Beiträge von McChris

    Hier ist noch ein ZA dazu:

    https://www.merkur.de/welt/oesterrei…l-91746037.html


    Zitat

    In der Tiroler Almschutzverordnung sind allerdings seit 2019 „Verhaltensregeln für Besucher auf Almen“ unter § 5 eigens aufgeführt. Demnach haben Besucher von Almen sich so zu verhalten, dass der Almbetrieb nicht beeinträchtigt und insbesondere das Weidevieh durch die Besucher oder durch von ihnen mitgeführte Tiere nicht gestört, beunruhigt oder gereizt wird. Die Landwirtschaftskammer Tirol weist auf folgende verbindliche Regeln für Besucher von Almen hin:

    • einen sicheren Abstand vom Weidevieh zu halten und den Kontakt zu vermeiden
    • das Weidevieh nicht zu füttern und nicht zu erschrecken und bei Zeichen von Unruhe das Weidegebiet, soweit zweckmäßig, zügig zu verlassen
    • soweit zweckmäßig, Wege auf den Almen und Weiden nicht zu verlassen, Weidezäune zu beachten, Weidetore zu nutzen und nach dem Passieren wieder zu verschließen
    • Weidevieh, welches den Weg versperrt, großräumig zu umgehen und herannahendem Weidevieh auszuweichen.

    Ich kann mir vorstellen, dass es bei den Punkten "sicherer Abstand" und "Unruhe" noch drastischen Aufklärungsbedarf gibt.

    Mir ist aufgefallen, dass sowohl das kleine Mädchen, als auch die Urlauberin von hinten angegriffen worden sind. Ein Hinweis darauf, dass man Weidetieren nie den Rücken zudrehen soll, um frühzeitig eine zunehmende Unruhe oder Angriffsabsicht zu bemerken, fehlt in den allgemeinen Hinweisen völlig.

    Bitte beachten - ich gebe da niemandem die Schuld, sich "falsch" verhalten zu haben. Ich möchte bei sowas jeweils nur verstehen, wie es dazu kommen konnte. Ich kann mir z. B. vorstellen, dass da die Enge der Waldstücke, wenn die Kühe hinter den Bäumen verschwunden sind, dazu verleitet, sich weit genug weg zu fühlen, anders, als wenn auf der freien Weide die Kühe ebenfalls nur einige Meter weiter weg sind. Dazu wird noch kommen, dass sich die Wohlfühldistanz einer Mutterkuh unter Wolfspräsenz deutlich verringern kann. Da gibt es ja keine statische Zahl, so nach dem Motto: 20 Meter genügen IMMER. Das kann situativ sehr unterschiedlich sein.

    Die Rinder scheinen da ja lichtere Stellen zu suchen, möglicherweise wäre es eine Möglichkeit, ihnen solche Stellen abseits der Wege einzurichten.

    Grad wenn Rinder mal zur Ruhe kommen wollen und sich zum Wiederkäuen ablegen möchten, möchten sie einen guten Überblick übers Umfeld haben.

    Wenn da so ein Unfall-Schwerpunkt ist, würds vllt. Sinn machen, einen der "Rinderflüsterer" wie Temple Grandin oder Phillipp Wenz einzubeziehen, die sich die Unfallstellen mal aus Sicht der Rinder anschauen und Tipps zur Entschärfung geben können.

    Aber ist schon heftig, dass da niemand haftbar gemacht werden kann, wenn die Kühe angreifen, obwohl sich ruhig verhalten wurde. Das klingt nach meinem Rechtsempfinden irgendwie nicht richtig.

    Vor allem wenn ich sehe, was passiert wenn mein Hund auf meinem Grundstück eine Person schwer verletzt. Aber bei Kühen darf das wohl so sein 🤷‍♀️ da fehlt mir etwas das Verständnis.

    Das ist ja ganz unabhängig von Alm und Wandern grundsätzlich erst einmal durch Tierhaltung zu Erwerbszwecken bedingt:

    https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__833.html

    Da solche Fragen auch bereits bei früheren Kuh-Urteilen in Österreich eine Rolle gespielt haben, gehe ich mal davon aus, dass die Rechtslage dort ähnlich ist.

    Wenn sich solche Vorfälle aber regelmäßig wiederholen, sollte gemeinsam (!), ausgehend von Landwirtschaft und Tourismusverbänden nach Lösungen gesucht werden, die über das Aufhängen der klassischen Warnschilder hinausgeht.

    Ich pack das mal hier rein - das hat indirekt auch was mit Herdenschutz zu tun, einfach deshalb, weil der Mutterinstinkt von Kühen zu den Herdenschutztaktiken gezählt wird.

    Charolais zählen übrigens zu den eher umgänglichen Fleischrinderrassen, ohne besonderes Aggressionspotential. Aber Mutterkühe mit Kälbern sind eben genau das: Mutterkühe mit Kälbern.

    Wir brauchen für den Herdenschutz Rinderrassen, die ein gutes Verteidigungsverhalten zeigen. Gerade in Freiweide auf Almen, gerade im Wolfsgebiet, wie es dort eins ist. Bären streifen da auch mal durch.

    Und dann wird genau das zu einem Problem.

    Die Verletzten tun mir aufrichtig leid - ich habe da keine Lösung für.

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    https://tirol.orf.at/stories/3158040/

    Ich hab vorwiegend Buschtomaten in Kübeln und da stecke ich bereits beim Pflanzen für später einen Stützstab mit rein. Angebunden werden die Pflanzen aber erst, wenn sie Früchte tragen. Ich stecke den Stab so früh, um nicht unnötig Wurzeln zu verletzen. (Ausserdem nutze ich die Stäbe bei angekündigtem Hagel oder so auch, um eine Schutzfolie zu befestigen.

    Auch an niedrigwüchsigen Kübeltomaten hängen ja im Lauf der Zeit ein paar Kilo Früchte, das ist ganz schönes Gewicht.

    Kann ich in einen Zaun aus Katzennetz eine Tür einbauen? Brauchts vermutlich nicht, oder?

    Ich möchte für meine Katze einen Platz schaffen, in dem sie das Gras und die Vögel und die Sonne genießen kann. Leider ist unsere Straße (obwohl 30er Zone) extrem befahren und die Autos rasen hier auch wie die Irren um die Kurve. Deswegen kommt Freigang nicht in Frage, auch wenn wir eigentlich dafür echt prädestiniert wären :( .

    Daher möchte ich einen Teil des Gartens vorübergehend einzäunen. Das Problem ist, dass die Kellerwohnung vermietet ist und der Mieter genau da raus muss, wo der Zaun hinsoll. Ich bau den ja nicht ständig ab und auf, sondern der bleibt, bis Coco nicht mehr ist (was hoffentlich noch LANGE dauert!). Könnte der theoretisch über den Zaun steigen oder geht das nicht? Coco ist nicht der Springer, die geht eher unten durch, also höher als so ein normaler Pferdekoppelzaun-Weidestecken wird das Ganze nicht. Ich muss Coco ja eh hin und zurück bringen, da mein Haus keinen direkten Zugang zu diesem Stück Garten hat, seit da die Mietwohnung ist.

    Ich kann mir den gewünschten Zaun nicht richtig vorstellen - aber es gibt für Schafsnetze extra Törchen, die man in den Zaun einbauen kann, vllt. wär das ja was?

    https://www.agrargiganten.de/original-euron…ozaunnetze.html

    Anders als dort beschrieben, kommt es aber durchaus vor, dass aus dem Ruder gelaufene HSH die eigentlich zu schützenden Weidetiere reissen und anfressen.

    ABER: da gibts im Vorfeld deutlich sichtbare Probleme, da findet man schon mal unklare Verletzungen an den Weidetieren, das würde nicht von 0 auf 100 so dermaßen eskalieren.

    Die Halter dort haben Hundeverstand und die Hunde mit viel Herzblut integriert, die hätten gemerkt, wenn da ein Problem entsteht.

    In einer Herdenschutzberatung würde vermutlich empfohlen werden, zwecks besserer Übersichtlichkeit, die Weidefläche aufzuteilen in kleinere Abschnitte.

    10 ha können verdammt viel Laufwege sein, Pensionspferde-Gruppen sind i. d. R. was anderes, als ein wirklicher Herdenverband, auch auf dem Foto kann man gut sehen, wie weit auseinander die Tiere beim Grasen sind. Das macht es auf so großen Flächen schwer für die Hunde. Dann vllt. die falsche Windrichtung, ein weit weg abseits stehendes Pony und es ist passiert. Zaubern können sie leider nicht, die HSH.