Beiträge von Ulixes

    Für Außenstehende wirken Trauernde in ihrem Tun oft verrückt.

    Trauernde untereinander wissen, dass es das nicht ist, das Tränen helfen und gesund sind. Rituale können unterstützen.

    Was soll schlimm daran sein, den toten Hund ein Zeit lang morgens noch zu begrüßen und am Abend "Gute Nacht" zu wünschen?

    Meist muss man schnell in den Alltag, der doch so anders als früher, aber du kannst dir Nischen schaffen wo die Trauer Platz hat.

    Das ist natürlich richtig. Du kennst die Familienhunde, die anderen sind seltener in der Hundeschule.

    Ich habe mich so allgemein wie möglich gehalten. Was den Schmerz angeht, ist natürlich immer möglich, aber die meisten Hundeplatzhunde wollen auch im Alter noch ran, sind gierig auf den Rummel.

    Nun ja, ich erinnere mich an eine verdiente Hovawart-Hündin im Hundesport , die noch ein letztes Mal antreten sollte und sich verweigerte-keine Lust mehr, alles war gewonnen. Sollen doch die anderen feiern!

    Manche Halter sind verzweifelt, weil der Hund beim Wettkampf einfach nicht antritt und wechseln zum Mali.

    Erwin hat im Training nachdem er dreimal eine Anweisung ausgeführt hatte auch nicht eingesehen, weshalb ein viertes Mal nötig sein soll.

    Ich denke immer, dass ziemlich jeder Hundehalter Eigenarten seiner Rasse/Mix aufzählen kann.

    Ein Nachbar von uns hatte vor Jahrzehnten eine Schafherde. Der alte Hütehund hat sich nicht mehr bewegt nachdem der Nachfolger einigermaßen eingearbeitet war, hat alles aus der Ferne angesehen und seine Rente genossen.

    Ach, das ist easy.

    Der Hovawart erzieht sich quasi selbst und seine Halter und seine Umgebung mit.

    Haus mit Garten und Zaun drum herum.

    Wenn er dort dann alles angefressen und ausgegraben hat, kann man das Territorium erweitern auf Passanten, Radfahrer, etc.

    Oder: Man zeigt ihm von Welpenbeinen an liebevoll Grenzen auf.

    Der Hovawart braucht eigentlich wenig anderes als jeder Hund großer Rasse: Konsequenz, Bindung, Bewegung, Beschäftigung, gutes Futter... Er ist gerne bei seinen Leuten, will sich auf sie verlassen können und nicht verarscht werden.

    Man kann ihm beibringen stundenweise alleine zu bleiben, muss ihm Bewegung und Spiel und Aufgaben bieten. Er muss gebürstet werden, aber das Fell lässt sich recht einfach pflegen und sieht fast immer top aus.

    Er ist nicht kränker als andere Rassen. Eine Erbkrankheit, die Degenerative Myelopathie (DM) , kommt öfter vor, ebenso Hüftdysplasie.

    Ansonsten kriegt er alles was die Tierärzte so kennen, wie andere Hunde.

    Solange du den Hund eigenständig versorgen kannst geht das auch in vielen Altenheimen. Sobald du Pflege brauchst und mehrmals am Tag jemand ins Zimmer muss und du nicht immer Gassi gehen kannst oder Futter bereit stellen kannst, eher nicht mehr.

    Es ist gut bereits jetzt für den Fall, dass du deine Wohnung aufgeben musst, Unterstützung bei der Versorgung deines Hundes zu etablieren, sei es Abgabe in eine von dir gewählte Umgebung oder verlässliche Hilfe im Heim.

    Das ist keine leichte Aufgabe und es gehört Mut und Glück dazu.

    Nach allem was ich so gesehen habe, würde ich persönlich meinen Hund bevor ich in eine Einrichtung umziehe in von mir gewählte Hände abgeben.

    Auch bis 2050 steigt die Lebenserwartung nicht wie vor Jahren prognostiziert um 5,5 Monate pro Jahrgang, sondern lediglich um 3,5 Monate.

    Hä? Aber dann steigt sie doch trotzdem noch.

    Und zwar um 3,5 Monate pro Jahrgang. Das ist ne ganze Menge. Bedeutet quasi, dass jemand, der 4 Jahre später geboren ist, ein Jahr älter wird.

    Das ist nicht sinkende Lebenserwartung und auch keine Stagnation.

    Ich finde, es ist eine ganze Menge, dass die Prognosen schon um 2 Monate revidiert werden mussten.


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