Die Stimmung ist ganz anders,
Ich denke, das trifft es ganz gut.
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Letztlich schwingt unter zunehmender Wolfspräsenz für die Weidetiere immer eine unterschwellige Bedrohung im Orbit. Dass ein Lebewesen da per se mißtrauischer, vorsichtiger wird, kann man den Tieren eigentlich nicht verdenken, finde ich. Und bei Rindern läufts vom Verhalten her dann in Richtung "lieber einen Freund weniger, als einen Feind zuviel", entsprechend kann ihre Toleranz Hunden gegenüber stark sinken. Die Anzahl an Rindern, die überhaupt noch keinen Wolfskontakt hatten, dürfte immer mehr schrumpfen. Auch "riss-los" kann die Präsenz von nur durchziehenden Einzelwölfen das Verhalten von Weidetieren beeinflussen. Nachhaltig.
Rinder sind tolle Tiere, die auf ihre Art auch sehr klar kommunizieren. Allerdings ist diese Kommunikation doch ne ganze Ecke anders, als die von Tierarten, die den meisten Menschen geläufiger sind. Rindern wird gern unterstellt "unberechenbar" zu sein, dabei sind ihre Signale nur äusserst fein und werden meist schlicht nicht wahrgenommen. Mit meinen diversen Hinweisen, lieber zu vorsichtig zu sein, will ich niemandem Angst machen, sondern einfach ein Bewusstsein schaffen, immer aufmerksam auf Viehweiden unterwegs zu sein. Denn mit eins der größten Probleme dürfte sein, dass man bei solchen Begegnungen oft auch einfach nur das Fehlverhalten von Wanderer-Vorgängern ausbaden muss, egal, wie absolut richtig man sich selbst grad verhält.