Beiträge von McChris

    Du wohnst eher städtisch, oder Newstart2 ?

    Da würde ich vermutlich mit 2 verschiedenen Optionen agieren.

    Wenns rein um stationäres Köcheln im Fall X geht, eine Option für den Balkon und eine Option für in der Wohnung.

    Für Balkonien wären z. B. der vorhandene Grill geeignet (und ja, Holzkohle trocknet auch wieder) oder so ein kleiner Hobo-Kocher/Bush-Box, vorausgesetzt, Du hast die Möglichkeit an kleines Holz zu kommen.

    Und für indoor tuts ein Spirituskocher (indoor würde ich eher einen gekauften nehmen, weil man mit dem Deckel auch die Flamme löschen kann, falls man sich mit der Menge Spiritus verschätzt hat) oder ein Fondue samt Brennpaste zum Warmmachen von Speisen. Würde ich richtig kochen wollen, also z. B. auch Reis und Co würde ich auf einen Camping-Gas-Kocher setzen.

    Immer Lüften, ein geeigneter Standort und zumindest vorheriges Ausprobieren unter entspannten Bedingungen vorausgesetzt.

    Im Idealfall ergänzt durch Löschdecke und Lösch-Schaum.

    Es ist immer das Eine, etwas aus Spaß an der Freude zu machen, sich gern auszuprobieren und so, aber es ist was Anderes, wenn man möglicherweise noch ungeübt ist und das Ganze einfach funktionieren MUSS. So, wie es z. B. das Eine ist, sich, wenn man eh einen Holzofen hat, Anzündholz selbst zu spalten, es aber was Anderes ist, wenn man für Hobo-Kocher oder Bush-Box kleine Hölzchen braucht und sich die erst noch zusammensammeln muss. Da würde ich mir im Baumarkt ein paar Netze Anzündholz und Anzündhilfen besorgen - als Beispiel. Das ist nämlich bereits durchgetrocknet und brennt zuverlässig. Man stelle sich vor, man ist a) bereits etwas durchgefroren b) nervös hat c) supoptimale Bedingungen (Schlagregen, der auf den Balkon fällt, feuchtes Holz oder Holz, das man erst noch spalten muss - das ist im Ernstfall dann kein Spaß mehr.

    Für einen Ernstfall sollte man es sich immer so leicht wie möglich machen.

    Der Geruch macht nix, den hab ich von Kindheit an wg des Fondue.

    Dann ginge auch ein Spiritus-Kocher.

    Bei dem anderen, wo Allesbrenner beisteht, kann ich nix entziffern. :lol:

    Aber grundsätzlich ist man mit einem Mini-Ofen, der nicht auf einen speziellen Brennstoff angewiesen ist, einfach flexibler.

    Was willst Du denn damit kochen oder erwärmen?

    Und wo?

    Brennspiritus kann manchmal arg riechen - das ist in einer Wohnung nicht unbedingt so toll. Noch dazu ggf. in einer, die man vor dem Auskühlen bewahren will und deshalb nicht so beherzt lüften mag.

    Auch hat Brennspiritus den Haken, dass man ihn, je kälter es ist, umso schlechter bis gar nicht gezündet bekommt.

    Meinen kleinen Spiritus-Kocher nehm ich nur bei Plus-Graden mit.

    Was meinst Du mit selbstgebautem Ofen?

    Wenn sich da die Übergriffe tatsächlich auch am WE häufen, kann man eigentlich nur den Schluß ziehen, dass Wölfe eine Ausnahme unter den Wildtieren sind, nämlich die, denen menschliche Aktivität und verstärkte Menschenwitterung (die bei anderen Gestörten noch bis Montag "nachwirken") ziemlich am Allerwertesten vorbeigehen.

    Die meisten anderen Wildtiere sind Beutetiere - da ist erhöhte Vorsicht einfach mal gebotener.

    Wo diese Erhebungen gemacht wurden, weiss ich nicht mehr - die Arbeit hatte ich damals hier verlinkt, vllt. finde ich sie ja wieder.

    Ich fürchte - aber das ist ein total persönlicher Eindruck - die Herdenschutz-Praxis wird mit jeder Generation mehr zum (Un)Glücksspiel.

    Ich denke da genau andersrum. Dass man als Tierhalter mit zunehmender Erfahrung im Herdenschutz und mit zunehmendem Wissen darum, wie die regionalen Wölfe ticken, bessere Chancen hat.

    Den Dummfug vom C.B. les ich überhaupt nicht mehr - das bringt mir in keinster Weise was.

    Ich fand die Schäferin sehr tough. Es gehört einiges dazu, um einen Wolf von seiner schon sicher geglaubten Beute abzubringen.

    Und nehm den Übergriff mal als Beispiel für wachsende Herdenschutz-Erfahrungen.

    Wenn diese Schäferin jetzt wüsste, dass im Spätsommer/Frühherbst die Riss-Wahrscheinlichkeit grundsätzlich wieder steigt und dass in der Heideblüte die Ausflügler stark ansteigen an den WEs, inklusive HH, die ihre Hunde in oder vor der blühenden Heide fotografieren wollen, was dazu führt, dass das Wild heimlicher wird und für den Wolf schwieriger zu jagen ist, dann kann sie künftig bei solchen "Wolfs-Wahrscheinlichkeiten" noch mehr aufpassen.

    So, wie unsereiner hier z. B. bei Nebel noch aufmerksamer ist, als so schon.

    Es gibt einfach Gegebenheiten, die Wolfsangriffe wahrscheinlicher machen. Herdenschutz ist etwas Dynamisches, nicht statisch.

    Alp-Hirten z. B. führen die Herden bei Nebel sehr eng beieinander, während sie bei schönerem Wetter auch mal weit auseinanderfallen können.

    Was fällt denn unter 1.?

    Zelt/Tarp Schlafsackk und so?

    Ja, z. B.

    Outdoor wärens ggf. noch Regenkleidung, eine Möglichkeit, Feuer zu machen (Feuerzeug, Streichhölzer, Feuerstarter).

    Indoor - also, wenn man in einer heizungslosen, dunklen Wohnung (bei komplettem Stromausfall als Beispiel) ist, tun es auch:

    Decken

    warme Kleidung

    Wärmflasche, falls Möglichkeit zum Wasser aufwärmen da ist (dafür reicht ein popeliges Stövchen und wichtig: das Wasser in der Wärmflasche kann man mehrfach erhitzen)

    eine Deckenhöhle, wenn vorhanden, kann man auch indoor ein Zelt aufstellen oder auch einen Schlafsack nutzen, das macht den Wärmeerhalt leichter

    Stövchen, Teelichtofen, Kerzen - die tatsächliche Heizleistung ist nicht so der Bringer, aber je kleiner der Raum, desto mehr merkt man davon und kann sich z. B. die Hände wärmen - das tut der Psyche gut

    überhaupt: es macht Sinn, sich einen Raum als Haupt-Raum auszusuchen, das macht den Wärmeerhalt leichter

    Jalousien und Vorhänge geschlossen halten, das isoliert ein wenig

    Mütze aufsetzen - ein unbedeckter Kopf sorgt für Wärmeverlust

    Mal so als Möglichkeiten, ohne sich gross was kaufen zu müssen.

    Auf einem Stövchen kann man sich auch Dosen-Eintöpfe warm machen. Nicht so heiss, aber warm genug.

    (Und sowas kann man sich notfalls auch selbst bauen - aus einer 800g-Dose oder größer, ein paar Luftlöcher an den Seiten rein - bohren oder mit Hammer und Nagel)

    Dinge sind gar nicht so wichtig - wichtiger ist, sich zu helfen zu wissen.

    Vielleicht noch mal kurz und knapp für diejenigen, die jetzt grad anfangen, sich mit Krisenvorsorge zu beschäftigen, weil in den Medien immer wieder auf die Möglichkeit eines blackout im Winter hingewiesen wird.

    Es gibt sowohl für outdoor als auch für indoor identische Punkte, die man auf irgendeine Art berücksichtigen sollte. Da ists vollkommen egal, von welcher Krise man spricht.

    1. Wetterschutz/Wärmeerhalt

    2. Wasser

    3. Nahrung und ggf. deren Zubereitung

    4. Medizin/Erste Hilfe

    5. Information/Orientierung

    Ich glaube, bei einem Blackout interessiert es mich nicht, ob ich Sahne schlagen kann.

    Obacht, schwarzer Humor:

    Wenn man so friert, dass es einen schüttelt und die Zähne klappern, kann man die Sahne ganz nebenbei schlagen.... |)

    Aber ganz ernst wieder - ich finde, dass Du da das Wichtigste überhaupt ansprichst: dass man sich auf die wesentlichen Dinge konzentriert. Sonst verläuft man sich sowohl in der Krise, als auch in der Krisenvorbereitung.

    Das ist wirklich übel.

    Haupt(hunde)spaziergehzeit am WE

    Vor einigen Jahren haben Frank Faß und diverse andere eigene Studien zum Thema Risse veröffentlicht. Dort wurde ein deutlicher Anstieg an Nutztierrissen an den Wochenenden bis einschliesslich Montag festgestellt. Eben wegen der Freizeitaktivitäten, die vielerorts das Wild beunruhigen, so dass es schwieriger zu jagen ist. Ob und wie man das in die Herdenschutz-Praxis umsetzen kann?