Das Kinder-Thema ist zweifellos wichtig - aber hier im Thread absolut off topic.
Deshalb ist es damit jetzt auch bitte zu Ende.
Das Kinder-Thema ist zweifellos wichtig - aber hier im Thread absolut off topic.
Deshalb ist es damit jetzt auch bitte zu Ende.
Der Schwalbennachwuchs in der Weidehütte
Die Weidehütte ist 21 m² gross, bzw. klein und aus Siebdruckplatten.
Bisher war das immer der Brutort mit den meisten Verlusten in den ersten Ausflug-Tagen, weil die Jungschwalben meist gleich nach draussen geflogen sind, dort dann unbeholfen auf den Panels gesessen haben und leichte Beute für Sperber und Co waren.
In früheren Jahren sind auch schon komplette Nester abgestürzt, weil Siebdruckplatten jetzt nicht so der gute Haftgrund sind und gleichzeitig beim Schubbeln der Rinder an den Wänden nachgeben, deshalb haben wir das Holzstück in der Ecke befestigt, in der die Schwalben am liebsten brüten wollen.
Neben dem Nest ist eine Sitzstange befestigt - irgendwo müssen ja auch die Elternschwalben des Nachts sitzen können.
Und ansonsten gab es nichts zum Landen, wo die Schwälbchen im geschützten Raum ihre ersten Flugversuche hätten machen können.
Deshalb habe ich am Tag X kurzentschlossen die Weidehütte für die Rinder ausser Betrieb genommen und einen rollenden Kleiderständer zum Schwälbchenlandeplatz umfunktioniert:
Den haben sie auch sofort angenommen, ebenso wie die Türbrüstung.
Und im nächsten Schritt, wenn Starts und Landungen schon besser klappen, gehts dann auf die Panels im Auslauf.
Es ist leider "normal", dass ein Grossteil der Jungschwalben das erste Lebensjahr nicht vollendet. Aber zumindest können wir mit kleinen Maßnahmen dafür sorgen, dass sie bei den ersten, noch unbeholfenen Ausflügen ein wenig sicherer sind.
Die Rauchschwalben im grossen Stall und auf dem Heuboden haben deutlich bessere Bedingungen, da ist viel mehr Platz.
Irgendwie wirds immer mehr.
Lumpy-Skin-Disease beim Rind:
Auch, wenn Weidetiere bereits gut an ihre HSH gewöhnt sind, Welpen sind immer nochmal eine Liga für sich.
Hat nur indirekt Bezug zum Herdenschutz - aber natürlich gefährden angefütterte Bären auch Hirten.
Intelligenzbestie in Aktion:
Niedlich finde ich ja, dass der Mensch offensichtlich glaubt, der Handschuh könnte ihn schützen... ![]()
Vor allem kommt Gras beim nächsten Regenguss ganz von allein wieder.
Die Haltbarkeit wird von Jahr zu Jahr mieser.
Das hab ich bei den neuen Netzen jetzt auch schon festgestellt.
Die sollen eigentlich dem alten Modell entsprechen, die Verarbeitung ist aber einfach miserabel geworden.
Schon im ungenutzten Zustand, beim ersten Abwickeln waren die Leiterdrähte zum Teil gebrochen, das Spitzenmaterial ist weicher, ich kriegs hier kaum in den steinigen Boden, ohne dass es sofort verbiegt. Und die Verbinder sind nur noch 1/4 so lang - ich hab die längeren immer gern als zusätzlichen Pfostenverbinder genutzt, jetzt soll man offensichtlich Plastikbändchen dafür nehmen, weil wir ja noch nicht genug Plastikmüll verursachen.
Und alles, was mit E-Zaun zu tun hat, wird teurer und teurer.
Kann man anschauen:
Was eigentlich immer unterschlagen wird, ist die Sache mit der Wirtschaftlichkeit.
Mal eben ein Quad für € 9.000,-, ggf. noch der Anhänger dazu, "Förderung" klingt immer so fein, aber oft hält das Material die Förderzeit gar nicht durch und man muss selbst für Ersatz sorgen.
So Litzen werden vom ständigen Auf- und Abwickeln z. B. nicht besser, die Drähte schleifen bei diesem Rappa-System ständig durch die Isolatoren, das macht sie vorzeitig brüchig und die Leitfähigkeit nimmt ab. Auch durch frisch geförderte Netze können sich Wildschweine durchbomben, dann sind sie reperaturbedürftig bis nicht mehr zu gebrauchen.
So eine niedrigwüchsige Fläche, wie der Schäfer sie einzäunt, wäre hier noch wochenlang in der Regenerationsphase, oft gehört als erster Schritt des mobilen Einzäunens das Mähen der Zaunschneise vorweg.
Was auch immer unter den Tisch fällt: die Gefahr durch ausbrechende Rinder.
Da eine Herdenschutzförderung zu verweigern ist arschig - denn die Versicherungen achten schon darauf, ob der Zaun zu den Gegebenheiten passt. Sprich, ein Rinderhalter ist nicht gut beraten, bei Wolfspräsenz KEINEN Herdenschutzzaun zu bauen, Stichworte sind da Sorgfaltspflicht und gute fachliche Praxis.
Wenn in den Karparten ne Rinderherde durchgeht, ists das eine, wenn das in unseren Breitengraden passiert, stehen sie schneller auf der Strasse, auf den Gleisen oder sonstwo, als man papp sagen kann.
Herdenschutz ist mega-teuer.
Ich z. B. habe dieses Jahr die alten Schafsnetze ersetzt, das sind knapp € 1.000,- und allein der regelmäßige Austausch von Leitermaterial, Isolatoren, Torgriffen schlägt mit an die E 1.000,- zu Buche. Dazu die Hunde, wo man über den Daumen gepeilt mit € 1.200,- pro Hund pro Jahr rechnen muss, zzgl. TA-Kosten - das ist in der Summe völliger Irrsinn.
Was fürs Gemüt :)
Das ist wirklich schön, danke fürs Teilen!
Und jetzt bin ich nervös, ob ich womöglich auch ein Leben lang Amseln und Mönchsgrasmücken verwechselt hab. Musikalisch betrachtet.
Eine der Mönchsgrasmücken hier singt immer genau über meinem Pausenplatz.
Wenn die anfliegt, singt sie sich immer erst kurz ein, mit ganz unterschiedlichen Tönen.
In dieser Einsingphase zeigt die Merlin-App dann: Mönchsgrasmücke, Gartengrasmücke, Dorngrasmücke und Amsel an.
In der richtigen Singphase dann nicht mehr.
Gestern hab ich mir, als sie da zum Singen schon sass, kurz den Kernbeisser angehört - und schwupss wurden auch ein paar der leisen "ziiiieets" mit eingebaut.
Unsere jungen Turmfalken sind noch im Umfeld unterwegs - manchmal gibt es noch Bettelflüge, aber sie jagen auch schon eigenständig. Glücklicherweise ist das timing vom 2. Grünlandschnitt perfekt gewesen, so haben sie es in diesem mäusearmen Jahr leichter. Sie schlafen noch am und in der unmittelbaren Umgebung vom Nistkasten:
Der obligate Neuntöter:
Die Bluthänflinge singen auch sehr schön:
Unsere "Wiesenbrüterwiese" - knapp 2 ha, die wir ab Mitte März bis mindestens Mitte Juli, meist aber bis Anfang August völlig in Ruhe lassen.
Den vielen Blühkram sieht man so kaum, die Gräser sind recht hoch und verstecken die Sicht auf die Blühpflanzen.
Die Wiesenbrüterwiese ist auch das totale Insektenparadies, davon profitieren natürlich auch die Vögel.
Momentan blühen Flockenblumen, Hornklee, Wiesenwucherblumen und zahlreiche Doldenblüter.
Vierbeinige Vogelschützerin - unsere extensive Beweidung lässt der Natur viel Raum, anders würde ich es gar nicht mehr wollen.
Goldammer
Bachstelze