Ich mach ja aus gutem Grund nix mehr in Sachen Öffentlichkeitsarbeit Herdenschutz. Ist in Bayern schlichtweg nicht gewollt. Die Tierhalter werden von den zuständigen Behörden gnadenlos im Stich gelassen.
Ich hab grad ein langes Telefonat mit einem befreundeten Schäfer gehabt - mittlerweile geben zunehmend mir bekannte Tierhalter auf, die Herdenschutz mit Hunden betrieben haben, weil sie bei Problemen keinerlei Unterstützung erfahren. Wenn man sich für Herdenschutz entschieden hat, ist das die einzige Möglichkeit, die bleibt: die Tierhaltung aufgeben, weil man es seinen Tieren gegenüber nicht verantworten kann, sie ungeschützt da draussen stehen zu haben. Rinder- und Schafhalter. Ihm gehts auch so - er steht kurz davor aufzugeben.
Das ist wirklich bitter. Das alles sind Menschen, die mit ihrer Arbeit viel für den Naturschutz geleistet haben, Menschen, die mit Tieren aus guter Haltung zur Lebensmittelversorgung beigetragen haben. Eigentlich genau die Menschen, die wir als Menschheit grad am dringendsten bräuchten.
Kaputt gemacht durch mission impossible beim Herdenschutz.
Und ein von Herzen kommendes Pfui Deibel an bayerische Behörden und Landesämter für Umwelt.
Nicht der Wolf ist der Feind der Weidetierhalter.