Beiträge von McChris

    Wir sind mitten in der Veränderung. Wir sind die, die entscheiden, wie es weiter geht. Oder auch nicht.

    Das ist ein sehr kluger Satz, der sich auf i-wie alles bezieht, was uns grad beschäftigen sollte. Danke dafür.

    Am Nordhang im Winter bekommen die Tiere und entsprechend auch Geräte nur Sonne ab, wenn sie weit hinten auf den etwas höher gelegenen Flächen sind. Da hilft mir ein Solarpanel fürs Gerät auch nicht weiter. Aber umrüsten, um wenigstens im Sommerbetrieb Solar nutzen zu können, möchte ich irgendwann demnächst. Für Stromausfälle haben wir einen kleinen Generator, der läuft halt mit Sprit.

    Guter Hinweis nepolino , evt. könnte ich das ja fördern lassen, ich muss mal schauen, ob wir noch in der Förderkulisse drin sind.

    flying-paws - im Notfall ist hier immer Platz, den vier Mc`s wäre es eine Ehre auf die Schafe von McYassis Patentante aufzupassen, falls Du "Luft" brauchst, um ggf. was zu ändern oder so. Wikos Weidehütte/Auslauf ist ja frei, Gras wächst wieder und Heu gibts ja auch.

    Das ist jetzt wirklich eine Frage von: Was nun?

    Zwei Hirten, 4 HSH lt. anderer Berichte. 1.300 Schafe. Unter Börteralp lässt sich leider nichts finden, um z. B. die "Flächen"-Größe und Geländegegebenheiten zu erfahren.

    Ganz nüchtern betrachtet, sinds viel zu wenig HSH für diese Herdengröße. Dazu muss man sich nur vorstellen, wie sich eine solche Anzahl an Schafen auf der Fläche verteilen, selbst, wenns Schafrassen sind, die eng beieinander grasen - das ist für die besten HSH nicht leistbar, da alles im Blick zu halten und rechtzeitig zu reagieren.

    Dass man nach über 60 toten und 13 verletzten Schafen abalpt, verstehe ich absolut. Ich verstehe auch, dass man so nicht weitermachen kann und will.

    Rein aus Herdenschutz-Sicht wäre da in Sachen Herdenschutz tatsächlich noch Luft nach oben - die Frage, ob das noch leist- und zumutbar ist, müssen andere für dort beantworten.


    Hier kann man die Herdengröße nicht gut abschätzen, man sieht ja fast nix von den Schafen. Aber man sieht die grosse Anzahl der Hunde.

    Eine Szene aus Siebenbürgen:

    HSH und Bär

    Herdenschutz versetzt einen in uralte Zeiten zurück - und ich denke, dass ist auch das Problem dabei, den Herdenschutz in unserer zivilisierten Gesellschaft zu etablieren. Die wenigsten "normalen" Menschen möchten mit diesen Ur-Gewalten konfrontiert werden und scheuen alles, was sie daran erinnern könnte. Herdenschutz ist ein lebendiges Beispiel dafür, dass nicht wir Menschen es sind, die die Bedingungen stellen, sondern dass das, was man gemeinhin "die Natur" nennt, das tut.

    Die wenigsten Menschen in unseren Breitengraden sind bereit, das zu akzeptieren.

    Beim Knast-Test gehts zwar um andere Tendenzen - aber so grundsätzlich ist es eine Hilfe, sich selbst mal als Empfänger der Hilfsangebote, Freundlichkeiten oder Komplimente zu sehen, um in sich reinhorchen zu können, ob nett gemeint tatsächlich auch so ankommt oder nicht doch auch einen seltsamen Beigeschmack haben kann:

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    Ich denke, Du lässt Dich da von der Hangperspektive und dem Abstand des Schäfers zum Zaun, noch dazu hangaufwärts stehend, täuschen. Zurimor

    Solch ein Bild könnte ich Dir von hier auch machen - und trotzdem ist hier der Zaun hoch.

    Ich denke mir mal eher, dass der Aufbau des Zauns - nämlich unelektrifiziertes Knotengitter, noch dazu eher niedrig, AUSSEN und erst dahinter der E-Zaun, mit nur geringem Abstand, also "in einem" überwindbar das Problem ist. So hat der Wolf nicht den Eindruck, dass da was mit E-Zaun ist und hopst halt drüber übers Knotengitter. Wenn er dann in der Luft im E-Zaun ein wenig hängenbleibt, stört ihn das ja nicht weiter, solange da kein Plus-Minus im Spiel ist. Und ja - bei normalem Reihen-E-Zaun macht ein größerer Abstand bei den obersten Litzen nichts - wenn aber der grosse Litzenabstand das Einzige ist, was der Wolf von dem E-Zaun sehen kann, dann ists zu weit.

    Sprich, die abschreckende Wirkung des E-Zauns kommt da überhaupt nicht zum Tragen bei diesem Deichzaun.

    Ich schreibs sicherheitshalber dazu - das ist keine Kritik, sondern ein Analyse-Versuch.

    Vielleicht ist er aber auch gar nicht einsam, sondern einfach nur geschwätzig?

    Hier ist das sehr ähnlich. Seitdem Emma vergangenes Jahr eingeschläfert wurde, hat Jones (der auch erst 2 Jahre hier ist, vorher Wildling) sich uns und da vor allem mir, sehr viel enger angeschlossen. Er ist auch so eine Plaudertasche, holt sich jetzt sehr viel mehr Streichel- und Kuscheleinheiten ab, fordert Spielen ein und denkt gar nicht dran, hier einen weiteren Anwärter einziehen zu lassen. Potentielle Kandidaten gäbe es unter den halbwilden Dorfkatzen genug, aber die verjagt er allesamt vom Hof. Wenn er wen nett genug finden würde, dürfte derjenige hier gern einziehen, aber einfach eine fremde Katze vor seine Nase setzen, würde mit Sicherheit in die Hose gehen.