieber nicht was sie nicht mehr kann. Das verdirbt euch nur die schöne Zeit, macht dir Angst, die sich auf deine Hündin überträgt.

    Ich würde noch praktische Dinge fragen wie, ob sie Nierenfutter bekommen soll, Schmerzmittel angezeigt sind und auch wie ein endgültiger Zusammenbruch aussehen könnte.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und melde dich bitte hier weiterhin.

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