Beiträge von McChris

    Da werden dann Wildschweine und Autos angeführt,

    Ja, natürlich - als Beispiele für ebenfalls vorhandene Risiken, die eben für viele einfach bereits Alltag geworden sind, mit denen man sich arrangiert hat, die man in Kauf nimmt. Um darzustellen, dass der Wolf letztlich nur ein weiteres, eher sehr kleines, wenn man nicht grad Schaf ist, Risiko in einer Vielzahl von Risiken ist, auf die man unterwegs treffen kann. Der Wolf ist halt neu. Da fällt einem das Risiko mehr auf, als z. B. beim Autofahren, was bereits fix etabliert ist.

    Ich finde solche Vergleiche durchaus sinnvoll, weil sie erklären, wie diese Angst/das Unbehagen vor dem Unbekannten zustande kommt.

    Der Wanderer, der mit dem Auto zu einem Spaziergang in einem Wolfsgebiet fährt, setzt sich mit dem Auto fahren einem höheren Risiko aus als mit dem Spaziergang - in meiner Welt sind solche Vergleiche tatsächlich ganz heilsam.

    als darüber zu sprechen, worum es geht: Wie kann ich mich im Fall der Fälle effektiv schützen?

    Das passiert doch hier im Thread und auch in Teil 1 ständig.

    dabei sind es so tolle, faszinierende Tiere.

    Gut, für mich sinds hauptsächlich sehr teure und anstrengende Tiere, was den Herdenschutz angeht. |)

    Ich bin nichtmal ein wirklicher Wolfsfan.

    Aber ich akzeptiere es, gestehe auch uns unbequemen Tierarten ein Recht auf Existenz zu und richte mich drauf ein.

    Eine grosse Gefahr für mich als Mensch sehe ich beim Wolf für lange Zeit nicht und selbst dann auch mehr in Richtung "ausgesprochen unglückliche Umstände" - auch für meine Tiere ist ein einzelner Wolf erstmal keine grosse Gefahr.

    Da wirds erst interessant, wenns hier eine Rudelbildung gibt. Hier sind nicht so viele Weidetiere draussen, Schafe gibt es kaum. Da kämen Draussen-Rinder einer kleinen Rinderrasse schon in Frage - aber dafür sind ja die Mc`s da.

    Ich bin überzeugt, daß weder die Eltern des Buben in Russland, noch Menschen in Indien oder sonst wo sagen "ach, da hat der unser Kind geholt. Tja, das gehört zum Leben dazu. Das ist normal. "

    Ich versteh Dich - absolut.

    Aber ich glaube, dass hier grad auch um Haaresbreite aneinander vorbei geredet wird.

    So wie niemand sagen würde, ja, ist normal, dass mein Angehöriger bei einem Verkehrsunfall gestorben ist, würde niemand sagen, es sei normal, dass sein Angehöriger durch einen Wolfs- oder Bärenangriff gestorben ist. Natürlich ist das tragisch und natürlich hakt das niemand einfach so ab.

    Wo wir halt unterschiedlicher Meinung sind, ist, dass es für die einen einfach ein weiteres Lebensrisiko zu vielen anderen ist und für die anderen etwas, was sie sich als potentiell mögliche Todesursachen einfach nicht vorstellen möchten.

    Ich seh das so, dass das halt ein neues (und tatsächlich auch eher kleines) Risiko ist, das zu unserem eh schon risikoreichen Leben dazukommt.

    Aber neu = unbekannt und dadurch wird die Gefahr größer eingeschätzt, als sie wirklich ist.

    Wir nehmen viel, viel, viel größere Gefahren bewusst oder vllt. auch einfach "abgestumpft" in Kauf - den popeligen Strassenverkehr z. B.

    Ich würde nämlich wetten ,dass sich niemand ,der hinter dem sicheren Computerbildschirm solche Sprüche macht, brav und gutwillig fressen lassen würde, weil in anderen Ländern ja auch...

    Es geht aber doch nicht darum, sich bereitwillig fressen zu lassen - es geht darum, dieses Risiko Von Wildtierbegegnungen (das in Sachen Wolf wirklich SEHR klein ist) zu akzeptieren.

    Das heisst doch nicht, dass man sich nachts mit Pfeffer und Salz gewürzt in den Wald legt.

    Was nimmt man da?

    Das ist oft einfach eine persönliche Geschmackssache.

    Ich hab hier 2 Sorten, die ich seit Jahren regelmäßig anbaue - dazu kommt immer mal was zum Ausprobieren, was mir gefällt, was interessant klingt, oder eine alte Sorte. Das entscheide ich von Mal zu Mal anhand der Sortenbeschreibungen.

    Für mich bewährt sind hier die Buschtomate Bogus Fruchta, die ist lecker, eher eine Salat-Tomate, geht aber auch für Saucen, sie ist unglaublich unempfindlich und robust, freilandgeeignet und die Sorte "Winterschläfer", die eine sehr lagerfähige Fleischtomate ist und von der wir bis Ende Dezember/Anfang Januar noch essen können. Die ist von aussen orange und hat innen aber rotes Fruchtfleisch.

    Das sind hier bisher die zuverlässigsten Sorten gewesen, die einen planbaren Ertrag bringen. Die Winterschläfer steht hier im Gewächshaus, weil die Früchte erst spät reifen, die Bogus Fruchta steht in Töpfen an der Hauswand. Da ist genug Entfernung zwischen, um Saatgut selbst zu sammeln.

    Meinen Spieltrieb lass ich ja eher an den Trockenbohnen aus. :lol: